Geheimdienst: US-Militär tötete Top-Al-Kaida-Mitglied in Pakistan

9. Dezember 2012, 10:08
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Unterschlupf in Nord-Waziristan wurde beschossen - Mindestens drei Tote bei weiterem Drohnenangriff

Islamabad - Ein führender Al-Kaida-Kommandant ist nach Geheimdienstangaben bei einem US-Drohnenangriff im Norden Pakistans getötet worden. Abu Zaid al-Kuwaiti sei umgekommen, als die unbemannte Drohne am Donnerstag zwei Raketen auf ein mutmaßliches Extremisten-Versteck im Stammesgebiet Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan abfeuerte. Neben Al-Kuwaiti, der auch als Religionsgelehrter gewirkt haben soll, seien bei dem Angriff mindestens vier weitere Menschen gestorben, sagte ein Geheimdienstvertreter am Samstag.

Am Sonntag wurden bei einem weiteren Drohnenangriff in Nord-Waziristan mindestens drei mutmaßliche Aufständische getötet. Vier Raketen hätten eine Lehmhütte in der Nähe der Stadt Miranshah getroffen, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter. Einer der Toten soll der Kuwaiter Mohammad Ahmad al-Mansoor sein, ein persönlicher Helfer von Al-Kuwaiti.

Miranshah ist der Hauptort des halbautonomen Stammesgebiets von Nord-Waziristan in der schwer zugänglichen Bergregion entlang der afghanischen Grenze. Das Gebiet gilt als Rückzugsort der radikalislamischen Taliban und Extremisten des Terrornetzwerks Al-Kaida. Das Dorf Tabbi liegt in unmittelbarer Nähe der Grenze und gilt als Versteck des besonders radikalen Haqqani-Netzwerks, das für zahlreiche blutige Anschläge in Afghanistan verantwortlich gemacht wird.

Laut der Organisation Reprieve, die sich gegen die US-Drohnenangriffe in Pakistan einsetzt, wurden bei solchen Angriffen zwischen Juni 2004 und September 2012 bis zu rund 3.300 Menschen getötet. Darunter seien bis zu 880 Zivilisten gewesen. Die Angriffe sorgen vor allem in der pakistanischen Bevölkerung aufgrund der zahlreichen zivilen Toten regelmäßig für Proteste und werden von der Regierung in Islamabad als Verletzung ihrer Souveränität kritisiert. (APA, 09.12.2012)

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