Parlamentsumbau: Kontrolle durch Transparency International läuft

7. Dezember 2012, 15:27
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Lob für Prammer durch Beiratspräsident Fiedler

Wien - Die geplante Gesamtsanierung des Parlaments in Wien wird nicht nur vom Rechnungshof geprüft, sondern seit vier Monaten in Kooperation mit der Österreich-Abteilung von Transparency International (TI) von einer Anwaltskanzlei begleitend kontrolliert. Am Freitag erhielt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) beim TI-Jahrestreffen im Palais Epstein dafür von Beiratspräsident Franz Fiedler Lob und Aufmunterung.

Rund 300 Millionen Euro soll das Sanierungsprojekt netto kosten. Um all jenen entgegenzutreten, die bereits den "nächsten Skylink" herandräuen sehen, habe sie auf die Intensivierung von Transparenz und Kontrolle gesetzt, so Prammer. Man sei daher die Verpflichtung eingegangen, einen von TI ausgesuchten "Monitor" ins Haus zu lassen. Das Projekt sei nun zu ihrer hohen Zufriedenheit angelaufen.

Der frühere Rechnungshof-Präsident Fiedler betonte, dass er Prammer nicht um ihre Aufgabe beneide. "Die Verantwortung, die auf Ihren Schultern lastet, ist keine geringe", er sei für ein gedeihliches Ende aber zuversichtlich.

Orlin Radinsky von der für das Monitoring zuständigen Kanzlei Brauneis Klauser Prändl hob die Einbindung in sämtliche Vergabeverfahren hervor. "Es gibt keinen Hinweis, dass die Prinzipien der Korruptionsfreiheit nicht eingehalten würden", sagte er. Es handle sich um eine Premiere, die gut angelaufen sei und sich zum Vorbild für spätere öffentliche Bauprojekte entwickeln könnte.(APA, 7.12.2012)

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