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Wien - Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, rechtfertigt in einem Schreiben an Funktionäre des European Jewish Congress das von ihm über Ronald S. Lauder verhängte Hausverbot. Lauder, Miteigentümer des Kosmetikkonzerns Estée Lauder, ehemaliger US-Botschafter in Wien und seit 2007 Präsident des World Jewish Congress, habe versucht, "unsere Wahlen zu kaufen".
Hintergrund sind schwere Auseinandersetzung innerhalb der Kultusgemeinde. Am 11. November fanden dort Wahlen statt: Als Herausforderer von Oskar Deutsch, der dem langjährigen Präsidenten Ariel Muzicant nachgefolgt war, trat Martin Engelberg mit der jungen Liste Chaj an. Wie Engelberg dem Standard am Sonntag bestätigte, habe es bereits im Vorfeld der Wahl Koalitionsverhandlungen gegeben: Engelberg hatte versucht, mit drei Gruppen, den Bucharen, den georgischen Juden und dem Block religiöser Juden (Machsike Hadass), ein Bündnis zu schmieden. Dabei seien auch konkrete Projekte wie etwa die Sanierung einer Schule oder der Bau einer neuen Synagoge besprochen worden. Lauder sei für deren Finanzierung geradegestanden. Die Bedingung, ob ausgesprochen oder nicht, sollte wohl gewesen sein, dass die Listen Engelberg zum neuen Präsidenten der Kultusgemeinde wählen.
Es kam anders. Die Liste Atid von Deutsch verlor zwar Stimmen, blieb aber stärkste Fraktion. Engelberg kam mit seiner Liste nur auf den dritten Platz hinter den bucharischen Juden. Dennoch sollte die Koalition halten: Nach der Wahl soll Lauder den für Projekte zur Verfügung stehenden Betrag, ursprünglich war von 550.000 Euro die Rede, auf 4,5 Millionen erhöht haben.
Allerdings wurde doch Deutsch mit 21 von 24 Stimmen im Kultusrat zum Präsidenten gewählt.
Deutsch empört sich jetzt über Lauders "unmoralisches und absolut unannehmbares Verhalten". Engelberg hält aus seiner Sicht fest, dass es " keinen Stimmenkauf und auch nicht diesen Versuch" gegeben habe. Die Zusage Lauders, bestimmt Projekte zu finanzieren, bleibe aufrecht. Engelberg ist überzeugt, dass sich das Hausverbot für Lauder bis Ende des Jahres erledigt haben wird: In der Gemeinde sei die Empörung darüber so groß, dass Deutsch seine noch kurze Präsidentschaft riskiere, sollte er diese Maßnahme nicht rasch wieder rückgängig machen.
(Michael Völker, DER STANDARD, 10.12.2012)
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dass es ca. 15.000 Juden gibt in Ö.
Viel Aufhebens um nichts, der Herr M. war ein Streithansel, aber in der Konfrontation mit außen, manchmal sehr spannend.
Aber der Herr Kaffeeröster, streitet lieber unter sich.
Jetzt gehen sie schon gegeneinander los. Da hat wohl einer gewaltige Angst um seinen Posten. Aber vielleicht sind Herrn Deutsch die Klagen, die er bisher eingebracht hat (wie vor kurzem gegen eine Initiative, die einen Mohel wegen rund 1000 Beschneidungen angezeigt hat) zuwenig und er sucht sich einen Sparringspartner, der eine grössere Herausforderung darstellt. Wird sicher spannend zu sehen, wer das bessere Ende für sich hat. Vielleicht bekommt die jüdische Gemeinschaft zur Abwechslung einmal einen Präsidenten, der nicht gleich mit Klage droht, wenn man seine Meinung kundtut. Wäre wünschenswert für Österreich.
bin ich froh nicht einer von denen zu sein, die von diesen herrschaften vertreten werden.
die machen binnen kürzester zeit kaputt, was die jüdische gemeinde über jahrzehnte aufgebaut hat. die fpö und ihre trabanten wird das mit sicherheit freuen...
Hr.Lauder hat doch als US Botschafter Klimt Bilder ins Ausland gebracht.
Das ist nach österr.Gesetz verboten.
Hatte er eine Sondergenehmigung ?
Wie kam es dazu ?
Womit könnte das wohl zu tun haben ?
Oder war das nur eine böswillige Behauptung der österr. Printmedien ?
Man kennt sich gar nicht mehr aus.
Na,sowas.
Bei den Aktionen die der Oskar Deutsch liefert bin ich mir nicht sicher, ob nicht er von Engelberg gekauft wurde. Schließlich demontiert er sich und seine Liste schon seit geraumer Zeit ziemlich erfolgreich.
Das bedeutet wohl, dass man ihm bei den nächsten Wahlen los ist, bis dahin wird er in der Kultusgemeinde aber wohl noch richtig viel Schaden anrichten.
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