Österreichische Nano-Satelliten starten erst 2013 ins All

"TUGSAT 1" und "UniBRITE" sollten eigentlich am 12. Dezember mit indischer Rakete hochgebracht werden

Graz/Wien - Der Starttermin der ersten beiden österreichischen Kleinsatelliten "TUGSAT 1" und "UniBRITE" ist neuerlich verschoben worden. Statt wie angekündigt am 12. Dezember dieses Jahres wird die indische Trägerrakete, deren Hauptlast ein indischer Fernerkundungs-Satellit ist, erst Ende Jänner oder Anfang Februar 2013 starten. Dies teilte der österreichische Projektverantwortliche Otto Koudelka von der Technischen Universität (TU) Graz mit.

"TUGSAT 1 ist startklar", betonte Koudelka. Trotzdem wird der kleine Satellit gemeinsam mit dem baugleichen Kleinsatelliten "UniBRITE" erst im nächsten Jahr den Weg ins All antreten. Die abermalige Terminverschiebung - ursprünglich war der Start der Mission mit den Autro-Satelliten an Bord bereits für Herbst 2011 geplant - führt der österreichische Projektverantwortliche auf eine Verzögerung im Zusammenhang mit der Hauptnutzlast der Trägerrakete, dem indisch-französischen Fernerkundungssatelliten SARAL, zurück. "Das von der indischen Weltraumbehörde genannte aktuelle Startfenster ist Ende Jänner/Anfang Februar 2013", so Koudelka. Die Rakete soll vom südindischen Satish Dhawan Space Centre ins All befördert werden.

Die beiden österreichischen Satelliten sind Teil der internationalen Mission BRITE ("BRIght-star Target Explorer"). Diese will mit insgesamt sechs kleinen Satelliten im Orbit Daten über Helligkeitsschwankungen von sehr hellen und massenreichen Sternen sammeln. Beteiligt sind je zwei Satelliten aus Österreich, Polen und Kanada. Forscher erhoffen sich von der Mission Verbesserungen der Theorien über den Ursprung und Aufbau von Sternen und wollen damit einen weiteren Schritt zur Lösung des Rätsels um die Entstehung des Universums tun. (APA/red, derStandard.at, 7. 12. 2012)

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