Ölpreise steigen

10. Dezember 2012, 18:48
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New York/London/Wien - Die Ölpreise sind am Montag dank guter Konjunkturdaten aus China mit Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Jänner-Lieferung kostete am späten Nachmittag 107,88 US-Dollar. Das waren 86 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 34 Cent auf 86,27 Dollar.

Händler nannten überwiegend robuste Konjunkturdaten aus China als Grund für die bessere Stimmung am Ölmarkt. Am Wochenende hatte die Regierung einen spürbaren Anstieg der Einzelhandelsumsätze gemeldet. Auch Daten zur Industrieproduktion konnten überzeugen. Zudem hätten robuste Importdaten aus China für einen freundlichen Wochenauftakt an den Ölmärkten gesorgt, hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank.

In China scheint die Zeit der schwächeren Ölimporte in den Sommermonaten überwunden, so die Experten der Commerzbank. Im November habe es in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt "das dritthöchste Einfuhrvolumen aller Zeiten gegeben". Dagegen spielten die jüngsten Meldungen aus der Eurozone kaum eine Rolle an den Ölmärkten. Die Regierungskrise in Italien und der sich hinziehende Schuldenrückkauf Griechenlands konnten die Stimmung nicht nennenswert trüben.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ging hingegen zuletzt zurück. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel am Freitag im Durchschnitt 104,75 US-Dollar. Das waren 89 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (APA, 10.12.2012)

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