Schweiz will Rechte von Steuersündern abbauen

9. Dezember 2012, 18:19
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Die Anleger sollen nicht mehr automatisch über die Datenweitergabe an Heimatbehörden verständigt werden

Bern - Die Schweizer Regierung will ausländischen Steuersündern laut einem Zeitungsbericht das Leben schwerer machen. Diese würden in Zukunft nicht mehr automatisch informiert, bevor die Schweiz ihre Daten an Ermittler im Heimatland übermittelt, berichtete der "Tages-Anzeiger". Bisher hatte die Voraus-Information der Schweizer Behörden den Steuersündern Zeit gegeben, Beweismittel verschwinden zu lassen. Andere Länder werfen der Schweiz seit langem vor, Steuersündern aus ihren Ländern zu viel Schutz zu gewähren. 

Harte Zeiten

Für Steuerhinterzieher dürften harte Zeiten anbrechen. Denn nach dem Scheitern des Deutsch-Schweizerischen Steuerabkommens wollen die eidgenössischen Banken - abseits der Datenweitergabe - zu weiteren drastischen Mitteln greifen. Die Großbanken UBS und Credit Suisse erwägen, mutmaßliche deutsche Steuerhinterzieher zur Selbstanzeige zu zwingen. Ähnlich sind Banken in der Schweiz schon mit amerikanischen Kontoinhabern verfahren. (APA/red, derStandard.at, 9.12.2012)

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