Musikindustrie droht britischer Piratenpartei mit Klage

10. Dezember 2012, 12:30
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    grafik: pirate party uk

Wegen Betrieb eines Proxy-Servers mit dem sich Pirate-Bay-Sperre austricksen lässt - Piratenpartei will nicht nachgeben

Die Verurteilung der ursprünglichen Betreiber der Bittorrent-Platform "The Pirate Bay" liegt zwar bereits eine ganze Zeit zurück, die Streitigkeiten rund um die Webseite finden allerdings bis heute ihre Fortsetzung. Aktueller Schauplatz ist Großbritannien, wo die Musikindustrie nun offen mit einer Klage gegen die britische Piratenpartei droht.

Proxy

Streitpunkt ist ein von der Partei betriebener Proxy-Server. Über den Service lässt sich - unter anderem - eine vom britischen Höchstgerichts vor einigen Monaten für mehrere Provider angeordnete Sperre von "The Pirate Bay austricksen.

Drohung

Wenig überraschend gefällt dies der Musikindustrie wenig, die seit Jahren massive Ressourcen in die Bekämpfung der Plattform setzt - mit einem eher durchwachsenen Ergebnis. Also hat die British Phonographic Industry (BPI) zunächst die Piratenpartei zum Abschalten des Proxy aufgefordert, nach einer ablehnenden Antwort geht man nun aber offenbar zu Klagsdrohungen über. Wie Torrentfreak berichtet, sei die britische Piratenpartei darüber informiert worden, dass die Organisation schon bald einschlägige Post von den AnwältInnen der BPI zu erwarten habe.

Position

Bei der Piratenpartei sieht man sich zumindest moralisch und politisch im Recht, man stelle sich ganz prinzipiell gegen solche Seitensperren, heißt es. Im konkreten Fall komme aber noch dazu, dass die Sperre ohnehin nicht durchgängig umgesetzt ist, Pirate Bay über mehrere Internet-Provider weiterhin verfügbar sei. Zudem sei der betreffende Proxy schon vor der Pirate-Bay-Sperre installiert worden, also keine direkte Antwort auf das Gerichtsurteil.

Risiko

Ob man mit dieser Argumentation Erfolg haben wird, bleibt allerdings abzuwarten. Die Piratenpartei zeigt sich jedenfalls kampfbereit - dies mit einem durchaus signifikanten finanziellen Risiko. Insofern bittet man die eigenen UnterstützerInnen in einem Aufruf auf Youtube aktuell auch um Spenden. (red, derStandard.at, 10.12.12)

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Arrrrrrrrrrrrr...

“ Also hat die British Phonographic Industry (BPI)“

Ich habe zuerst “Pornographic“ gelesen...
Und das ist eh Porno, was die Contentmafia da allerorts aufführt, die gehören allesamt in die Klappsmühle.

nur mal so eine frage an die fans von gratis-downloads:

wie würdet ihr das handhaben? als band? oder als produzent?

einfach mal so ins blaue hinein ein album produzieren mit erheblichen kosten und dann alles herschenken? oder wie?

wie sieht denn die alternative aus?

gegenfrage, wie würden sie das als konsument handhaben

man findet im internet eine serie (zb ausschnitte auf youtube, oder freunde in amerika erzählen davon).

zuerst mal, in europa wirds maximal in UK angeboten, mit bösartigen versandkosten.

da die fernsehsender an einer sync nicht interessiert sind, wirds nie auf deutsch übersetzt (was mir egal wäre, ich schau auf englisch), aber wichtiger ist, es wird im deutschen sprachraum nicht angeboten.

oder es wird zwar angeboten, aber erst ein jahr nach us-ausstrahlung... und irgendwas mit dem wissen anschauen, das da eigentlich schon eine komplette staffel mehr heraussen ist, oder das es eh schon eingestellt wurde... is auch fad.

und auf der anderen seite gibts die neusten folgen am tag der ausstrahlung...

11.12.2012, 06:14

also ich nehm jetzt auch irgendwas auf, und ganz egal obs die leute hören wollen oder nicht, will ich geld sehen. wenn ich kein geld sehe, dann klag ich und heul herum.

mal gut aufgepasst:

wenn man als Musiker nichts produziert, kann man nichts verkaufen. Ob es aber jemand kauft, hängt wesentlich von der Musikindustrie ab weil die den gesamten Markt mit Geld und Brutalität für sich in Anspruch nimmt. Man darf keine Plakate kleben ohne zu zahlen, man bekommt keine Gigs, und im ORF gespielt wird man sowieso nicht. Man verhungert oder man macht das was die Musikindustrie braucht. Es gibt leider nur wenige Ausnahmen die es trotzdem schaffen. Das ist das Verbrechen welches die Musikindustrie anrichtet.

Gibt genug Möglichkeiten ala Kickstarter/Pledgemusic um als talentierter Künstler dieses Risiko zu vermindern.

Ist man, wie der Großteil, jedoch Durchschnitt, dann würd ich mich lieber wieder in die Schule setzen oder mich eben mit dem Status Quo zufrieden geben.

mag sein. wo aber ist die antwort auf meine frage?

und die lautet: wie soll eine band geld verdienen? wie soll ein album produziert werden, wenn es für professionelle labels nicht mehr möglich ist, ihre investitionen zurück zu verdienen, weil eh alles gratis gesaugt wird?

und btw: wieviele bands/solokünstle gibt es, die alles im alleingang mithilfe von gratisdownloads (oder gratsi-schallplatten, cds) gemacht haben?

wo ist das gegenmodell?

"wenn es für professionelle labels nicht mehr möglich ist, ihre investitionen zurück zu verdienen"

Hab ich irgendwas verpaßt? Sind irgendwelche größeren Labels in den letzten Jahren Pleite gegangen?
Wenn sie es den "Hitproduzenten" nicht vorne und hinten reinschieben würde, bliebe für andere mehr übrig.

EMI
zB.
Wobei die mehr dadurch ruiniert worden sind, dass der finanzinvestor ihr die kredite der übernahme reingedrückt hat.

Durch Konzerte natürlich, so wie das der Großteil derzeit schon macht.

Und wieso sollte es keine professionelle Labels mehr geben? Es wird ja weiterhin produziert, nur eben in geringerem Ausmaß. Die Chance, dass dadurch ALLE Labels aus dem Markt verschwinden liegt bei 0%, die 5 Milliarden Umsatz die manche machen wird halt schwer zu halten sein.

das ist so süß wie es

völlig an der realität vorbei geht.

schon mal was von Trent Reznor gehört?
"After all, we as artists dedicate our lives to producing the best music we can. It's been a painful process for me personally. But should I be angry at the audience that wants to hear music so much, an audience that is so passionate about hearing it they go online to get it two weeks before the music debuts? No, I want them to be that way."
-
und auch noch ein auszug aus Dave Grohls zitat:
"It’s the same as someone turning on the f*ckin radio, it’s the same as someone putting a cassette in a cassette deck when the BBC plays a special radio session. [...] The first thing we should do is get all the f*ckin millionaires to shut their mouths, and stop bitching about the 25 cents a time they’re losing."

und hat der gute trent nicht auch mit einem label begonnen?

das ihm risiken abgenommen, seine produktion finanziert und seine promotion bezahlt hat?

Ist ihnen eigentlich klar, .....

.... das sie nerven? Volles Verständnis für Copyright bei kommerzieller Nutzung!

ach echt jetzt oder wie?

mich nervt auch einiges. zum beispiel die selbstgefällige robin hood-attitude diverser musikpiraten die meinen sie hätten ein menschenrecht darauf die rechte von musikern und produzenten zu verletzen.

welche Rechte denn,

wir haben mit unseren Leermedien dafür bezahlt. Geld fordern für null Gegenleistung ist Parasitentum und nix anderes sind die Verwerter. Ich darf alles 3x zahlen, aber wehe, ich share nur 1 Musikdatei, werde ich angeklagt. Freche Parasiten, die gehören eingespart.

das ist schön und gut. aber wie soll man das reglen?

wer gerne etwas gratis hergibt, dem bleibt das unbenommen.

aber man kann nicht alle dazu verpflichten. die komponisten, musiker und ihre produzenten haben auch rechte. oder nicht?

Damit die Musik im Radio gespielt wird, zahlen die Labels sogar noch. Scheinbar gehen den Lables aber Millionen verloren, wenn man sich die Musik über Youtube anhört.

Der Werbeeffekt wird einfach ausgeblendet.

Urheberrechtsdialog, morgen 11.12.

Eine aktuelle Veranstaltung zum Thema: http://urheberrechtsdialog.at/

die musikundfilmindustrie ist seit 15 jahren bemüht, den musikundfilmkonsumenten den zugang zu legalen elektronischen angeboten zu vereinfachen.

nachdem sie mühsamst eine infrastruktur aufgebaut hat, die kaum noch wünsche offen lässt, ist es also kein wunder, dass sie gegen piraten vorgeht, die diese errungenschaften gefährden!

die musikindustrie ist entweder bemüht und komplett unfähig oder nicht bemüht. ich glaube mal es trifft nicht bemüht und komplett unfähig zusammen.
einige wenige firmen haben verstanden wie es funktioniert, im grossen stil vorgemacht hats apple und andere sind nachgezogen, allerdings gefällt das der industrie natürlich nicht weil apple zu viel kohle behält und zu wenig der armen, hungerleidenden musikindustrie abgibt. eine wirklich gute lösung von der musikindustrie selbst gibts bis heute nicht, ausser klagen, herumjammern und abgaben fordern passiert da nichts.

Das war sarkastisch gemeint.

Das war jetzt aber Sarkasmus, oder?

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