Dax schließt im Minus

7. Dezember 2012, 17:55
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Frankfurt - Angesichts gemischter Signale von der US-Wirtschaft haben die Anleger an den europäischen Börsen zum Wochenschluss auf die Bremse getreten. Zwar wurden in der weltgrößten Volkswirtschaft deutlich mehr Stellen im November geschaffen als erwartet, aber die Stimmung unter den US-Konsumenten brach zum wichtigen Weihnachtsgeschäft ein. Auch der US-Haushaltsstreit war für die Anleger nicht vom Tisch: Nach Angaben des republikanischen Präsidenten des Repräsentantenhauses, John Boehner, haben die jüngsten Gespräche mit Präsident Barack Obama keinen Fortschritt gebracht.

Da auch aus Deutschland maue Anzeichen für die Entwicklung der Konjunktur kamen, schloss der Dax am Freitag 0,2 Prozent schwächer bei 7517,80 Zählern. Auf Wochensicht kommt der deutsche Leitindex trotzdem auf ein Plus von 1,5 Prozent. Auch der EuroStoxx50 beendete den Tag mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 2599 Punkten. Die US-Börsen tendierten uneinheitlich.

In Deutschland können Anleger 2013 nur mit einem Mini-Wachstum der Wirtschaft rechnen. Die Bundesbank kürzte ihre Wachstumsprognose auf 0,4 von 1,6 Prozent. Auch die Industriedaten aus Deutschland sorgten für lange Gesichter. So drosselten die deutschen Unternehmen ihre Produktion im Oktober so stark wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr und stellten 2,6 Prozent weniger her als im Vormonat.

Deutsche Telekom unter größten Verlierern

Zu den größten Verlierern im Dax gehörten Deutsche Telekom mit einem Kursminus von 1,9 Prozent auf 8,41 Euro. Die Kürzung der Dividende sei zwar erwartet worden, sagte ein Händler. Der Bonner Konzern habe die Ausschüttung aber stärker gekappt als gedacht. Die Telekom will in den kommenden Jahren nur noch eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie zahlen, nach 0,70 Euro für 2011.

Ins Plus drehten die Anteilsscheine von BMW und stiegen um 0,6 Prozent. Der Autobauer will trotz der Krise auch im kommenden Jahr ein Gewinnplus erreichen.

An der Spitze des MDax standen Wincor Nixdorf mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent. Die endgültigen Gesamtjahreszahlen des Geldautomaten-Herstellers deckten sich mit den im November veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen, schrieb Analyst Torben Teichler vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser. Positiv hervorzuheben sei aber der starke Cashflow von 29 Millionen Euro, der sich im Geschäftsjahr 2012/2013 voraussichtlich noch weiter verbessern werde. (APA, 7.12.2012)

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