SpaceX: Siedler für den Mars gesucht

7. Dezember 2012, 09:38
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Ein privater Flug zum Mars soll 500.000 US-Dollar kosten, zumindest nach dem Plan des Milliardärs Elon Musk

Elon Musk hat mit seinen 41 Jahren schon viele Ideen ausgetüftelt - und erfolgreich umgesetzt: Der gebürtige Südafrikaner half, den Online-Bezahldienst Paypal auf die Beine zu stellen. Er gründete den Elektroauto-Hersteller Tesla Motors. Nebenbei revolutionierte er das Geschäft mit privat erzeugter Sonnenenergie. Im Mai schickte sein Raumfahrtunternehmen SpaceX den ersten privaten Raumtransporter ins All.

Erster Marsmensch in 15 Jahren

Doch was der Milliardär als nächstes vor hat, klingt im Jahr der Curiosity-Marslandung wie ein abgehobener Traum: Musk will in zwölf bis 15 Jahren die ersten Menschen auf den roten Planeten bringen und diesen besiedeln. Geht es nach seinen Plänen, sollen 80.000 Siedler es sich dort einst so gut wie möglich gemütlich machen.

Doch abgesehen von der Frage, ob es auf dem Mars lebenswert ist, muss das Ganze finanziert werden. Musk, der in den USA Physik studiert hat, geht von Kosten von 36 Milliarden Dollar aus. Zunächst würde eine kleine Gruppe von zehn Marsonauten Pionierarbeit leisten. Sie stellen mit Maschinen aus den vorhandenen Stoffen Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser Dünger, Methan und Sauerstoff her. Aus mitgebrachtem Baumaterial sollen durchsichtige Kuppeln errichtet werden. Ist die Grundlage geschaffen, könnten die Massen folgen.

Schnäppchen-Ticket

Auch über die weitere Finanzierung hat der geschiedene Vater von fünf Kindern schon nachgedacht. 500.000 Dollar (rund 380.000 Euro) soll das Ticket für die im günstigsten Fall 56 Millionen Kilometer entfernte Strecke kosten. Einfach. Vorausgesetzt, der Transport läuft mit voll wiederverwendbaren Raketen. Gedacht ist an Weiterentwicklungen der Falcon-9-Rakete, die schon den ersten kommerziellen Frachttransporter zur Internationalen Raumstation ISS gebracht haben.

Andere Raumfahrtexperten halten Musks Idee für "dummes Gelaber". Dass ihm aber doch einiges zugetraut wird, zeigt die Tatsache, dass ihn das Forbes-Magazin heuer auf Rang 66 der "most powerful people" listete". (kat/DER STANDARD, 7.12.2012) 

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    SpaceX-Gründer Elon Musk plant in der nächsten Dekade eine riesige Marskolonie.

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