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Gibt es Spezialitäten im Gasthaus Pöschl, bedient ziemlich sicher Andrea Karrer den Kochlöffel.
Das Gasthaus Pöschl in der Weihburggasse wird seinem früheren Namen "Immervoll" unverändert gerecht - ohne Reservierung geht in dem kleinen Schankraum gar nichts. Das liegt an der guten Lage, am atmosphärisch dichten Ambiente - aber auch an der Küche, die neben allerhand ordentlich exekutierten Standards stets auch ein paar echte Großartigkeiten zu bieten hat.
Für die ist dann meist Andrea Karrer zuständig, Hanno Pöschls Ehefrau, fantastische Köchin und Kochbuchautorin. Wenn sie etwa ihr Bruckfleisch auf die täglich frisch geschriebene Karte stellt, ist meist Christian Petz einer der ersten Gäste. Wer es kosten durfte, weiß, warum: so dicht und doch zart, so wunderbar rund abgeschmeckt, dass die Konsistenzen und Aromen von Lunge, Leber, Bries und Co wie Solitäre aus der sämigen Sauce ragen.
Auch sonst beugen die Wirte sich auf ebenso verständige wie berührende Weise über fast vergessene Traditionen, vom allfreitäglichen süßen Mittagsteller (herrlicher Reisauflauf, gemeingefährlich gute Buchteln mit Kanarimilch etc.) über das unter der Haut gefüllte Brathendl, das immer Samstag und Sonntag auf der Karte steht, bis zum Kalbsbries des Bankiers, das nach piemontesischer Manier als Ragout aufgetragen wird. (Severin Corti, DER STANDARD, 7.12.2012)
Gasthaus Pöschl, Weihburggasse 17, 1010 Wien, Tel.: 01/513 52 88, Küche tgl. 12-22.45 Uhr
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"...dass die Konsistenzen und Aromen von Lunge, Leber, Bries und Co wie Solitäre aus der sämigen Sauce ragen"
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Die Innereien sind etwa in Italien ebenso beliebt wie bei uns; die Kanarimilch ist einer Vanillesauce net so unähnlich - und die wird in Deutschland bekanntlich über fast alles Süße (inkl. Apfelstrudel....) gekippt und der Reisauflauf kommt sowieso von unseren deutschen Nachbarn
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