Nein zu "Fracking" am Bodensee

9. Dezember 2012, 18:12
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Die Anrainer-Länder lehnen die umstrittene Erdgasförderung ab

Bregenz - Die Regierungen der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) haben am Freitag im schweizerischen Walzenhausen getagt. Dabei wurde ein einstimmiger Beschluss gegen das umstrittene "Fracking" zur Erdgasförderung gefasst, berichtete Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP).

Zum Schutz der Bevölkerung

Der 1972 gegründeten IBK gehören Bayern, Baden-Württemberg, Vorarlberg sowie die Schweizer Kantone Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen sowie Appenzell Ausser- und Innerrhoden an. Im höchsten IBK-Gremium habe er bekräftigt, dass sich Vorarlberg entschieden gegen die mit unabwägbaren Risiken verbundene "Fracking"-Methode zur Erdgasförderung stellt. Der Schutz der Bevölkerung und des Trinkwassers habe außer Frage zu stehen, sagte Wallner laut Landeskorrespondenz.

Unterstützt wird die Position von einem Gutachten des deutschen Umweltbundesamts (UBA), in dem vor der Fracking-Technologie gewarnt und dazu geraten wird, die Methode in Trinkwasserschutzgebieten nicht zuzulassen. Der Bodensee ist immerhin Trinkwasserreservoir für Millionen Menschen im Großraum Stuttgart.

Kooperation bei Erneuerbaren

Bei der intensiveren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich "Erneuerbare Energien" in der Bodenseeregion soll Vorarlberg eine federführende Rolle einnehmen. Die Regierungschefs wurden über die Absichten der Netzbetreiber informiert. "Mit dem ambitionierten Ziel der Energieautonomie bis 2050, dem vorhandenen Know-how im Land und den gesammelten Erfahrungen kann Vorarlberg für alle Akteure ein wichtiger Ansprechpartner sein", erklärte Wallner.

Erneuert wurde von der IBK das Bekenntnis zur Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH). Von der Konferenz wurde der Abschluss einer vierten Leistungsvereinbarung genehmigt. Im Jänner 2013 werden Experten aus den IBK-Ländern und -kantonen in einem Workshop die Ziele, Inhalte und Schwerpunkte der IBH für diese vierte Leistungsvereinbarung konkretisieren, informierte der Landeshauptmann. (APA, 9.12.2012)

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