Suhrkamp-Geschäftsführung muss Schadenersatz zahlen

10. Dezember 2012, 15:30
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Die Verlegerin Unseld-Berkéwitz habe Privates und Geschäftliches unzulässig vermischt

Berlin - Im gerichtlichen Streit um den Suhrkamp-Verlag hat der Minderheitsgesellschafter Hans Barlach einen Punktsieg errungen. Auf seinen Antrag hin verpflichtete das Landgericht Berlin am Montag die Firmenchefin Ulla Unseld-Berkéwitz und ihre zwei Mit-Geschäftsführer, knapp 282.500 Euro Schadenersatz an den Verlag zu zahlen. Barlach hatte der Geschäftsführung vorgeworfen, durch die Anmietung von Event-Räumen im Haus der Verlegerin Privates und Geschäftliches unzulässig vermischt und dem Verlag geschadet zu haben.

Zudem erklärte das Gericht die Entlastung der Geschäftsführung durch die Gesellschafterversammlung im Jahr 2011 für nichtig. Die Gründe der Entscheidung lagen zunächst nicht vor. Ulla Unseld-Berkéwitz ist über eine Familienstiftung mit 61 Prozent am Suhrkamp Verlag beteiligt, der Hamburger Medienunternehmer Barlach hält die restlichen 39 Prozent. Er will in mehreren Verfahren eine Ablösung der Firmenchefin erreichen. (APA, 10.12.2012)

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