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Magnetfeld- und Temperaturkarte der Oberfläche des Sternes V410 Tauri.
Potsdam - Das Wort "Sternfleck" mag nicht jeder gleich parat haben, aber seine Bedeutung ist unschwer zu erraten: Es handelt sich um die Entsprechung eines Sonnenflecks - nur eben auf einem anderen Stern als unserer Sonne. Erstmals ist es nun Astronomen gelungen, das Magnetfeld eines solchen Sternflecks zu messen, wie das Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam berichtet.
Bei dem Stern handelt es sich um den nur wengie Millionen Jahre alten, sonnenähnlichen V410 Tauri, der mit dem Spektropolarimeter Espadons am 3,6-Meter Spiegel des Canada-France-Hawaii Teleskop am Mauna Kea beobachtet wurde. Seine Untersuchung erbrachte den Nachweis, dass Sternflecken - wie auch Sonnenflecken - Orte besonders hoher Magnetfelddichte sind: Das Feld erreicht lokal eine etwa fünfzig- bis hundertfach größere Stärke als auf der restlichen Oberfläche des Sterns.
Magnetfelder beeinflussen die Strahlungscharakteristik von Sternen durch Polarisation von Licht: Die elektromagnetischen Wellen werden in ihrer Schwingungsrichtung beeinflusst, dies wiederum prägt das Spektrum des Sterns. Aus seinem charakteristischen "Fingerabdruck" im Spektrum kann mittels hochauflösender Spektroskopie im polarisierten Licht auf die Geometrie des lokalen Magnetfeldes an der Sternoberfläche zurückgeschlossen werden.
Nach V410 Tauri wollen die Astronomen auch die Oberflächen-Magnetfelder von weiteren sonnenähnlichen Sternen bestimmen. Dies ist insbesondere interessant für Sterne mit Planetensystemen, denn das Magnetfeld eines Sterns ist ein wichtiger Faktor in der Frage, ob die den Stern umkreisenden Planeten lebensfreundlich sind. (red, derStandard.at, 8. 12. 2012)
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