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Junge Eltern können im Büro ganz schön nerven, sie glauben ja, dass jeder Quiks und Quaks der neuen Erdenbürger für alle in jedem Moment unheimlich interessant ist, schreibt der Economist und warnt: Für die Geldbörsen der Nichteltern könnte es aber noch dramatischer kommen als die manchmal aufgedrängte Babyidylle.
Einer Studie im Administrative Science Quarterly zufolge passiert Interessantes, wenn männliche Chefs Nachwuchs kriegen: Sie erhöhen sich ihr Gehalt um durchschnittlich 3,5 Prozent bei einem Mädchen, um 6,4 Prozent bei einem Buben.
Forscher in Dänemark kamen zu diesen Ergebnissen, nachdem sie zehn Jahre lang (1996 bis 2006) die Gehaltsentwicklung in allen dänischen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern untersuchten.
Chefs genehmigen sich das Gehaltsplus demzufolge ungeachtet der wirtschaftlichen Umstände und Entwicklungen ihrer Unternehmen. Einer der Studienautoren, David Ross (Columbia Business School), erklärt das mit dem Gefühl der Männer, nun mehr "Beute" nach Hause bringen zu müssen.
Interessanterweise ist das allerdings keine gute Nachricht für die Teams der Chefs. Denn ihr Mehr bedeutet Weniger für die "Untergebenen": Am schlechtesten dran sind die männlichen Mitarbeiter, die bei der Geburt eines Sohnes ihres Chefs rund 0,5 Prozent Gehaltseinbuße erleben. Der weiblichen Belegschaft geht es besser. nach dem ersten Kind des männlichen Chefs steigt ihr Gehalt.
David Ross erklärt das damit, dass die Chefs erlebt hätten, was es heißt, Mutter zu werden und zu sein, und deshalb mehr Respekt für Frauen aufbringen und zeigen. Schön. Bloß gibt es hier einen Haken: Dieser Effekt lässt sich nur beim ersten Kind beobachten, ab jedem weiteren Nachwuchs erleiden die weiblichen Mitarbeiter nämlich dasselbe Gagen-Schicksal wie ihre männlichen Kollegen. (kbau, DER STANDARD, 7./8./9.12.2012)
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