Fünf Tote bei Anschlag vor Moschee in Nairobi

Drittes Attentat in kenianischer Hauptstadt innerhalb von drei Wochen

Nairobi - In der kenianischen Hauptstadt Nairobi haben Unbekannte einen Anschlag auf die Besucher einer Moschee verübt und fünf von ihnen getötet. Bei der Explosion vor dem Eingang des Gotteshauses seien am Freitagabend sechs weitere Menschen verletzt worden, sagte Nairobis Polizeichef, Moses Nyakwama, am Samstag. Nach dem Attentat ging die Polizei gegen die Proteste empörter Anrainer vor.

Der Anschlag im Stadtteil Eastleigh wurde den Angaben zufolge mit einer Granate verübt. Sie wurde auf die Gläubigen geschleudert, die nach dem Abendgebet die Moschee verließen. Es handelt sich um den dritten Anschlag in demselben Stadtteil innerhalb von drei Wochen. Am Mittwochabend hatte in Eastleigh ein an einer Straße explodierender Sprengsatz einen Menschen getötet und acht weitere verletzt. Im November waren bei einer Bombenexplosion in einem Bus in Eastleigh neun Menschen getötet worden.

Mehr Polizei

Die Polizei verstärkte nach dem Attentat ihre Präsenz in dem überwiegend von Somaliern bewohnten Stadtteil. Bereits nach den vorangegangenen Anschlägen war es zu Unruhen gekommen, weil kenianische Anrainer die Einwanderer aus Somalia für die Anschläge verantwortlich gemacht hatten.

Kenia und insbesondere die Hauptstadt Nairobi waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen mit Granaten oder Bomben, seit die kenianische Armee im Nachbarland Somalia gegen die islamistische Shabaab-Miliz kämpft. Diese drohte Kenia mehrfach mit Vergeltung, bekannte sich aber zu keinem der bisherigen Anschläge. (APA, 8.12.2012)

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