Modeförderung: Unit F stellt Tätigkeit ein

  • Das Unit-F-Team, Andreas Oberkanins und Ulrike Tschabitzer-Handler (im Bild mit Ministerin Schmied und Kulturstadtrat Mailath-Pokorny),  hört auf.
    foto: pid/ismail gökmen

    Das Unit-F-Team, Andreas Oberkanins und Ulrike Tschabitzer-Handler (im Bild mit Ministerin Schmied und Kulturstadtrat Mailath-Pokorny),  hört auf.

Ulrike Tschabitzer-Handler und Andreas Oberkanins wollen neue Wege beschreiten

Wien  - "Unit F - büro für Mode" stellt nach zwölf Jahren Pionierarbeit auf dem Gebiet der heimischen Modeförderung seine Tätigkeit ein, gaben die beiden Initiatoren Ulrike Tschabitzer-Handler und Andreas Oberkanins in einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. "Wir haben zwei Generationen Modedesigner begleitet", jetzt sollen neue Ideen ran. Diese wollen Kulturministerin Claudia Schmied und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokornyüber eine Ausschreibung finden.

Seit der Gründung von Unit F im Jahr 2000 wurden 181 Projekte von 71 Modelabels durch 76 internationale Jurymitglieder gefördert, elf verschiedene Preise vergeben, zahlreiche Messeteilnahmen, Publikationen, Pop-Up-Stores und vieles mehr gefördert und vernetzt. Insgesamt wurden mehr als vier Millionen Euro öffentliche Förderung von Bund und Stadt vergeben und durch Unit F um zusätzliche 5,65 Millionen Euro von privaten Partnern aufgestockt.

Würdigung durch Schmied und Mailath-Pokorny

Schmied sprache Tschabitzer-Handler und Oberkanins ihren Dank aus, Mailath-Pokorny würdigte die "große Erfolgsgeschichte" der besonderen Art von Förderung, bei der Stadt und Bund ihre Mittel bei einer externen Stelle zusammenfließen und von dort weitervergeben lassen.

Ab 2014 soll daher ein ähnliches Modell folgen. Durch rechtzeitige Ausschreibung - wahrscheinlich von Februar bis Mai 2013 - und die weitere Zusammenarbeit mit Unit F im kommenden Jahr, soll es "keine Lücken" geben, die neuen Partner sollen zur Jahresmitte 2013 vorgestellt werden. Die Budgets für die Modeförderung sollen gleich bleiben:  Das Kulturministerium stellt jährlich rund 400.000 Euro zur Verfügung, die Stadt Wien 146.000 Euro. (APA, derStandard.at, 7.12.2012)

>> Kommentar von Stephan Hilpold: Hut ab

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