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Hirscher lässt den ÖSV jubeln.

Die Korken dürfen endlich knallen.
Val d'Isere - Früher, als die Menschen noch die Jahreszeiten achteten, nannte man die Dezemberrennen im französischen Tal der Isere das Kriterium des ersten Schnees. Nun, da der internationale Skiverband sich den Winter selber macht, sind die Skifahrer schon mitten in der Saison, und also konnte Marcel Hirscher erleichtert feststellen: "Die Erleichterung über den ersten Sieg ist groß, aber wichtiger ist es zu sehen, dass auch ein Ted Ligety zu schlagen ist."
Der dominierte die bisherige technische Saison, den sonntägigen Riesentorlauf holte sich dann aber Hirscher, der Weltcupsieger der Vorsaison, 1,16 Sekunden vor dem Deutschen Stefan Luitz, der vom 25. Platz in den zweiten Lauf gestartet war, und dem genannten US-Amerikaner.
"Gutes Wetter, gute Bedingungen, guter Kurs, gutes Skifahren, perfekter Tag", bilanzierte Hirscher, der hier 2009 seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hat. Ligety hingegen fand die Piste "nicht sehr benützerfreundlich".
Diese Einschätzung teilten auch so manche Österreicher. Hannes Reichelt (23.) etwa: "Ich habe mir hier sehr schwergetan, die Slalomfahrer sind klar bevorzugt." Oder Romed Baumann: "Das Problem ist, dass es durchgehend steil ist, eine flüssige Kurssetzung ist kaum möglich. Es war extrem schwierig bei Torabständen von 21, 22 Metern und im Zielbereich sogar bei 16. Spaß macht das keinen mehr."
Philipp Schörgenhofer fiel vom dritten Zwischenrang auf Platz 17 zurück. Benjamin Raich erging es noch eine Spur ärger. Der Vierte des ersten Laufs platzierte sich - ex aequo - mit Romed Baumann auf Rang 25. Zweitbester ÖSV-Läufer wurde Marcel Mathis als Achter, Christoph Nösig folgte auf neun. "Ich habe im zweiten Durchgang einen ganz guten Lauf erwischt und bin ganz zufrieden. Die Bedingungen waren super, es war ein cooles Rennen. Es ist hier herunter aber eine große Herausforderung", sagte Mathis.
Für Hirscher hingegen wäre der Härtetest auch mit den neuen Skiern nun bestanden, so meinte der 23-Jährige, der am 13. Dezember 2009 in Val d'Isere als Gewinner des Riesentorlaufes seinen ersten Weltcupsieg gefeiert und auch dieser Tage viel daran gedacht hatte. "Es ist hier etwas ganz Besonderes für mich." Für Hirscher war es der siebente Sieg in dieser Disziplin, er stand damit in den letzten acht Riesentorläufen non stopp auf dem Podest, fuhr auf die Ränge 1, 1, 2, 3, 1, 3, 2 und 1.
Ligety, der die Konkurrenz in Sölden und Beaver Creek deklassiert hatte, gefällt es in Hochsavoyen hingegen weniger gut: "Ich bin glücklich, dass ich hier mit einem Podestplatz in der Tasche wieder weg fahre", sagte der Titelverteidiger im Disziplinen-Weltcup. "Neutral betrachtet, ist es grenzwertig, ja. Aber das hier ist das eine Extrem und Beaver Creek das andere. Ein Mittelding wäre wahrscheinlich das Beste", resümierte Hirscher, der dieses Mal als hervorragender Slalomläufer auf dem eng gesetzten Kurs seine Vorzüge ausspielen konnte.
Die Herren übersiedeln jetzt nach Italien, wo sie die Adventsaison ausklingen lassen. In Gröden mit Super-G und Abfahrt (14./15.) in Alta Badia mit einem Riesentorlauf (16.) und in Madonna di Campiglio mit einem Slalom (18.). Dann kommt das Christkind und dann mit Riesenschritten die Heim-WM im schönen Schladming. (APA/wei - 09.12.2012)
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seit diesem Wochenende hat der Hirscher ein viel, viel größeres und zwar in beiden Disziplinen.
Unglaublich, wie der Pinturault gestern wieder gefahren ist und auch die Deutschen sind mit ihm mindestens auf Augenhöhe.
Mit den neuen Ski(radien) geht es wieder zurück in die Zeit wo nach 5 bis 10 Läufern die Piste dermassen fertig war dass kein fairer Vergleich mehr möglich war.
Mich würde die ehrliche Meinung der Athlethen interessieren ob ihnen diese Ski taugen. Gesund sieht dieses Driften über die Schläge auch nicht aus.
letzte Woche hab ich mir noch Tonnen rote Stricherl eingefangen, als ich gesagt habe, dass in Europa Hr. Ligety geschlagen wird.
So und jetzt ist es so... Hirscher sagte es auch bei den jetzt startenden Europarennen geht der Ski Weltcup neu los.
Gratulation!
Wie schon gesagt wurde hier, Ligety ist nicht allein an der Weltspitze. Hirscher und auch Pinturault werden da noch kräftig mitmischen. Ich würde eher sagen, dass Sölden ein eigener Hang ist, und Beaver Creek liegt Ligety auch sehr. Mal sehen, wie es weitergeht, also so total überlegen seh ich den Ligety diese Saison nicht, war er ja letzte Saison auch nicht. Sicher wird er noch Siege einfahren, aber die beiden anderen auch! Wird ein spannender Kampf!
Ligety ist wird von den ORF-Kommentatoren immer wieder als „Mr. Riesentorlauf“ bezeichnet, so als müsste man einsehen, dass er dem Rest der Welt so wahnsinnig überlegen wäre wie einst ein Stenmark. Ja, Ligety ist sicher ein guter Riesentorläufer, wenn nicht wirklich sogar der Beste. Aber die Tatsache, dass Hirscher letzte Saison den Weltcup gewonnen hat, zeigt, dass Ligety sich nicht allein fühlen muss an der Weltspitze.
derzeit ziemlich umkämpft - leider auf nicht sehr hohem niveau - die rtl-quali für schladming:
drei von fünf vor der wm sind schon gefahren, d.h. nächsten sonntag alta badia schon die vorentscheidung:
neben hirscher gibt's drei plätze:
derzeit würd ich reichelt - 6.14.23.
mathis - 13.17.8.
und schörghofer out.19.17. aufstellen,
obwohl man www.schoergi.com von den ergebnissen kaum argumentieren könnte.
raich 8.30.25. und
nösig 23.10.9. mit chancen!
baumann 20.23.25. in der krise.
stimmt,
der 10. platz war für mich (nur) eine gute leistung begünstigt durch die sehr gute startnummer im 2. dg, wie es immer wieder mal vor kommt;
der 9. platz hingegen war mehr als eine bestätigung.
gut auf jeden fall, dass die aufstellung nicht jetzt gemacht werden muss,
so hat er noch zwei chancen (nächstes mal schon mit startnr. unter 30) und auch die reichelts und schörghofers können/müssen noch was zeigen.
ich weiß nicht, ob der ÖSV-strategiewechsel nach der olympiapleite hin zu wieder mehr spezialistentum so gut war.
schließlich war der alte plan, läufer zu forcieren, die mehrere disziplinen tranieren, sehr erfolgreich. österreich lief jahrezehntelang einem erfolg im herren-gesamt-WC nach und plötzlich hatten wir gleich 2, 3 kandidaten. die kombi RTL-super-G-abfahrt erwies sich als goldrichtig.
sicher gibts derzeit keinen maier oder eberharter, aber grundsätzlich war die strategie komplette schifahrer heranzuzüchten, die in technik "und" speedbewerben starten, die richtige.
da hab ich dich ja mit meinem beitrag von den null medaillen 2010 auf eine idee gebracht ;-)
ich muss dir aber leicht widersprechen.
da steckt kein strategiewechsel des ösv dahinter, denn baumann und reichelt fahren sehr wohl drei disziplinen;
nur ist halt der rtl wieder mehr zum slalom gewandert,
und die rtl-erfolge wurden bei allen nationen für die speed-fahrer geringer,
was auch cuche und svindal gespürt haben.
Die Entwicklung von Hirscher ist schon beeindruckend. Diese Serie von Podestplätzen ist extrem beständig - wer hätte sich das gedacht, wenn man sich seinen Fahrstil vor 2-3 Jahren angesehen hat. Jetzt kann ich ihm schon (fast) ohne drohenden Herzinfarkt zusehen
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