"Wie wenn man im Kasino den Einsatz verdoppelt"

Interview | Andreas Schnauder, 9. Dezember 2012, 18:50
  • Banken müssen Vollmacht prüfen, sagt Lukas Aigner.
    foto: privat

    Banken müssen Vollmacht prüfen, sagt Lukas Aigner.

Um Verluste bei Derivategeschäften zu kompensieren, wird mehr Risiko genommen, sagt Anwalt Lukas Aigner

STANDARD: Wie sind Derivate-Verluste wie in Salzburg möglich?

Aigner: Die Produkte sind hochkomplex, vor allem wenn hinter den Optimierungen zahlreiche Einzelelemente wie Fremdwährungs- und Zinsoptionen stehen. Wenn die Positionen ins Minus kommen, arbeiten die Banken oft Restrukturierungen aus, um die Verluste zu kompensieren. In der Regel wird dann immer mehr Risiko genommen, um das Minus aufzuholen. Das ist, wie wenn man den Einsatz im Kasino verdoppelt.

STANDARD: Kann es sein, dass die Bank nur mit einer einzelnen Person Kontakt hat?

Aigner: Die Bank hat erhöhte Sorgfaltspflichten. Sie muss prüfen, ob der Ansprechpartner vertretungsbefugt ist und im Rahmen seiner Vollmacht handelt. Wenn sie wissen hätte müssen, dass das Organ vis-à-vis nicht im Rahmen der Befugnis tätig ist, kann sie wegen Beitragstäterschaft belangt werden. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft auch im Falle des Linzer Franken-Swaps gegen die Bawag. Die Bank kann sich nicht blindstellen.

STANDARD: Ist es glaubwürdig, dass ein Land bei Verlusten in dieser Größe nicht informiert wird?

Aigner: Ich kann nur abstrakt sprechen. Bei den Gemeinden ist der Gemeinderat zuständig, exekutiert werden die Geschäfte vom Bürgermeister. Die Banken haben oft verlangt, dass für die Abwicklung der Derivate Subvollmachten ausgestellt werden. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 10.12.2012)

Lukas Aigner (38) ist Finanzexperte in der Kanzlei Kraft & Winternitz.

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Diese Wahnsinnsgeschäfte und Zockereien müssen von der realen Bankgeschäften komplett entkoppelt und kontrolliert werden. Unverantwortlich, dass mit Steuergeldern Casinomässig gesielt und verspielt wird.
Diese Casinobanken muss die Politik an die Kandarre nehmen. aber solange Merkel mit der Deutschen Bank und deren Tochtergbanken die erfolgreichste Zockergemeinde vertritt, wird sich nix ändern. Die Politik muss eingreifen und zumindest für die ms trades Steuer verlangen.

Bitte demnächst mich zu interviewen

Den Text stelle ich auch selbst zusammen für eine vierstellige Kleinigkeit.

Sorry, aber so einen Text bekommt derStandard von mir für mau

das einzige was ich dafür verlange ist, dass mein Name bei so einem Stuss nicht erwähnt wird.

Frau Mag. R. ist auch Juristin

und bei den Juristen lernt man:

Justitia non calculat

Naja, woher sollen die Anwälte denn diese "pösen prduckte perechnen" können

Selbst in einer kleinen 5-7 Personen Firma sind Kontrollmechanismen an der Tagesordnung, je größer der Apparat desto dümmer das System im Abwicklungsprozess.

es gibt nur eine lösung:

MIKE LIELACHER zum finanzexperten des landes salzburg machen und mit umfassenden vollmachten ausstatten.

entweder wird salzburg wieder hochweiß oder sie müssen die stadt an die chinesen verkaufen und jedem einwophner eine mozart perücke aufsetzen.

das war wohl

ein Interview in der Warteschlagen beim Mc Donalds...
oder war das Wissen des Finanzexperten nach den zwei Fragen bereits erschöpft?

Ich kann nur abstrakt sprechen.

Ich finde er hat alles gesagt.

und genau diese "finanzexperten" sind es, die alle anderen auslachen, wenn diese auf den hausverstand pochen und dann selber das größte minus bauen.

Die FMA sollte konsequenterweise

in die Casinos Austria eingegliedert werden. Dort sitzen nicht nur Betriebswirte, sondern Mathematiker die auch solchen Produkten berechnen können.

Roulette, Poker, Baccara, Derivate, Swaps usw.

black jack ist sicherer wie die "veranlagungen" der "finanzexperten" in gemeinden, ländern und bund.

Auch im Casino gibt es "Limits," dies wird immer vergessen

sonst wären die Casinos schon längst pleite
Die kleingedruckten "Spielbedingungen" liest ja keiner durch, was man auf ein Plein usw. setzen darf.
Nur in der Politik herrscht, was Geld betrifft totale Narrenfreiheit und eine Blauäugigkeit, die man eher mit Blödheit beschreiben muß.
Salzburg ist der Beweis.

Die Bank hat erhöhte Sorgfaltspflichten

Ha,ha,ha, aber zum Zeitpunkt der "Investitionszockereien" natürlich noch nicht...
Diese weltweiten Wettsysteme mit Geldprodukten, die meist garnichts an realen Werten innehaben, gehört unterbunden, das ist Glückspiel. Also : Regulieren aber subito, ein aufruf an die Politik, dieses System, so wie es jetzt entfesselt weiterhin agiert, bringt uns um.

Es waren geniale Köpfe die das erfunden haben.

Dem Preschern habens in den 80ern 200 Millionen abgenommen. Hat es uns umgebracht? Nein.

Wir sind gesünder geworden.

...welches interview?

Finde ich auch! Kurz bündig und offen.

Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft auch im Falle des Linzer Franken-Swaps gegen die Bawag. Die Bank kann sich nicht blindstellen.

Ich bin schon gespannt!

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