Brustkrebs: Langzeitbehandlung mit Tamoxifen ist besser

7. Dezember 2012, 09:01
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Jedoch mehr Embolien und Endometriumkarzinome

San Antonio/London - Eine zehn Jahre dauernde antihormonelle Behandlung von Frauen mit östrogenrezeptor-postitivem Brustkrebs ist wesentlich effizienter als eine kürzere Therapie. Das ist das Ergebnis der sogenannten Atlas-Studie, die jetzt beim US-Brustkrebssymposium in San Antonio (US-Staat Texas) präsentiert und im "Lancet" publiziert wurde.

Es ist schon länger bekannt, dass die antihormonelle Substanz Tamoxifen Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs vor einem Wiederauftreten der Erkrankung schützt und ihre Lebenserwartung erhöht werden kann. Bis vor kurzem ging man von fünf Jahren Therapie aus. In der Langzeitstudie untersuchten Christina Davis (University Oxford/Großbritannien) und die zahlreichen Co-Autoren den Effekt einer zehn Jahre dauernden Therapie.

Signifikantes Ergebnis

Die Ergebnisse sprechen für eine längere antihormonelle Behandlung: Unter 3.428 Patientinnen mit zehn Jahren Behandlung kam es zu 617 Rückfällen, in der Gruppe von 3.418 Frauen, die nach fünf Jahren mit der Einnahme von Tamoxifen aufhörten, hingegen zu 711 solcher Komplikationen. Auch bei der Krebsmortalität (331 versus 397 Todesfälle) und bei der gesamten Sterblichkeit (aus allen Ursachen; 639 versus 722 Todesfälle) zeigte sich ein signifikanter Unterschied.

Allerdings traten unter den Patientinnen mit der Langzeitbehandlung mehr Embolien und mehr Fälle von Endometriumkarzinomen auf. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Langzeittherapie im zweiten Jahrzehnt nach der Diagnose der Erkrankung die Krebssterblichkeit in etwa halbiert. Mittlerweile wird Tamoxifen in der unterstützenden Behandlung von Östrogenrezeptor positiven Mammakarzinom-Erkrankungen zunehmend durch andere Substanzen (z.B. sogenannte Aromatasehemmer) ersetzt, welche die körpereigenen Hormonproduktion unterdrücken. (APA, 7.12.2012)

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