McAfee mit Verdacht auf Herzinfarkt in Spital eingeliefert

  • Die Reporter versammeln sich zahlreich im Krankenhaus
    foto: twitter.com/mattgutmanabc

    Die Reporter versammeln sich zahlreich im Krankenhaus

Nach wenigen Stunden wurde er wieder ins Aufnahmezentrum gebracht

Am Donnerstag wurde der nach Guatemala geflüchtete John McAfee in ein Spital eingeliefert. Der 67-Jährige wurde festgenommen, nachdem er aus Belize geflüchtet war, wo er wegen eines Mordfalls befragt werden soll. Die ersten Meldungen am Donnerstag gingen von "mehreren Herzinfarkten" aus. Unter anderem beruft sich Wired auf den US-amerikanischen TV-Sender ABC, dessen Korrespondent ein Bild von McAfee auf Twitter postete, das den einstigen Software-Pionier mit schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck zeigt.

Bereits nach wenigen Stunden entlassen

Nachdem McAfee illegal nach Guatemala eingereist war und erfolglos Asyl beantragte, sollte er wieder nach Belize ausgeliefert werden. Laut ABC bestätigte McAfees Anwalt Telésforo Guerra zunächst seinen Gesundheitszustand, nahm seine Aussage aber wenige Stunden später wieder zurück. Der ABC-Korrespondent Matt Gutman twitterte live aus dem Krankenhaus, in das noch zahlreiche weitere Journalisten eingetroffen waren. In einem Gespräch mit McAfee fand Gutman heraus, dass dieser seit 48 Stunden nicht gegessen hatte und einen Schwächeanfall erlitt. Nur wenige Stunden nach seiner Aufnahme wurde er dann wieder in das Asylaufnahmezentrum zurückgebracht.

Kein Herzinfarkt

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte sein Anwalt später, dass die Ärzte Stress, Tachykardie und Bluthochdruck diagnostiziert hätten. Was zuvor wie ein "leichter Herzinfarkt" ausgesehen habe, hat sich als Schwächeanfall mangels Nahrungsaufnahme herausgestellt. Wann McAfee nun tatsächlich nach Belize ausgeliefert werden soll, ist noch nicht klar. (red, derStandard.at, 7.12.2012)

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