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Salzburg - Der Musikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst, hat alle Operndirigate in Salzburg zurückgelegt. Das bestätigte der Dirigent gegenüber der ZiB1 des ORF am Samstagabend. "Ich habe vor zwei Tagen die Führung der Salzburger Festspiele gebeten, der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass ich den Da-Ponte-Zyklus niederlege, dass ich aus dem aussteige, und zwar weil ich aus dem gedruckten Programm erfahren habe, dass es Aufführungskonditionen gibt, die meiner Meinung nach so nicht machbar sind", sagte er.
Welser-Möst, der ab 2013 alle drei Da-Ponte-Opern von Mozart für die Festspiele hätte dirigieren sollen, beklagte gegenüber dem ORF kurze Abstände zwischen den Aufführungen: "Wenn man drei Vorstellungen von Cosi (fan tutte, Anm.) innerhalb von weniger als fünf Tagen ansetzt, ist das einfach musikalisch für die Sänger nicht machbar."
Noch am Donnerstag antwortete er in der Zeitschrift "News" auf die Frage, ob im Salzburger Mozart-Zyklus eine Vorstellung um elf Uhr vormittags angesetzt sei: "Das kann ich mir nicht vorstellen, es war mit mir auch nicht abgesprochen. Das wäre ja einzigartig, inakzeptabel für die Sänger, die dann um drei Uhr früh aufstehen müssten, um stimmlich entsprechend vorbereitet zu sein. Nach einem Blick ins Programm erklärte er: "Ich werde sicher um elf Uhr keine Oper dirigieren."
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Daß ein dirigent alle da ponte opern wegen terminproblemen bei den sängern bei cosi absagt halte ich für unwahrscheinlich.
Schade, daß welser-möst sich in den societysumpf salzburg hineinziehen läßt und dies auch noch über news komuniziert.
ist für eine Sängerin oder Sänger eine Katastrophe.
Ein Beispiel aus Zürich, der ehemaligen Wirkungsstätte des Intedanten der Festspiele in Salzburg:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/r... y/14195490
Oder wenn ein Sänger wegen eines Betriebsunfall auf der Bühne wegen eines Knalltraumas umsatteln muss. Jetzt singt der Sänger nicht mehr, sondern führt erfolgreich ein Restaurant. Dieser Unfall passierte vor Jahren im Opernhaus Zürich.
In Übermassen kann "Singen" die Gesundheit "ruinieren", diese Weisheit sollte nicht vergessen werden (gilt Sinngemäss auch für Musiker).
wies unlängst in Ö1 bei einer Einsprielung darauf hin, dass die Aufnahme um 8 Uhr Früh beim Heinz Conrads erfolgte - wohl um die Besonderheit und die Qualität zu erklären bzw zu rechtfertigen.
Das Verheizen von Sängern zum Gaudium des Festspielpublikums, dass dann besser Mittags networken kann tatsächlich abzulehnen - aber es geht eben nicht immer um Qualität, sondern eher um maximale Auslastung und Synergien - insoweit hat Welser-Möst recht mit seiner Konsequenz.
zeugt von Courage. Und für alle, die den Opernbetrieb nicht kennen: Wenn eine Stimme lange Jahre halten soll, muss sie sich auch entwickeln und regenerieren können. Von wie vielen jungen Opern-Stars hört man schon nach ein paar Jahren nichts mehr, da die Stimme oder die Psyche beschädigt ist. Der Opern- und Festspielbetrieb soll ja nicht die Tour de France sein.
Was mich allerdings wundert, sind die offensichtlichen Kommunikationsprobleme. Dass Welser-Möst die Termine erst "aus dem gedruckten Programm" erfährt, klingt doch recht seltsam. Entweder hat es da schon länger gebrodelt oder da werden sehr relevante Leute nicht in wichtige Entscheidungen mit eingebunden. Letzteres wäre sehr unprofessionell.
Meine Zustimmung.
Dass Herr Welser-Möst erst anhand des Studiums des bereits fertigedruckten Festspiel-Programmes 2013 die Aufführungszeiten der Mozart-Oper "Cosi" erfahren hat, stimmt mich schon sehr nachdenklich.
Es sollte doch als selbstverständlich vorausgesetzt werden, dass derartige Details im vorab von der Festspielleitung mit dem Dirigenten abgeklärt wird.
Jedenfalls zeugt die Haltung von Herrn Welser-Möst
von Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme
gegenüber den Sängern und Sängerinnen.
Klingt so , als ob man meinen würde, ein Intendant samt seinem Festival oder Opernbetrieb ist ist lediglich der Auftragserfüller eines Welser-Möst und andere Musikalischer Leiter. Ich halte fest, Pereira ist der Künstlerische Gesamtleiter, der sich nicht nur Kaufmännisch sondern auch künstlerisch wohl was dabei gedacht hat. Und Herr Welster Möst soll mal nicht so den Sänger Papa machen. Denn wäre er das, dann sollte er sich auch an der Staatsoper um die Pflege der Stimmen nachhaltig kümmern. Auch hier gehen Karrieren zu Ende, weil falsch besetzt. Und natürlich kann man auch um 11 Uhr Cosí ansetzen. Die eine Sängerin die da aus psycho hygienischen Gründen um 3 aufsteht, wird es machen.
Aber, man sollte besser kommunizieren in Salzburg
Der Pilot ist in der Verantwortung von Menschenleben, und also beurteilt er alleinig die Situation des Hier und Jetzt.
Ist sich Welser-Möst über die Konsequenzen dieser Absage bewusst? Er ist GMD der Staatsoper Wien, bringt mit seiner Absage natürlich auch die Wiener Philharmoniker in Salzburg enorm unter Druck. Die müssen sich nun auch verhalten, im Fall das Pereira einen andere Dirigenten engagiert.
Wissen wir, ob die Sänger einverstanden sind mit einer Martinee von Cosí? Welser Möst kennt die Verträge mit den SängerInnen eher nicht, da er sie nicht gemacht hat, da er so wie diese von Pereira engagiert wurde.
Er ist angepisst wegen Mangel-Kommunikation. Versteh ich, ISt einer Frage von Respekt. Aber er reagiert kindisch.
Erst jetzt zu erkennen, wann die Vorstellungen stattfinden, ist für einen Profi recht seltsam.
Eigentlich zählen Termine an sich auch zu Bestandteilen eines Vertrags. Wie war der beschaffen, waren da wirklich keine Termine vermerkt?
Bei den ersten drei Vorstellungen liegt jeweils ein ganzer Tag dazwischen. Das ist international völlig normal bei Mozart-Opern. Es geht ja nicht um stundenlange Wagner-Epen.
Zwei Vorstellungen finden - gemäß Festival-Website - um 13 bzw 14 Uhr statt. Auch nichts Besonderes, das macht die Met ähnlich.
Mir ist auch unklar, inwiefern durch W-Ms Abgang die Situation für die Sänger verbessert wird, denn die Termine stehen ja fest...
... obwohl natürlich durch seinen Abgang tatsächlich etwas besser werden kann ...
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