Streitkräftekommandant hält Umstellung auf Berufsheer für verfrüht

7. Dezember 2012, 06:29
  •  Der scheidende Streitkräftekommandant, Generalleutnant Günter Höfler, hält eine Umstellung auf ein Berufsheer mit dem derzeitigen Heeres-Budgets nicht für machbar.
    foto: apa/herbert neubauer

    Der scheidende Streitkräftekommandant, Generalleutnant Günter Höfler, hält eine Umstellung auf ein Berufsheer mit dem derzeitigen Heeres-Budgets nicht für machbar.

Für Generalleutnant Höfler soll Sicherheitspolitik sollte im nationalen Konsens entstehen. Er warnt vor vor weiteren Kürzungen des Heeres-Budgets

Wien - Der scheidende Streitkräftekommandant, Generalleutnant Günter Höfler, hält eine Umstellung auf ein Berufsheer derzeit für verfrüht. Er kann sich auch nicht vorstellen, dass ein Berufsheer mit dem jetzigen Heeres-Budget und dem gleichen Leistungsumfang machbar wäre, sagte Höfler im Abschiedsinterview mit der Austria Presse Agentur.

Zeitpunkt verfrüht

"Ein Berufsheer hat für einen Berufssoldaten immer einen Charme, aber so lange die Rahmenbedingungen zur Umsetzung nicht gegeben sind und es nicht klar ist, wohin sich Europa hinsichtlich einer gemeinsamen Sicherheitspolitik entwickelt, halte ich eine Umstellung zum derzeitigen Zeitpunkt für verfrüht."

Niedriges Heeresbudget

Der Kommandant hält es zudem für nicht möglich, dass mit dem jetzigen Heeres-Budget, das zu den niedrigsten in Europa gehört, bei gleichbleibender Leistung ein Berufsheer machbar wäre. Dafür spreche alleine die Tatsache, dass ein Grundwehrdiener 300 Euro im Monat bekommt und ein Kadersoldat mindestens 1.200.

"Wie immer aber das Ergebnis der Volksbefragung im Jänner ausgeht, entscheidend wird sein, wie die Politik tatsächlich damit umgeht." Wenn die Teilnahme sehr gering ist und das Ergebnis zudem sehr knapp ausfällt, sei in einer "derart elementaren sicherheitspolitischen Frage höchste politische Verantwortung gefragt", so Höfler, der darauf verwies, dass es "normalerweise internationaler Standard" sei, dass "in bedeutenden Bereichen des Staates wie Bildung, Wirtschaft und Sicherheit ein nationaler Konsens" angestrebt werde. In skandinavischen Ländern gebe es das, in Österreich aber offenbar nicht.

Frage des Wehrsystems "hochstilisiert"

Es sei eigentlich "verantwortungslos", dass die neue Sicherheitsstrategie seit bald zwei Jahren zur Behandlung dem Parlament vorliege und nicht weiter bearbeitet werde, stattdessen aber die Frage des Wehrsystems "hochstilisiert" werde. Damit sei er "höchst unzufrieden".

In der Wehrpflicht-Frage gebe es viele Aspekte. Für einen Berufssoldaten habe eine Berufsarmee immer einen Charme. Anderseits seien die zivilen Kenntnisse, die Rekruten in die Armee tragen, sehr wertvoll. Zudem habe die Wehrpflicht einen integrativen Charakter, denn man komme mit Menschen unterschiedlicher Professionen und auch ethnischer Herkunft zusammen. Auch die Zivildiener leisten einen Dienst an der Gesellschaft, viele von ihnen bleiben über den Zivildienst den Trägerorganisationen als Freiwillige erhalten. Bei einem Berufsheer würde das alles "schlagartig wegbleiben und der Schutz der Bevölkerung einer kleinen Berufsgruppe überlassen werden." "Der Staat gibt den Menschen viel und es ist gut, wenn ein junger Mensch, dem Staat auch etwas zurückgibt", sagte Höfler.

Warnung vor weiteren Budgetkürzungen

Generalleutnant Höfler warnte außerdem vor einem Verlust der Leistungen und der Fähigkeiten, sollte das Heeres-Budget weiter sinken. Eine Rückabwicklung des Eurofighter-Kaufs, wie sie derzeit aufgrund neuer Korruptionsvorwürfe diskutiert wird, hält Höfler für "völlig unrealistisch". Dafür wurde viel zu viel in das System Eurofighter investiert.

Sowohl Piloten als auch Techniker seien für den Eurofighter ausgebildet, die gesamte Infrastruktur am Fliegerhorst sei auf diesen Fliegertypen ausgerichtet. Es sei Sache der Gerichte zu klären, ob beim Kauf der Jets etwas nicht korrekt abgelaufen sei. Sollte aber die Republik Schadensersatzzahlungen erhalten, könnte man dieses Geld dazu verwenden, um eingesparte Fähigkeiten der Flugzeuge wiederzuerlangen.

Höfler übernimmt Militärvertretung in Brüssel

Geld könnte das Bundesheer auch in anderen Bereichen brauchen. Höfler warnte eindringlich davor, das Heeres-Budget weiter zu kürzen. Das würde nämlich dazu führen, dass man vorhandene "Fähigkeiten abbaut und für neue Herausforderungen nicht mehr entsprechend gerüstet ist". Bei einem Budget von zwei Mrd. Euro bzw. 0,7 Prozent des BIP könne man "eigentlich nicht mehr tiefer gehen", und wenn man das doch tue, werde man bei den Auslands- und auch Inlandseinsätzen an Fähigkeiten abbauen, die Truppe verkleinern und mehr Kasernen schließen müssen. Eine Erhöhung des Budgets auf ein Prozent, wie das die Bundesheerreformkommission schon vor Jahren vorgeschlagen hat, hält Höfler kaum für realistisch. "Es darf aber auf keinen Fall weniger werden. Es muss wieder mehr werden."

Höfler, der sechs Jahre lang Streitkräftekommandant war und nun die Leitung der Militärvertretung in Brüssel übernimmt, zog trotz dieser Sorgen insgesamt eine positive Bilanz über seine Amtszeit. Die Zeit als Kommandant der Truppe sei intensiv, herausfordern, aber auch erfüllend gewesen. Besonders beeindruckt hätten ihn die Leistungen der Kommandanten und aller Angehörigen der Streitkräfte, ihr Engagement und ihr Einsatz.

Kommandoübergabe am kommenden Montag

Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Amtszeit hätten die Zusammenlegung der vier Kommanden im Jahr 2006, die Einführung der Eurofighter 2007 und die Modernisierung der gesamten Luftraumüberwachung gezählt. Als weitere Highlights nannte Höfler die Inlandseinsätze wie die permanente Luftraumüberwachung, Luftraumsicherungsoperationen während der Europa-Fußballmeisterschaft 2008 und des Papstbesuches 2007, sowie die zahlreichen Assistenzeinsätze, bei denen in der Katastrophenhilfe insgesamt eine Mio. Arbeitsstunden geleistet worden seien.

Zufrieden zeigte er sich auch mit der Bilanz der Auslandseinsätze. Das Bundesheer nehme laufend an zwölf Missionen teil und hätte zu Spitzenzeiten über 1.650 Soldaten gleichzeitig im Ausland gehabt. Gemessen an der Einwohnerzahl sei das eine "absolute Topzahl und das Engagement der österreichischen Soldaten im Ausland erhält immer wieder höchste internationale Anerkennung", sagte Höfler, der am kommenden Montag in Graz das Kommando über die Streitkräfte an Brigadier Franz Reißner übergibt. (APA, 7.12.2012)

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Darabos macht mit Sicherheit keine Umstellung auf ein Berufsheer.

Sollte er die Wehrpflicht abschaffen, wird aus Geldmangel jede weitere Reform verschleppt und wir stehen ohne Landesverteidigung da.

Dann können wir die NATO oder unsere Nachbarn Tschechien, Deutschland, Schweiz, Italien oder Ungarn bitten unseren Luftraum zu überwachen und unsere Grenzen zu verteidigen.

"Dann können wir die NATO oder ... bitten unseren Luftraum zu überwachen und unsere Grenzen zu verteidigen."

Und die machen das sicher alle kostenlos?

Und wer übernimmt die österr. Aufgaben im Ausland?

Keiner mehr? Was ist mit unserer Verantwortung gegenüber Partnern und Verbündeten. Auch nix?

mir wurscht.

baba

Im August 1968 ist unseren Generälen nur eingefallen, dass sie die zitternden GRUNDWEHRDIENER drei Wochen später abrüsten und in dieser Zeit ein paar depperte Schützengräben ausheben ließen, während russische MIG ihre Abschneider und Aufklärungsflüge übers halbe Wald- und Weinviertel gemacht und in den Nächten russische Soldaten mit Hunden österreichische Bauernhöfe nach tschechischen Flüchtlingen durchsucht haben. Darüber hat man nicht reden und nicht schreiben dürfen, das wurde offiziell nicht kommentiert. Seither erwarte ich mir von DIESEM Bundesheer genau gar nix.
Weg damit.

Dir ist aber schon klar dass damals wie heute

die Politik über den Einsatz des Heeres entschieden hat. Und damals lautete die VON DER POLITIK vorgegebene Devise "Den russischen Bären nicht reizen".
Natürlich hätte das Heer auch von sich aus eingreifen können. Dazu hätte es aber eine andere Form der Staatsführung bedurft, eine die 23 Jahre vorher zum Glück abgeschafft wurde. Merke: nur in Diktaturen entscheidet die Armee selbständig über einen Einsatz.

Dem teuersten, professionellsten Militär der Welt ist 9/11 passiert.

"Dafür spreche alleine die Tatsache, dass ein Grundwehrdiener 300 Euro im Monat bekommt und ein Kadersoldat mindestens 1.200."

Diese Rechnung hinkt ganz gewaltig.
Nicht nur, dass unserem Herrn Generalleutnant die Weitsicht fehlt, mehr als nur die Kosten der Soldaten zu berücksichtigen, er rechnet nicht einmal mit den Kosten für den Staat, sondern mit den ausgezahlten Löhnen.

Da kommt noch Verköstigung (nur GWD), Unterkunft, Ausrüstung, Ausbilder (braucht viel mehr für GWD) und vor allem der Verwaltungsaufwand (bei GWD viel höher, weil diese nur 6 Monate dabei sind) dazu.

So kommen wir von vierfachen Kosten für Kadersoldaten schneller herunter unter doppelte Kosten, womöglich ist der GWD nicht viel billiger als der Kadersoldat.

Wie sieht´s denn mit Pensionsansprüchen aus?

Mit Versicherungskosten oder Familienzuschüssen?

Wie mit Stipendien oder Extraleistungen, die normale GWD nicht bekommen?

Oder sollen Berufssoldaten auch bis 65 oder 67 oder 70 übern Acker robben?

Aha. Und Berufsoldaten rennen nackt rum, kommen fix fertig ausgebildet zur Armee, müssen auch nicht mehr üben, die Administration von Überstunden, Urlaub, ZA, Reisekosten, etc. (gibt es alles nicht beim GWD) verursacht auch keinen Verwaltungsaufwand, sie brauchen auch keine Unterkunft, denn Waffe und Ausrüstung verwahren sie im Kofferraum.

Verköstigung: für 1 GWD stehen pro Tag 3,6 Euro zur Verfügung, ergibt ca. 110 im Monat, sind also 410.

Unterkunft: GWD lassen sich in 8-Mann-Zimmer unterbringen, Berufssoldaten haben 3-Mann-Zimmer, also teurer.

Ausbilder: Soldaten haben einen Gruppenkommandanten. Ob der sie jetzt ausbildet oder während des normalen Dienstbetriebs führt, ist von den Kosten her unerheblich.

Verwaltungsaufwand: fällt verhältnismäßig nicht ins Gewicht; was ist da bei GWD mehr zu tun? Musterung, etwas Personalverwaltung, jeweils ein paar Tage Beschäftigung für die Bekleidungskammer, das wars. Die hier einsparbaren Kosten pro Soldat gerechnet sind vernachlässigbar.

oh gott, was für eine milchmädchenrechnung. muss der berufssoldat etwa nicht ausgebildet werden? muss er nicht laufend an übungen teilnehmen? ich denke doch, und außerdem vertraue ich in so einer sache einem streitkräftekommandanten mehr als einem ehemaligen zivildiener.

Hr. Höfler sieht das realistisch

Die schwierigste Zeit wird die Umstellung sein. Aber das haben andere Staaten auch durchgemacht. Z.B. Frankreich hat das Budget für 5 Jahre eingefroren.

Frankreich…

… hat es bis heute, trotz Reduzierung der Streitkräfte, nicht geschafft den Sollstand zu erreichen. Im Durchschnitt gibt es knapp 1,5 Freiwillige /offene Stelle. Wenn man in Betracht zieht, dass dieses Verhältnis bei der Fremdenlegion 10/1 und einigen anderen Einheiten 2-3/1 ist, stellt man fest dass es für den Grossteil der offenen Stellen nicht mal 1/1 ist.

Wie hoch ist eigentlich der Anteil an Franzosen bei der Legion?

Unter den Offizieren sicher sehr hoch, oder? Ich las mal, dass eine echte Karriere im Heer vor allem der machen könnte, der bei der Legion Kommandeuer war?

Gibt´s auch geborene Franzosen unter den Mannschaften?

Und welche Truppenteile sind sonst so gefragt? Sicher Piloten, Marineinfanterie, Fallschirmjäger. Wer sonst noch?

Danke.

Bei den Offizieren sind mal so geschätzt 5% Ausländer. Diejenigen der franz. Offiziere, welche NICHT aus den Mannschaftsdienstgraden aufgestiegen sind, DÜRFEN SICH NICHT ALS LEGIONÄR BEZEICHNEN. Meines Wissens nach haben es 2 Legionäre zum General gebracht (1 Österreicher + 1 Italiener). Anzahl der Franzosen bei Mannschaft und UO dürfte bei ca. 20% liegen. Um eine große Karriere zu machen, ist es sicherlich von Vorteil einige Jahre bei der Legion als O zugeteilt zu sein.
Viele Bewerber gibt es für Troupe de Marine (FallschirmJäger+Infanterie = Heer) und Gebirgsjäger.
Die von mir weiter oben genannten Zahlen beziehen sich nur auf das Heer. Die Marine hat jedoch auch Probleme mit Stellen an Bord.

Haben Sie Erfahrungen mit anderen regulären Einheiten gemacht?

Wie gut sind die Fallschirmjäger aus Pamiers, die Fusiliers marins oder die Gebirgsjägerbataillone?

Bestehen da qualitative Unterschiede? Wie gut sind die auch verglichen mit anderen Einheiten aus GB, Deutschland oder Österreich? Oder auch aus anderen Ländern?

Gibt es eine Art Konkurrenz oder eher ein gemeinsames Esprit de corps gegenüber der Legion?

Billigste Lösung: Das Heer GANZ .....

abschaffen. Erspart unnötige Diskussionen, Geld und Volksbefragungen. Militärs zur Post, Polizei und ÖBB. Oder wenn möglich in die Pensi. Nicht gut ?

Schon gut. Aber im Moment utopisch!

Jetzt kann mal erst mal feststellen, dass der Eingriff in die Grundrechte durch den Wehrdienst durch keine zwingende Notwendigkeit begründet ist und daher abgeschafft gehört. Wenn das scheitert, wie es einige aus der pseudo-linken, autoritären Bögl/Blecha-Nachfolgetradition in der SPÖ wünschen, dann ist das Thema vom Tisch. Dann bleibt alles, wie es ist. Wenn es gelingt, den Anachronismus des Wehrdienstes zu beseitigen, dann ist die Tür zumindest einen Spalt weit offen, um die Frage anzusprechen: Was bedroht die Freiheit, wie kann man sich vor diesen Bedrohungen schützen, und welche Rolle, wenn überhaupt eine, soll das Militär dabei spielen?

für den Höfer geht alles viel zu schnell!

Wir wissen inzwischen, dass die Generäle alles so behalten möchten, wie es ist!
Ist auch ein gutes Beispiel, wie in Österreich Politik funktioniert. Gaaaanz langsam, vielleicht noch wie zu Kaisers Zeiten.

berufsheer teurer?

weil grundwehrdiener 300 euro, kader 1200

so einfach ist das imo nicht.

nur weil der gwd im buget mit nur 300 eur aufscheint, heisst das ja noch lange nciht dass er der gesellschaft nur so viel kostet.

denn wer zahlt dem grundwehrdiener die differenz?
den zeitverlust?
wer bezahlt der wirtschaft fehlende kaufkraft und fachkräfte?
wer zahlt die fehlenden steuern?
wer zahlt die fehlenden pensionsbeiträge?

begreifen sie denn nicht das es für da heer sche**egal ist ob der rekrut vor seiner dienstzeit 100 oder 100.000€ im monat verdient hat?
es ausdrücklicher wille der politik dass das budget des bh, egal wie die befragung ausgeht, nicht erhöht wird (im gegenteil). und wenn jeder mannschaffter und systemerhalter ein vollwertiges gehalt erhält kostet das definitiv mehr als als der status quo. diese mehrkosten verneint die politik allerdings und ist auch nicht bereit sie zu kompensieren.
somit stiegt im falle einer umstellung der personalkostenanteil im budget auf einen wert irgendwo jehnseits der 85% womit ein gergelter ausbildungs,übungs oder gar einsatz-betrieb nicht mehr möglich ist.

ich vestehe einfach nicht warum es so viele gibt, die für die wehrpflicht sind. immerhin gibt es keinen einzigen grund für die beibehaltung.

aber eig. ist es auch egal, wie es ausgeht, weil in einigen jahren wird man sowieso auf berufsheer umstellen müssen.

"immerhin gibt es keinen einzigen grund für die beibehaltung."

Sie meinen abgesehen von der Tatsache, dass Berufsarmen um einiges teurer sind, nicht ausreichend Personal bekommen, die Tendenz haben zum Staat im Staat zu werden (und damit demokratiepolitisch mehr als bedenklich sind), an Überalterung leiden, für die Aufgaben der Zukunft völlig ungeeignet sind, sie in erster Linie aus dem rechten bzw. untersten Rand der Gesellschaft rekrutiert, und und und.....

Warum sollte eine Armee aus schlecht ausgebildeten, demotivierten Zwangsarbeitern besser für die Zukunft bereit sein, als eine Profiarmee?

Weil Berufsarmeen aus minderqualifitzierten und demotivierten Soldaten besteht, die sich nur melden, weil sie sonst keine andere Chancen haben. Und aus reiner Armut heraus sich melden zu müssen ist, wie die Erfahrung zeigt kein sonderlicher Motivator

Dagegen sind GWDs, wenn Hilfe benötigt wird fast immer sehr motiviert.
Zudem kommt noch, dass für die meisten Aufgaben eine gewisse Personalstärke nötig ist (Terrorbedrohung/Katastrophenschutz/Grenzsicherung u.a.) die mit einer Berufsarmee nicht erreicht wird und für die Auslandseinsätze Soldaten benötigt werden, die, neben den militärischen Fähigkeiten auch über zivile Fähigkeiten verfügen UND genug Hirn haben um eine Situation gegebenenfalls alleine, im Sinne des Kommandanten zu lösen. Beides ist in Berufsarmeen kaum vorhanden. Wie rasch die inkompetenten Soldaten von Berufsarmeen eine grundsätzlich positive Stimmung im Einsatzgebiet drehen können, zeigte sich recht drastisch im Irakeinsatz.

so ist es.

mir kommen diese stimmen aus dem militär (s. artikel) wie drohende putschgeräusche vor. vielleicht sollte man das heer gleich ganz abschaffen und durch eine verstärkte gendarmerie (objekt-, katastrophen- und grenzschutz) ersetzen, die aber nicht dem BMI, sondern ev. dem BMASK unterstellt ist? die wehrpflicht braucht man aber wirklich nicht. weder für grenz- noch katastrophenschutz und schon gar nicht zur verhinderung eines putsches (man braucht ja nur nach griechenland oder in die türkei schauen, wo die militärs trotz wehrdienst putschten).

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