Deutschlands Journalisten blicken skeptisch in die Zukunft der Wirtschaftspresse

10. Dezember 2012, 10:37
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Pessimismus oder Realismus: Journalisten glauben an weitere Kürzungen und Kündigungen

Die Agentur WBCO hat in der Umfrage "Die Zukunft der Wirtschafts- und Finanzmedien" die aktuelle Stimmung von Wirtschaftsjournalisten in Deutschland erhoben. Wie zu erwarten, schätzen die Fachleute die Situation großteils pessimistisch ein. 83 Prozent glauben an weitere Sparmaßnahmen in diesem Bereich, 93 Prozent befürchten noch mehr Entlassungen in den Redaktionen.

Die in der Befragung angebotenen Lösungsvorschläge wurden als unbefriedigend disqualifiziert. Nur 43 Prozent glauben, dass Nachrichtenagenturen eine größere Rolle im Wirtschaftsjournalismus spielen werden, auch Blogs und Social-Media-Plattformen wird von 71 Prozent diese Leistung nicht zugetraut, die ins Nachrichtensystem gerissenen Lücken zu füllen. Einzig Branchen- und Spezialinformationsdiensten werden in Zukunft wirklich an Bedeutung gewinnen, glauben zwei Drittel der Befragten.

Insgesamt zeigt die Studie eines klar auf: Die Verunsicherung unter Journalisten ist groß, Klarheit über das Geschäftsmodell der Zukunft gibt es nicht, einzig das Paid-Content-Modell scheint knapp der Hälfte als Perspektive attraktiv zu sein. (red, derStandard.at, 10.12.2012)

Hintergrund

WBCO Public Relations und Business Communications ist eine inhabergeführte Agentur mit Spezialisierung auf Wirtschafts-, Finanz-, Unternehmens- und Kulturkommunikation. Für die Umfrage "Die Zukunft der Wirtschafts- und Finanzmedien" wurden innerhalb von 9 Tagen (27.11.2012 - 05.12.2012) webbasiert die Meinung von rund 100 Redakteure aus den Wirtschafts- und Finanzressorts von Tages- und Wochenzeitungen, Magazinen, Nachrichtenagenturen, Online-Publikationen sowie Hörfunk- und TV-Medien erhoben.

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