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Kairo/Washington - Ägyptischen Behörden sollen den mutmaßlichen Drahtzieher hinter dem Anschlag auf das US-Konsulat in Benghazi festgenommen haben. Dies sei bereits vergangene Woche geschehen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Bei dem Angriff in der ostlibyschen Stadt waren am 11. September vier US-Bürge, darunter der Botschafter Chris Stevens, getötet worden.
Der Verdächtige, 45-Jähriger namens Muhammad Jamal Abu Ahmad, soll demnach im Zuge des Sturze des ägyptischen Machthabers Hosni Mubarak aus dem Gefängnis entlassen worden sein. Er gelte als einer der gefährlichsten Extremisten in der Region, berichtet das Blatt. Bei seiner Festnahme hätten auch US-Geheimdienste geholfen. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte die Festnahme ohne weitere Details zu nenne.
Kommende Woche will das US-Außenministerium einen Bericht zu den Vorfällen in Benghazi veröffentlichen. Kurz danach soll auch Außenministerin Hillary Clinton dazu Stellung beziehen, wie die Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses im Repräsentantenhaus, Ileana Ros-Lehtinen, am Freitag mitteilte. Die US-Regierung hatte den Angriff lange Zeit nicht als Terroranschlag eingestuft und war von einem spontanen Protest ausgegangen, wofür sie heftig kritisiert worden war. (APA, 08.12.2012)
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