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vergrößern 700x466An einem guten Tag besuchen rund 1500 Menschen das Stilwerk im Jean-Nouvel-Turm. In der Lugner City am Gürtel gehen rund 30.000 Menschen täglich shoppen.
Wien - "Ja, wir sind ein schwarzes, glattes Haus auf der falschen Seite des Flusses", fasst Stilwerk-Managerin Karin Witasek die Kritik am Designtempel überspitzt zusammen. Gerade feierte das Haus im von Jean Nouvel entworfenen Sofitel am Donaukanal seinen zweiten Geburtstag. Die Idee, internationale Designmarken auf einer großen Fläche zu konzentrieren, stammt aus Deutschland.
Die diesbezügliche Skepsis scheint eine Wiener Spezialität zu sein: Von "Totgeburt" und "Grabkasten" war am Anfang in Blogs die Rede, Kommentatoren schreiben bis heute, dass man nicht so recht an den Erfolg des Konzeptes glauben möchte. "Es fehlt die Begeisterung der Opinionleader", sagt Witasek, die vor etwa einem Jahr die PR übernommen hat.
So kritisch sieht es der Stilwerk-Geschäftsführer in Hamburg, Alexander Garbe, nicht: "Wir sind grundsätzlich zufrieden. So ein Konzept etabliert sich nun mal nicht über Nacht." Auch bei der Eröffnung der anderen Dependancen in Hamburg, Berlin und Düsseldorf sei über den Standort gemeckert worden. Funktioniert hätten sie schließlich alle.
Hartnäckig hält sich das Gerücht, der Designtower gegenüber des Schwedenplatzes sei eigentlich schon wieder halb leer. Von den 28 Geschäftslokalen stehen aktuell drei leer. In eines davon wird die Firma Thonet zu Jahresbeginn einziehen, die anderen zwei Geschäfte können 2013 auch wieder vermietet werden, ist sich Witasek sicher. Der Quadratmeterpreis liegt bei 30 Euro, die Verträge werden für fünf Jahre abgeschlossen. Eigentümer ist die Uniqa-Versicherungsgruppe.
Klar ist: Ein Interio oder Ikea soll hier nicht einziehen. Und auch wer mit Teelichtern auf den großen Umsatz hofft, ist fehl im Stilwerk. Die Laufkundschaft verteilt sich spärlich über die 6000 Quadratmeter Fläche - an einem sehr guten Tag sind es etwa 1500 Menschen. Zum Vergleich: In der Lugner City tummeln sich auf 25.000 Quadratmetern durchschnittlich 30.000 Besucher täglich.
"Unsere Geschäfte machen ihren Umsatz mit Projekten", sagt Witasek. Ob bei Schwab in the City oder dem Teppichhändler Vartian: Alle geben an, mit dem Geschäft zufrieden zu sein. Trotzdem wäre es schön, wenn ein paar Menschen mehr durch die dunkel gehaltenen Hallen lustwandeln würden, finden die meisten der Mieter.
Ein elegantes Ehepaar aus Deutschland, das im Sofitel schläft, zählt zu den wenigen Besuchern, die an diesem Vormittag umherschlendern. Sie kennen das Stilwerk aus Düsseldorf. "Das ist auch oft leer", wiegeln sie ab. Ein bisschen abgelegen käme ihnen die Wiener Dependance schon vor, "aber toll gemacht".
Dass Besucher recht häufig gegen die Glaswände laufen, wie es Verkäufer erzählen, können sie sich gar nicht vorstellen. Ein Mitarbeiter von Badambiente hält es für Blödsinn, dass die Lage für die Leere verantwortlich sein soll. "Schließlich sind es nur ein paar Schritte vom ersten Bezirk."
Ist Wien einfach noch nicht bereit für ein derartiges Objekt? "Es ist nicht bekannt genug", schimpft ein Besucher. Er sei ein Designfreak und würde oft hergekommen. "Ich bin enttäuscht, schon der Eingang wirkt abweisend. Mit der bestehenden Werbung wird es das Stilwerk jedenfalls nicht schaffen."
Problematisch sei vor allem die PR-Arbeit zum Start gewesen, sagt nicht nur Witasek. Die Zusammenarbeit mit der alten PR-Agentur wurde nach einigen Monaten gekündigt, langsam greife das neue Konzept, meint sie.
Viele Möglichkeiten für Werbung lässt ihr Nouvel nicht: Weder Schriftzüge an der Hausfassade noch am Dach sind für den Architekten akzeptabel. Mit den 210.000 Euro Jahresbudget müsse sie alles abdecken, "von der Zeitungsannonce bis zu jedem Hackler, der einen Sessel trägt". (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 10.12.2012)
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aber mehr als 5 andere Personen sind mir dort noch nie über den Weg gelaufen. Ich dachte mir gleich beim Start, dass das nicht funktionieren kann - mittelmäßige Lage (obwohl nur einen Steinwurf von der City entfernt !!), zu groß, von außen zu unscheinbar, innen wirkt das Ganze sehr düster und kalt - außerdem sind die dort befindlichen Exponate nicht wirklich zwingend "aufregend". Es fehlt auch ein richtiges Zugpferd unter den Geschäften - eines das schon wegen seiner Bekanntheit oder seinem originellen Design viele Leute anzieht. Meine Meinung: Auch auf der richtigen Seite des Flusses würde das Ganze nicht wirklich funktionieren...........
--> Wer soll denn auf die Idee kommen da reinzugehen?!?!?!
Manchmal denk ich mir echt, diese ganzen Manager und Managerinnen haben wirklich nichts als Stroh in ihren gekampelten Birnen. Wie wärs, wenn man zuerst mal die Leute darauf hinweist, dass da ein Gschäft drin ist...??? Z.b. durch durchsichtige Fenster...? Oder durch die Geschäftenamen...? Oder ist das zu uncool?
Ich z.b. wohne im 2. und hab erst vor ca. einem halben Jahr erfahren, dass im Sofitel unten angeblich Geschäfte drin sind. Dann war ich einmal drin. Und hab mir gedacht, ich komm außerhalb der Öffnungszeiten: Ich war der einzige Kunde auf drei Stockwerken...
Man kann nur hoffen, dass nichts noch Blöderes nachkommt.
An sehr guten Tagen kommen 200 Kunden in die Prada-Filiale. Zum Vergleich: In die 3 H&M-Filialen der Mariahilfer Straße strömen jeden Tag durchschnittlich 4 Fantastilliarden.
Kann aber auch nicht glauben, dass das Ding erfolgreich ist. Die meisten Dinge sind nicht mal mit viel Liebe fürs Design und einer guten Portion "Wie oft kauft man sich denn schon eine Lampe/einen Sessel/ein Dings" leistbar.
Der Vergleich mit der Lugner-City hinkt natürlich. Das Zielpublikum der LC macht prozentuell einen größeren Anteil an der österreichischen Gesamtbevölkerung aus, als das vom Stilwerk. Außerdem gibts die LC halt schon sehr - böse Zungen behaupten zu - lange.
Sie sprechen wohl aus, was viele meinen.
Ich dachte auch immer, das wäre ein Hotel und war noch nie dort (da kein Hotelgast). Aber wenn es da Geschäfte gibt und man so einfach die Architektur bewundern kann und gleichzeitig shoppen - ich bin schon dort!
Und das nach 2 Jahren...ich denke, man sollte so etwas bekannter machen.
Ich glaube, es gibt gar kein Problem. Diejenigen, die Wert auf schöne Möbel etc. legen und auch bereit sind, dafür Geld auszugeben, kennen es (zB die Dekorstoffe bei Schwab itC sind unglaublich, leider auch preislich; oder die Parkettböden in dem einen Spezialgeschäft - Name ist mir entfallen - wunderschön).
Und beim Ikea sind halt dann die, bei denen nach Erwerb von SUV und überteuerter Markenkleidung kein Geld mehr für die Einrichtung übrig ist ;)
Ernsthaft: Die Geschäfte dort brauchen vermutlich einfach keine Laufkundschaft, man kauft sich ja nicht im Vorbeigehen einen Sessel um 4.000.
Und die Geschäfte, die die Laufkundschaft brauchen (Lumas), sind eh schon ausgezogen.
Wir waren jetz zwei, vielleicht drei Mal dort und hätten auch einige schöne Dinge gefunden, aber als wir den Preis sahen, haben wir uns für andere Geschäfte entschieden.
Bitte jetzt nicht posten, dass wenn man kein Geld hat dort nicht hingehen soll usw.
Die Preise sind aber für eine mittelständische Brieftasche viel zu überzogen. Da überlegt man es sich schon ob man z.B. vier Sessel in Stilwerk kauft oder wo anderes 6 Sessel samt Tisch ums gleiche Geld bekommt.
...man hat Stil (oder liebt Stil) oder man hat ihn nicht!
Beim Mobelix bekommst Du dann sogar 10 Sesseln zum Tisch (und darfst sie nach 3 Monaten das erste Mal neu zusammen leimen) ums gleiche Geld!
Solche Vergleiche passen nicht wirklich.
Lieber Herr Josef F.
Da darf ich Ihnen recht herzlich Gratulieren, denn da sie ja wie sie von sich selbst behaupten, Stil haben und noch dazu das nötige Kleingeld oder auch Großgeld muss ich sagen RESPEKT einer der es Geschafft hat.
Anscheinend habe ich keinen Stil weil mir das nötige Großgeld fehlt oder ich nicht bereit bin für Stil so viel geld auszugeben.
Naja ich kann damit leben und seien sie versichert ich lebe sehr gut mit oder ohne Stil.
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