Fall Kührer: Verdächtiger in Justizanstalt Korneuburg überstellt

Der Verdächtige leugnet weiter mit Tod des Mädchens zu tun zu haben

Korneuburg/Wien - Der im Fall Julia Kührer beschuldigte 51-Jährige ist laut Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, am Freitagvormittag in die Justizanstalt überstellt worden. Die Einvernahme des Verdächtigen durch den Haftrichter sollte noch im Laufe des Tages stattfinden.

Antrag auf U-Haft

Seitens der Anklagebehörde wird es einen Antrag auf Verhängung der U-Haft geben. Eine Entscheidung darüber muss binnen 48 Stunden ab Einlieferung, also bis spätestens Sonntagvormittag, fallen.

Dringender Tatverdacht

Bei den Einvernahmen im Bundeskriminalamt (BK) hatte der Mittwochabend neuerlich festgenommene 51-Jährige unverändert geleugnet, etwas mit dem Tod von Julia Kührer zu tun zu haben. Der Mann stehe unter dringendem Tatverdacht, betonten BK-Ermittlungsleiter Ernst Geiger und Niederösterreichs Landespolizeidirektor Franz Prucher am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Mit einer in einer aufwendigen Analyse sichergestellten DNA-Spur auf einer Decke, in die Julia Kührers Leiche eingewickelt war, gebe es einen ersten Sachbeweis. "15 von 16 Merkmalspuren stimmten mit dem Profil des Verdächtigen überein", so Geiger.

Festnahme bereits im Juni 2011

Der Verdächtige war bereits nach der Auffindung des Skelettes der fünf Jahre vermisst gewesenen Juli Kührer aus Pulkau im Weinviertel Ende Juni 2011 festgenommen worden. Die sterblichen Überreste des Mädchens waren in einem Erdkeller auf seinem Grundstück im nahen Dietmannsdorf entdeckt worden. Aufgrund der damaligen Beweislage wurde der Verdächtige jedoch nach 48 Stunden vom Haftrichter entlassen, zumal keine Verbindung zwischen ihm und dem Opfer nachgewiesen werden konnte.

 

Die Verantwortung des Beschuldigten lautete, ein Fremdtäter habe die Leiche in dem Erdkeller abgelegt. Seitens der Staatsanwaltschaft Korneuburg hieß es in der Folge, der Mann bleibe verdächtig. (APA, 7.12.2012)

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