Venezuelas Präsident Chavez hat wieder Krebs

9. Dezember 2012, 08:36

Kubanische Ärzte fanden "frische, bösartige Zellen" - 58-Jähriger bestimmt Vize Maduro zu möglichem Nachfolger

Caracas - Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat wieder Krebs. Chavez gab den Rückfall am Samstag, wenige Tage nach einer Untersuchung in Kuba, bekannt. Die Ärzte hätten "einige frische, bösartige Zellen" entdeckt, sagte der Staatschef im Radio und im Fernsehen. Er werde sich erneut operieren lassen müssen und werde dazu am Sonntag nach Kuba reisen. Chavez war erst am Freitag von Havanna in seine Heimat zurückgekehrt.

Chavez hatte noch kurz vor seiner Wiederwahl am 7. Oktober versichert, er sei frei von Krebs. Über die Art des neuen Tumors machte er keine genauen Angaben. Er befinde sich "in derselben Gegend" wie zuvor, sagte er lediglich.

Empfehlung für Maduro

Der 58-Jährige bestimmte seinen Stellvertreter Nicolas Maduro zu seinem möglichen Nachfolger. Wenn ihm etwas passiere, das ihn "in welcher Form auch immer arbeitsunfähig" mache, werde Maduro gemäß der Verfassung die Übergangszeit bis zur Abhaltung von Neuwahlen leiten. "Sie wählen Maduro zum neuen Präsidenten, wenn Sie nach meinem Gefühl gehen möchten", fügte er hinzu.

Chavez' begab sich schon mehrmals für mehrere Wochen zur Krebsbehandlung ins befreundete Kuba. Im Juni 2011 ließ er sich dort einen Tumor in der Lendengegend entfernen, im Februar 2012 unterzog er sich erneut einer Operation. Im Juli verkündete er, er sei geheilt. Seit er Anfang Oktober für eine Amtszeit von sieben Jahren wiedergewählt wurde, trat der sonst wenig medienscheue Präsident allerdings nur selten in der Öffentlichkeit auf.

Der linksgerichtete Politiker steht seit 1999 an der Spitze des lateinamerikanischen Landes. Er ist bekannt für seine USA-feindlichen Tiraden und schlägt sich gern auf die Seite von Außenseiterstaaten wie Kuba und dem Iran. (APA, 09.12.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 132
1 2 3 4

Er hat nicht wieder krebs sondern noch immer

"Er ist bekannt für seine USA-feindlichen Tiraden und schlägt sich gern auf die Seite von Außenseiterstaaten wie Kuba und dem Iran"

Ein Artikel, der sicher von Sandra Weiss stammt,

die nicht nur feuchte Hände bekam, als die Militärs in Venezuela nach Chile-Vorbild putschten und uns dies als Volksfest verkaufte.

get well soon =)

Die Uhr tickt......

Das tut sie immer...

"Er ist bekannt für seine USA-feindlichen Tiraden und schlägt sich gern auf die Seite von Außenseiterstaaten wie Kuba und dem Iran."
Das nenn ich gut recherchierten, ausgewogenen Journalismus. (/Sarkasmus Ende)

Finden Sie diese Formulierung negativ?

Beschriebe man mich so, wäre ich stolz drauf!

ja, die apa ist immer wieder für sowas gut.
und der standard übernimmt das dann gerne einmal eins zu eins...

Wunsch

Ich wünsche Herrn Chavez, bald gesund zu werden.

Seinem Land aber wünsche ich einen anderen, guten Präsidenten, der in der Lage ist, soziale Gegensätze auszugleichen und das Land weiterbringt.

Chavez hat es einigermaßen ruiniert, obwohl gestützt durch hunderte Milliarden Petrodollars.

Ach ja, also ich finde er hat einen sehr guten Job gemacht:

Devisenreserven
1998: 8260 Mio. US$
2009: 43097 Mio. US$

Auslandsverschuldung
1998: 36 Mrd. US$,
2006: 26.73 Mrd. Us$

Anteil der Auslandverschuldung am BIP
2004: 39%
2005: 34%
2006: 19,1%
2007: 19,3% (31.12.2007)
2008: 13,8% (31.12.2008)

Venezuela würde seit Chavez die Maastricht-Kriterien erfüllen.

Kleiner Vergleich der Staatsverschuldung, im Verhältnis zum BIP (Quelle: wikipedia, stichwort: Staatsverschuldung)
Japan 182,8 %
Italien 103,2 %
Griechenland 92,4 %
Belgien 81,9 %
USA 65,6 %
Eurozone 65,2 %
Frankreich 64,4 %
Deutschland 63,1 %

Aber eins ist mir schon klar: die Zahlen müssen alle gefälscht sein, genau so wie die Tatsache dass er mit großer Mehrheit der Bevölkerung drei mal zum Präsidenten gewählt wurde.

Und für Kuba...

wünscht Du dir Batista, die Mafia und die US-Grosskonzerne zurück.

Wie bezeichnend dass er sich nicht

im eigenen Land behandeln lässt.

Wenn der gemeine Mann von der Straße Krebs hat in Venezuela, dann hat er eben Pech gehabt. Die Nomenklatura hingegen nutzt ganz klassisch Privilegien, die dem Normalbürger nicht zur Verfügung stehen.

Und wir sprechen hier von *Gesundheitsvorsorge*. Also genau das was gerade die Linken immer vorgeben sicherzustellen. Was im marktwirtschaftlichen Europa eine Selbstverständlichkeit für alle Bürger ist, bleibt im Arbeiterparadies der Oberschicht vorbehalten.

Hiermit seien wir zwei vermeintliche Paradoxien:
- die offensichtliche Mangelwirtschaft
- die extreme Ungleichverteilung von Gütern

Das, und nichts Anderes, ist der reale Sozialismus - in über 100 Experimenten ausprobiert, immer dasselbe Resultat...

hallo hallo

glaubens etwa irgendwelche großkopferten in österreich lassen sich nicht in der super-duper-privatklinik behandeln, während der "normalo"-bürger im warteraum sitzt... ihr vergleich hinkt.

in österreich gibt es genauso eine 2-klassen-medizin.

@ "...Was im marktwirtschaftlichen Europa eine Selbstverständlichkeit für alle Bürger ist...."

Ach ja, dann sehen Sie mal übern großen Teich zur den USA, zur ihrem Vorbil der europäischen Marktwirtschaft. Da ist im Gesundheitswesen gar nix selbstverständlich. Gesundheitsproblem und kein Geld in der Tasche ... dann darf man auf der Strasse verrecken. Und eins können sie mir glauben: das kommt auch zu uns. Da wäre ich lieber in Kuba oder Venezuela!

Vor kurzem erschien hier ein Artikel über Krebserkrankungen der unteren Mittelschicht. Bittere Sache in Österreich, ich würde mich nicht in andere Länder einmischen PUNKT

aber geh: schauens doch

.) in die USA
.) nach England
.) nach Griechenland
.) nach Spanien

aus amerika, canada,

sogar europa (ich erinnere mich nur an die ungarn reisen unserer werten mitbuerger zum zahnartz - unser versorgung an zahnaertzen muss damals wirklich unterm hund gewesen sein). aus allen moeglich laender werden kranke aus den unterschiedlichsten gruenden rund um den globus geschickt. vor kurzem ein fall aus US amerika in dem die versicherung den patienten nach indien geschickt haben.

aber ein chavez, ein aufrechter diktator (oder ist er doch demokratisch gewaehlt), ja der darf so was nicht in anspruch nehmen, unser Bundes Heinzi stirbt sicher auch lieber in einem heimischen spital...

wäre es nicht redlicher Kuba nicht mit Europa, sondern mit den anderen lateinamerikanischen Ländern zu vergleichen?

Wo finden Sie dort eine gerechte Güterverteilung oder eine gute medizinische Versorgung für alle?

gerechte Güterverteilung insoferne, daß sich dort fast alle mit Kernseife waschen...

Du bist ein derartig hetzrednerischer Hampelmann, alles was recht ist...

Venezuela hat kaum gut eingerichtete Krankenhäuser, ein schlechtes Bildungssystem und Krebs würde ich mir dort nicht behandeln lassen weil es schlicht nicht möglich ist.

Und wer ist dran schuld? Hugo Chavez? Oder vielleicht die Verbrecher die vor ihm an der Macht waren, und die Reichtümer des Landes an Konzerne verschachert haben?

Meine Güte Crommi...lern endlich wie die Welt wirklich funktioniert. Deine Kommentare hier sind so derartig unüberlegt, jeder der sie liest tut mir leid.

venezuela hatte in den letzten jahren chavez ausreichend zeit und geld um n paar krankenhäuser, die mit dem akh mithlaten könnten in die gegend zu stellen, aber da waren waffenimporte aus russland wichtiger

Und wer ist dran schuld? Hugo Chavez? Oder vielleicht die Verbrecher die vor ihm an der Macht waren, und die Reichtümer des Landes an Konzerne verschachert haben?

Natürlich die anderen.

Immer die anderen. An der Mangelwirtschaft des Sozialismus sind immer die anderen Schuld. Oder aber der Zufall. Aber der Sozialismus selbst doch nicht, der ist ja super, nur wird, leider, leider immer - durch ganz unglückliche Umstände, oder weil die anderen nicht mitspielen - leider immer nur falsch angewandt...

Und bei dir sind automatisch die Sozialisten schuld. Pattsituation würd ich sagen.

Aber lustig dass du anderen Ankreidest was du selbst tust. Du hast hiermit offiziell verloren.

Stimmt nicht Herr General:

Under a recent agreement, Cuba has sent 14,000 medics to provide free health care to people living in Venezuela's barrios, or shantytowns, where many have never seen a doctor before.

In addition Venezuelan patients can receive free surgery and specialised treatment in Cuban hospitals.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/busi... 583668.stm

Wärend Kubas Ärzte

ins Ausland geschickt werden, um dort für den Staat Devisen zu erarbeiten, krankt es in Kubas Gesundheitssystem an allen Ecken und Enden.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 132
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.