Maze gewinnt St. Moritz-Kombi vor Hosp, Zettel

Slowenische Weltcup-Führende bestätigte ihre derzeitigen Lauf erneut

St. Moritz - Tina Maze gewann am Freitag in überlegener Manier die alpine Super-Kombination in St. Moritz. Die Gesamt-Weltcup-Spitzenreiterin aus Slowenien setzte sich nach Super G und Slalom in 2:01,76 Minuten deutlich vor den Österreicherinnen  Nicole Hosp (+0,88) und Kathrin Zettel (1,08) durch. Anna Fenninger (7.), Michaela Kirchgasser (9.) und Elisabeth Görgl (10.) komplettierten das gute ÖSV-Ergebnis mit fünf Läuferinnen in den Top Ten.

Für Maze war es nach den Riesentorlauf-Erfolgen in Sölden und Aspen bereits der dritte Saisonsieg, der insgesamt 14. ihrer Karriere und zweite in der Super-Kombination. In der Weltcup-Gesamtwertung liegt sie nun 128 Punkte vor der Deutschen Maria Höfl-Riesch, die am Freitag Platz vier belegte. Titelverteidiger Lindsey Vonn aus den USA, die zuletzt alle drei Speed-Rennen in Lake Louise gewonnen hatte, schied im Slalom aus und fiel hinter Zettel auf Rang vier zurück. 

Simplizität siegt

"Ich bin heuer so stark, weil ich im Sommer so viel trainiert habe, das gibt mir Sicherheit. Jetzt muss ich nur Ski fahren", lautete die simple Erklärung von Maze für ihre aktuelle Stärke, die sie nun auch am Samstag im Spezial-Super-G und am Sonntag im Riesentorlauf voll ausspielen will, um ihrem großen Ziel wieder näher zu kommen: der großen Kristallkugel.

Hosp erwies sich dagegen einmal mehr als Spezialistin für St. Moritz, wo sie bereits in der abgelaufenen Saison Ende Jänner in den beiden Super-Kombinationen als Dritte jeweils auf dem Podest gelandet war. "Hier hat vor knapp zehn Jahren meine große Karriere mit zwei WM-Medaillen begonnen - da kommt man immer gerne her. Bei all den positiven Erinnerungen klappt's dann leichter", erklärte die 29-jährige Tirolerin.

Zettel wird den Samstag auslassen und sich nun voll auf den Riesentorlauf am Sonntag konzentrieren, um die Siegesserie von Maze zu stoppen. "Der Super-G (Rang neun, Anm.) heute war zwar ganz okay, aber die letzte Konsequenz hat gefehlt", meinte die Niederösterreicherin, die mit ihrem Slalom-Sieg in Aspen für den bisher einzigen ÖSV-Erfolg in der WM-Saison gesorgt hat.

Fenninger wusste, dass sie ihre Podestchance mit Platz sechs im Super-G verspielt hatte. "Der Super-G war nicht das, was ich wirklich kann. Aber St. Moritz ist mir bisher nicht gelegen, das ist mein bestes Ergebnis", tröstete sich die Weltmeisterin aus Salzburg, die nun am Samstag den Sprung aufs Podium schaffen will.

Kirchgasser verbesserte sich mit der drittbesten Slalom-Zeit noch von Rang 28 auf Platz neun, während  Görgl, die nach Knieoperationen das Sommer-Training in Neuseeland versäumt hatte, mit Rang zehn bewies, dass sie sich auf dem Weg zurück an die Spitze befindet.  (APA/red - 7.12.2012)

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