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Nyon - Die Entscheidung der UEFA für eine quer über den Kontinent verteilte Europameisterschaft 2020 hat viele positive Reaktionen hervorgerufen. In Belgien etwa sieht man nach der gescheiterten gemeinsamen Bewerbung mit den Niederlanden für die Ausrichtung der WM 2018 eine realistische Möglichkeit, um ein großes Event nach Brüssel zu holen. Laut Verbandspräsident Steven Martens sei Brüssel als "Hauptstadt Europas" ganz besonders geeignet.
Auch in den Niederlanden stieß das Vorhaben auf Interesse. "Wir sind dafür, dass auch kleinere Länder bei so einer Veranstaltung berücksichtigt werden", sagte ein Sprecher des Königlichen Niederländischen Verbandes (KNVB). Der KNVB plant, sich mit der AmsterdamArena und einem neuen Stadion in Rotterdam zu bewerben.
In Deutschland sieht der Berliner Fußball-Verband die Haupstadt des Landes als besten Kandidaten für einen der Spielorte. Doch auch in anderen Städten hat man Geschmack an der Ausrichtung von voraussichtlich mindestens drei Spielen bekommen. Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) hat die Hansestadt ins Gespräch gebracht. "Hamburg sollte dabei sein und sich deshalb bewerben. Hamburg ist in der Lage, so eine Aufgabe hervorragend zu bewerkstelligen", sagte HFV-Präsident Dirk Fischer. Die Hamburger Arena hat Platz für 52.000 Fans. Zuvor hatte sich Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge für München als Spielort ausgesprochen.
Die UEFA setzt auf einen Mix aus Ländern mit und ohne Erfahrung als EM-Ausrichter. England hat mit Wembley seinen Hut für Semifinale und Finale schon in den Ring geworfen. "Ich denke, die UEFA hat uns auf dem Zettel, aber die Konkurrenz wird groß sein", sagte der Vorsitzende des Fußball-Verbandes (FA), David Bernstein. Auch Schottland (Hampden Park/Glasgow), Wales (Millennium Stadium/Cardiff) und Irland (Aviva Stadium/Dublin) wollen punkten. Im Land des Welt- und Europameisters Spanien läuft alles auf einen Showdown zwischen Madrid und Barcelona hinaus.
Über die Anzahl der an der EM 2020 beteiligten Länder und Städte wird die UEFA-Exekutive im Jänner oder März entscheiden. "Im Moment haben wir ein weißes Blatt Papier. Noch ist alles offen", sagte UEFA-Präsident Michel Platini am Freitag in Nyon. Es gehe es bei der Auswahl der Austragungsorte jedoch auch um "politische und geographische Entscheidungen". Der Franzose zeigte sich erfreut, dass seine Idee von einem Turnier in mehr als zwei Ländern von den Gremien so schnell angenommen wurde. "Es ist vielleicht eine verrückte Idee, aber eine gute."
Für ihn ist derzeit nur klar, dass die Anhänger am meisten vom neuen Format profitieren werden. "Wir bringen die Euro zu den Fans. Bisher mussten sie zur Euro kommen, jetzt kommen wir zu ihnen", sagte der Ex-Europameister. Der UEFA-Wettbewerbskommission wird es in den kommenden Wochen und Monaten vorbehalten sein, die schwierige Detailarbeit für Platinis Mammutvorhaben umzusetzen.
Danach wird die Exekutive das genaue Turnierformat und den exakten Bewerbungsprozess für das vorerst einmalige Vorhaben verabschieden: Bis zum Frühjahr 2013 sollen die Rahmenbedingungen und Kriterien für den Bewerbungsprozess vorliegen, danach haben alle 53 Mitgliedsverbände die Chance, sich für die große Fußballparty zum 60. Jubiläum zu bewerben. Der anschließende Bewerbungsprozess soll zwölf Monate dauern.
Die Gründe für das Abweichen vom bisherigen Format mit maximal zwei Ausrichtern liegen für Platini auf der Hand. "Es ist schwer ein Land zu finden, das es sich leisten kann, acht bis zehn neue Stadien und neue Flughäfen zu bauen", sagte er mit Blick auf die Wirtschaftskrise in Europa. Die Kritik, dem Turnier ginge damit sein besonderer Charme verloren, wies er zurück. Auch die Reiseprobleme der Fans seien kein Hinderungsgrund.
"Wir werden wir alles tun, um ihnen zu helfen." So wird ein Team kaum das erste Vorrundenspiel in Lissabon, das zweite in Astana und das dritte in London austragen. Die Finalphase mit den beiden Semifinali und dem Endspiel an einem Ort würde aber ein besonderes Flair geben und eine spezielle Atmosphäre schaffen." Die Entscheidung darüber hat aber die Exekutive. (APA/sid/red - 7.12. 2012)
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..hätte wien ein brauchbares stadion könnte es sich auch bewerben - aber so...
zeit, sich der diskussion eines gemeinsamen stadions für austria und rapid zu widmen.
st. hanappi stürzt bald zusammen und die generali "arena" als solche zu bezeichnen ist hohn genug.
warum nicht ein gemeinsames stadion bauen? das geht in anderen ländern, also auch bei uns!
Definitiv geht dabei das Flair eines Turniers verloren. Aber das ist ja denen von der Uefa wurscht. Entscheidend sind die Fernsehrechte und Lizenzen. So gesehen könnte man auch weiss ich wo spielen. Bei der Mehrstädte-Variante hat man noch den Vorteil, dass dann in fast ganz Europa nurmehr das Gschloderbier (EM in Ö CH, Name vergessen) gesoffen werden darf. Und wehe ein einheimischer Wirt erfrecht sich was eigenes zu verkaufen. Der wird durch Klagen dann ruiniert.
Entschuldigung - aber solche Aussagen zeugen schon sehr von der absoluten Abgehobenheit und Arroganz der internationalen Sportverbände ...
P. setzt hiermit voraus, dass für eine EM "natürlich" nur neu gebaute Stadien in Frage kämen - das mit dem Flughafen (gibt es ja in Europa so wenige) setzt dem Ganzen noch die Krone auf ...
eins ist sicher, EM Stimmung wird keine Aufkommen.
Man erinnere sich an die EM in England
weil die Völker Europas sich nicht mit Europa identifizieren, sondern immer noch, wie im 19 Jahrhundert mit ihren Nationalstaaten.
Dazu beigetragen haben Europas Bürokraten und ihre Apparatschiks wie Platini
interessant werden u.a. auch die ticketpreise sein.
könnten sich dann durch die kräfte des neu geschaffenen freien emticket-marktes in der gegend eines mittelklassewagens aufhalten... und werden in einem objektiven verfahren (nach vorlage eines strafregisterauszugs, erfolgreich bestandener musterung in nyon und abgabe eines geschenkekorbes von lidl-deluxe) verlost.
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