Finnin ist Favorit für Juncker-Nachfolge

8. Dezember 2012, 15:14
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Deutscher Finanzminister Schäuble hat geringe Chancen auf Juncker-Nachfolge

München/Helsinki/Den Haag - Der Nachfolger des aus Luxemburg stammenden Eurogruppen-Chefs Jean-Claude Juncker dürfte nach Einschätzung von Brüsseler Politikern erneut aus einem kleinen Mitgliedstaat kommen. "Finnland oder Holland wären denkbar", sagte der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut einem Vorausbericht vom Samstag.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Europaabgeordneten, Herbert Reul, sagte, eine Wahl des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) wäre "nicht klug", auch wenn er "eigentlich der Beste" sei.

Swoboda sieht Urpilainen vorne

Als aussichtsreichste Kandidatin für die Juncker-Nachfolge wird laut "Focus" die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen genannt. "Sie wird den Deutschen und all denen, die streng sind, gefallen", sagte Hannes Swoboda (SPÖ), Fraktionschef der Sozialdemokraten im Europaparlament. Allerdings dürfte sie wegen ihrer harten Verhandlungsposition bei den Empfängern von Hilfen auch auf Vorbehalte stoßen.

Nach Ansicht Swobodas spricht gegen den niederländischen Finanzminister Jeroen Dijsselbloem, dass er erst seit kurzem im Amt ist. Sein Regierungschef Mark Rutte gelte hingegen als geeignet. Der luxemburgische Ministerpräsident Juncker hatte Anfang Dezember angekündigt, das Amt des Eurogruppen-Chefs mit Jahreswechsel abzugeben. (APA, 8.12.2012)

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