Gedenken an getöteten Linienrichter

Ansichtssache

Almere - Mehr als 12.000 Menschen haben am Sonntag bei einem Schweigemarsch im niederländischen Almere des bei einem Nachwuchs-Fußballspiel zu Tode geprügelten Linienrichters Richard Nieuwenhuizen gedacht. Im strömenden Regen legte die Menge knapp drei Kilometer vom Stadion in Almere zum Sportplatz der Buitenboys zurück, wo Nieuwenhuizen eine Woche zuvor zusammengeschlagen worden war. Einen Tag später war der 41 Jahre alte Familienvater im Krankenhaus gestorben.

Nieuwenhuizens Sohn Alain hielt eine bewegende Rede. "Lieber Papa, du hast deine Leidenschaft über das ganze Fußballfeld ausstrahlen lassen. Wir werden dich vermissen, Papa. Ruhe sanft. Und lasst uns eines nicht vergessen: In den Niederlanden hat sinnlose Gewalt niemals das letzte Wort", sagte er unter Tränen.

Michael van Praag, Vorsitzender des niederländischen Fußballverbandes KNVB, sagte: "Es ist unfassbar, dass so etwas auf einem Fußballfeld passieren kann. Im Fußball geht es um Respekt. Menschen, die das nicht aufbringen können, haben im Sport nichts zu suchen."

Viele Teilnehmer des Marsches trugen weiß-blaue Trikots, die Farben des SC Buitenboys, sowie Fackeln, Lampen und Laternen. Unterwegs wurden 4200 rote Rosen verteilt, die am Ort des Angriffs niedergelegt wurden. (sid/red - 9.12. 2012)

foto: apa/epa/van weel

Die Gedenkstätte für Richard Nieuwenhuizen beim Klubhaus des SC Buitenboys in Almere

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foto: reuters

Die beiden Söhne und die Ehefrau des Getöteten

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foto: reuters

Michael van Praag, KNVB-Präsident und die niederländische Sportministerin Edith Schippers

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Ruud Gullit

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foto: apa/epa/van hoorn

Schweigeminuten vor allen Spielen der Ehrendivision, hier in Eindhoven bei PSV vs FC Twente. "Ohne Respekt kein Fußball", steht auf den Schildern.

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foto: reuters

"Lieber Papa,
Sinnlos war es sicher,
Besser wird es nie
Irgendwann heilen die Wunden,
Doch wir vergessen nie.

Wir werden Dich vermissen!"

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