Lukaschenko zwingt Weißrussen zur Arbeit

    7. Dezember 2012, 22:12
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    Abwanderung nach Russland soll verhindert werden - Kritiker sprechen von "Leibeigenschaft"

    Minsk - Der autoritär regierende weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat Tausenden Arbeitern unter Androhung von drakonischen Geldstrafen verboten, ihre Arbeitsplätze aufzugeben. Lukaschenko unterzeichnete am Freitag einen entsprechenden Erlass.

    Mit diesem will er verhindern, dass noch mehr Arbeiter nach Russland abwandern, wo die Löhne höher sind als in Weißrussland. Konkret betrifft das Dekret rund 13.000 Angestellte in der staatlich kontrollierten Holz verarbeitenden Industrie und etwa 3.000 Bauarbeiter, die an der Modernisierung der Sägewerke arbeiten.

    Durch eine Klausel in ihren neuen Arbeitsverträgen sollen sie verpflichtet werden, alle Gehälter seit Unterzeichnung des Vertrags zurückzuzahlen, sollten sie kündigen.

    Um das Geld einzutreiben, sollen die Behörden die Strafe vom Gehalt abziehen, wenn ein Arbeiter eine neue Stelle annimmt. Hat er keinen neuen Job, muss er wieder in sein altes Werk zurückkehren und trotzdem die Strafe zahlen.

    Kritiker warfen Lukaschenko vor, die Leibeigenschaft wieder einführen zu wollen, nachdem er den Schritt bereits vergangene Woche beim Besuch eines Sägewerks angekündigt hatte. (APA, 07.12.2012)

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