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Bamako/Berlin - Der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) befürchtet, dass das westafrikanische Mali zum Rückzugsort für gewaltbereite Islamisten aus aller Welt werden könnte. "Mali wird zum Rückzugs- und Ausbildungsort für islamistische Kämpfer", sagte BND-Präsident Gerhard Schindler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut einer Vorausmeldung vom Samstag. Eine Region wie diese ziehe "junge Menschen an, die dort aus ideologischen Gründen hingehen, um sich im Terrorhandwerk ausbilden zu lassen, wie wir es im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan erleben".
Ende März hatten Soldaten die Regierung in Bamako gestürzt, woraufhin Tuareg-Rebellen und Islamisten binnen weniger Tage den Norden des Landes unter ihre Kontrolle brachten. Inzwischen herrschen dort allein die Islamisten. Nachbarländer und westliche Staaten hatten bereits die Befürchtung geäußert, dass Nordmali zu einem Rückzugsgebiet für Terroristen werden könnte. Die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS beschloss die Entsendung einer 3300 Mann starken Eingreiftruppe in das Krisenland. Die Europäische Union plant, eine militärische Ausbildungsmission zu stellen. (APA, 8.12.2012)
Mit Milliardenhilfe und UN-Truppen will die internationale Gemeinschaft in Mali für Stabilität und Frieden sorgen
Truppenkontingent soll bis Jahresende schrittweise von 3.850 auf 1.000 Soldaten reduziert werden
Der Maghreb-Experte Yahia Zoubir fordert einen nationalen Dialog der Versöhnung für Mali. Wahlen ohne die Zustimmung aller ethnischen Gruppen wären kontraproduktiv
Bis Juli soll das Kontingent von 4.000 auf 2.000 Mann reduziert werden
Französische Armee durchkämmt Tal bei Gao im Norden
Islamisten sprengen sich nahe Gao in die Luft
Trainiert werden vier Bataillone mit insgesamt 2.600 Mann
Präsident Deby: Sind nicht ausgebildet, um gegen Guerilla-Truppen zu kämpfen
Drei Soldaten verletzt
Islamistenführer Mokhtar Belmokhtar soll jedoch am Leben sein und sich in Gao aufhalten
63 malische Soldaten ums Leben gekommen
Bei Angriff auf Camp in Mali - Islamist gilt als Drahtzieher von Geiselnahme in Algerien - Vorerst keine Bestätigung aus Frankreich und Algerien
Sieben Menschen bei Gefechten getötet
Zum Teil über 800 Jahre alte afrikanische und arabische Manuskripte
UN-Generalsekretär fordert auch Kräfte zur Terrorbekämpfung
Frankreich will wie geplant im März mit dem Abzug seiner Truppen beginnen
Nun offenbar wieder Ruhe eingekehrt
Soldaten aus dem Tschad unter den Toten - Angeblich 65 Opfer aufseiten der Rebellen - USA schicken Drohnen und Soldaten in Nachbarland Niger
Bei Kämpfen Ende Februar getötet
Heftige Kämpfe in Gao - Autobomben nahe Tessalit
Übergriffe und Massaker laut MNLA-Vertreter in Nordmali an der Tagesordnung - Verantwortlich seien malische Soldaten und in die Armee integrierte Milizen
Präsident Hollande meldet Tod eines Fremdenlegionärs
Franzose war im November 2011 im Norden Malis verschleppt worden - Außenministerium überprüft Meldung
Man versucht, die mnla auf regierungsseite zu ziehen. Die kann man kaufen mit etwas autonomie und einigem geld. Die schmuggeln dann weiter Meschnen und Koks durch die Sahara aber geben sonst Ruhe (vorerst).
Ansar dine / aqmi und mujao hingegen werden bekämpft werden müssen.
Mali wirkte auf düstere, anarchistische Gestalten schon immer anziehend:
http://nadiafriza.files.wordpress.com/2010/09/t... mbuktu.jpg
werden Hoheit sich auch schon die Frage gestellt haben, die da weiter unten unter "quo_vadis_austria" formuliert ist: quo vadis austria, wenn erst im Schzngrm gefragt werden darf? Nur sollten wir fragen: Wärs da nicht besser, unter dem Stichwort "Frontverkürzung" den Schzngrm um die Bobo-Stammtische zu ziehen?
Und wo ist die Debatte um die Menschenrechte, die zugegebenermaßen von Europäern in Europa und Amerika formuliert worden waren? Die Debatte um die Anwendbarkeit in anderen Kulturen, anderen Denksystemen?
Kolonialismus, das Einmarschieren in fremden Ländern, um deren Leben zu regeln, Gesetze zu erlassen, um in Ruhe die Bodenschätze ausbeuten zu können mag ungerecht aussehen. Aber viel fieser ist es, denen zu sagen, ja es war ungerecht, dieser Kolonialismus, aber jetzt isses besser, weil wir euch sagen, was Gerechtigkeit ist und was ihr zu denken habt...
Kolonialmächte haben wenigstens die Eigenheiten akzeptiert, Respekt gezeigt...
"Kolonialmächte haben wenigstens die Eigenheiten akzeptiert, Respekt gezeigt..." - ist das Ihr Ernst?
http://commons.wikimedia.org/wiki/File... l_lord.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/File... mCongo.jpg
Aber wie Sie es oben ausdrücken, das sieht ja nur ungerecht aus. Absurd.
ad Bild 1) "Nur der Chauffeur ist aus Nigeria..." (Textzeile aus "Tango Corrupti")
Sänften gabs allerorten, wer sichs leisten konnte, benützte sie. Und mangels leistungsfähiger Autobahnen waren Trägerkarawanen damals üblich.
ad Bild 2) Solche Bilder können Sie in Saudi-Arabien nicht machen, da würde Sie die Obrigkeit wahrscheinlich wegen irgendeiner verpfuschten Operation verknacken, obwohl Sie garkein Arzt sind. Welche Kolonialmacht ist dort am Werk?
Genaugenommen sind Ihre Bilder der Nachweis, daß die Kolonialmächte, wenn sie Zugang zu den Rohstoffen hatten, sich mit den lokalen Machthabern und Traditionen arrangierten und sich dadurch genau nix änderte. So vermied man Aufstände...
Sagte ich ja.
Der Irrsinn in Belgisch-Kongo wird irgendwie besser, weil die Sauds heute eine klerikale Diktatur betreiben?
Die Leute in Togo waren sicher auch ganz heiß darauf, ihre deutschen "Herren" durch die Gegend zu tragen, klar - und vollkommen rechtlose Sklaven inkl. Prügelstrafen zu sein, die zusehen dürfen, wie die Eroberer sich das Land nehmen. Aber das war wohl, in Ihrer Weltsicht, auch nur ein Ausdruck des Respekts der "Herren".
Erinnert mich an Benedikt XVI. Der meinte bekanntlich, die heidnischen südamerikanischen Völker hätten ja insgeheim nur darauf gewartet von den christl. Europäern kolonisiert - also vertrieben, versklavt und ermordet - zu werden
was Sie da treiben: auf dem Benedikt herumhacken und selbst das Büßergewand tragen.
Ich mecht nur verweisen, daß es andernorts anders zugeht. Und das ist zu akzeptieren. Daß ich es aus meiner EUropäischen Sicht nicht gutheißen kann, was da anderswo geschieht? Eh klar, hier möcht ich schon andere Zustände haben, ja ich möchte sogar verhindern, daß hiezulande Toleranz am falschen Orte gepflogen wird. Aber weltweit vorschreiben, was gut und böse ist?
Die einzige Unterscheidung, wer mir wo lieber ist, sind meine Handelsbeziehungen. Die brauchen Ruhe. Und daran orientiere ich mich. Und weil mir die Saudis nicht passen heize ich mit Holz und hab jede Menge Solar am Dach. Und ned wegen der Umwelt, ned nur.
Zur Frage welche Kolonialmacht in Saudi-Arabien am Werk ist: Saudi-Arabien wird auch "die Jungfrau des roten Meeres" genannt. Die sogenannten Seevölker wurden einst laut einer Inschrift im Medinet Habu Tempel von Ramses III. zuletzt "unterworfen".
http://www.youtube.com/watch?v=yloauKLf1PE
http://www.abc.net.au/news/2012... se/4289590
ad Seevölker: irgendwie hat mich da eine Karte aus dem alten dtv-Atlas zur Weltgeschichte nicht losgelassen: die "Seevölker" waren sowas wie Mittelmeerpiraten, haben also mit Saudi-Arabien wenig zu tun. Na, hab ich nachg'schaut auf wiki: Bingo!
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