Die Rückkehr der Browserkriege

  • Mobile Browser werden derzeit mit rasanter Geschwindigkeit vorangetrieben, im Bild Googles Chrome für Android.
    foto: derstandard.at

    Mobile Browser werden derzeit mit rasanter Geschwindigkeit vorangetrieben, im Bild Googles Chrome für Android.

Mobile Endgeräte stehen mittlerweile im Fokus der Unternehmen - Viele Innovationen, rasche Entwicklung

Ende der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts kam es zu einem technischen Wettlauf zwischen Microsoft und Netscape, der in der IT-Geschichte als "Browserkrieg" eingehen sollte. Beide Unternehmen suchten das Web für den eigenen Browser zu begeistern, und so auch ein stückweit die weitere Entwicklung des Internets zu beeinflussen. Der Ausgang dürfte bekannt sein, nach einigen Jahren der Auseinandersetzung konnte sich Microsofts Internet Explorer als langjähriger "Alleinherrscher" im WWW durchsetzen.

Entwicklung

Mittlerweile ist der feste Griff von Microsoft auf das Web längst wieder aufgebrochen, vor allem Firefox und Chrome haben signifikante Marktanteile am Desktop erreichen können. Und doch würde nun ein neuer "Browserkrieg" anstehen, wie die New York Times in einem aktuellen Artikel feststellt - allerdings unter etwas anderen Vorzeichen.

Mobil

Die wirklich spannenden Auseinandersetzung finden nämlich längst im mobilen Bereich statt. Wo am Desktop die Zahl an neuen Browsern längst abgeflaut ist, gibt es für Smartphones und Tablets eine stetig wachsende Zahl an Softwarealternativen. Und diesen kommt eine immer wichtigere Rolle zu, sind sie doch das Portal zur wachsenden Schar an Cloud-Services.

Web Apps

Bislang dominieren auf mobilen Endgeräten vor allem spezialisierte Apps, mit weiteren Verbesserungen an den Browsern - und deren HTML5-Fähigkeiten - sollen aber diese zunehmend in den Vordergrund rücken. Die Vorteile sind evident, immerhin laufen solcherart erstellte "Web-Apps" auf einer Vielzahl von Plattformen - und nicht nur auf einer, wie bei klassischen Apps üblich.

Entwicklung

Die Entwicklungsaktivität rund um mobile Browser könnte denn auch kaum stärker - und innovativer - als zur Zeit sein: Große Hersteller wie Google oder Microsoft setzen voll und ganz auf HTML5, Mozilla basiert mit Firefox OS gleich ein gesamtes mobiles Betriebssystem auf der Web-Technologie.

Zugang

Worin sich aber trotzdem beinahe alle einig sind: Im Endeffekt geht es gar nicht so sehr um den Browser an sich. Dieser ist nur ein Zugangstor zum Web und dessen Services - und das interessiere die NutzerInnen, nicht welche Rendering Engine diese Inhalte darstellt. (red, derStandard.at, 10.12.12)

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