Siedler für den Mars gesucht

6. Dezember 2012, 21:43
  • SpaceX-Gründer Elon Musk plant in der nächsten Dekade eine riesige Marskolonie
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    SpaceX-Gründer Elon Musk plant in der nächsten Dekade eine riesige Marskolonie

Suchen Sie noch ein Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einem Flug zum Mars? Dieser soll gerade einmal 500.000 Dollar kosten - Zumindest nach dem Plan des Milliardärs Elon Musk

Los Angeles / Wien - Elon Musk hat mit seinen 41 Jahren schon viele Ideen ausgetüftelt - und erfolgreich umgesetzt: Der gebürtige Südafrikaner half, den Online-Bezahldienst Paypal auf die Beine zu stellen. Er gründete den Elektroauto-Hersteller Tesla Motors. Nebenbei revolutionierte er das Geschäft mit privat erzeugter Sonnenenergie. Im Mai schickte sein Raumfahrtunternehmen "SpaceX" den ersten privaten Raumtransporter ins All.

Doch was der Milliardär als nächstes vor hat, klingt im Jahr der "Curiosity"-Marslandung wie ein abgehobener Traum: Musk will in zwölf bis 15 Jahren die ersten Menschen auf den roten Planeten bringen und diesen besiedeln. Geht es nach seinen Plänen, sollen es sich dort einst 80.000 Siedler so gut wie möglich gemütlich machen.

Marsbesiedelung für 36 Milliarden US-Dollar

Doch abgesehen von der Frage, ob es auf dem Mars lebenswert ist, muss das Ganze finanziert werden. Musk, der in den USA Physik studiert hat, geht von Kosten von 36 Milliarden Dollar aus. Zunächst würde eine kleine Gruppe von zehn Marsonauten Pionierarbeit leisten. Sie stellen mit Maschinen aus den vorhandenen Stoffen Stickstoff, Kohlendioxid und Wasser Dünger, Methan und Sauerstoff her. Aus mitgebrachtem Baumaterial sollen durchsichtige Kuppeln errichtet werden. Ist die Grundlage geschaffen, könnten die Massen folgen.

Auch über die weitere Finanzierung hat der geschiedene Vater von fünf Kindern schon nachgedacht. 500.000 Dollar (rund 380.000 Euro) soll das Ticket für die im günstigsten Fall 56 Millionen Kilometer entfernte Strecke kosten. Einfach. Vorausgesetzt, der Transport läuft mit voll wiederverwendbaren Raketen. Gedacht ist an Weiterentwicklungen der Falcon-9-Rakete, die schon den ersten kommerziellen Frachttransporter zur Internationalen Raumstation ISS gebracht haben.

Andere Raumfahrtexperten halten Musks Idee für "dummes Gelaber". Dass ihm aber doch einiges zugetraut wird, zeigt die Tatsache, dass ihn das Forbes-Magazin heuer auf Rang 66 der "most powerful people" listete". (kat, DER STANDARD, 07.12.2012)

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Dort darf Dir aber nicht der Schraubenzieher abbrechen :)

Man erkennt an diesem Vorhaben, dass Intelligenz und Weisheit nicht unbedingt Paarläufer sind. Das sind keine Träume, das sind geistige Fehlleistungen. Es wird schwer sein Leute zu finden, die gleichzeit intelligent genug sind um Geld zu scheffeln, und blöd genug in einer Welt zu leben, in der es absolut keine Verorgung mit den allernotwendigsten Mitteln gibt. Ein kleiner Fehler bedeutet den sicheren Tod. Was man solchen hypothetischen Kamikaze-Astronauten auf jeden Fall mitgeben muss, ist Zyankali. Und die müssen aufpassen, dass sie es nicht irgendwie verlieren, denn man kann's nicht einfach per UPS liefern lassen.

Auch eine Lösung

Anstatt zur Hölle, sollte man Politiker einfach billigst zum Mars schiessen.

dann müst ma nur mehr die ISS zur ersten interstellaren Raumstation aufrüsten (also so richtige Raumstation... mit Hangars usw und mind. 5000 Mann Besatzung) dann steht seinem Vorhaben nichts mehr im Weg

Weiß wer, wie hoch die Pendlerpauschale ist?

Und ich hab bei der Überschrift an ein neues Siedler gedacht.

muss ich noch sparen...

Musk will in zwölf bis 15 Jahren

Passt, ich wusste eh nicht wo ich meine Pension verbringen wollte.

Deine Pension verbringst am Arbeitsplatz :P

NASA Planetenschutz Beauftragter

Da werden aber Catherine Conley und ihre Kollegen vom "NASA Office of Planetary Protection" keine Freude daran haben.

http://planetaryprotection.nasa.gov/

die sache is halt... sollte leben auf dem mars existieren (leben marisanischem ursprungs), dann...

... müssen wir menschen entweder bald landen, möglichst vor der entdeckung des lebens dort (weil dann ists halt passiert und jetzt ists eh schon wurscht. oder wir dürfen einfach garnicht hin, schicken nur ein paar roboter die fleissig untersuchungen durchführen... aber niemand darf den mars je betreten, um das leben dort nicht zu gefährden.

die dritte variante ist, das eine der sonden eh kontaminiert war und das erd-leben auf dem mars verbreitet hat.

Einwegticket?

Musk hat kürzlich in einem Interview gesagt, dass er, auch wenn die Menschen nicht zurückkommen wollten/sollten, die Raumschiffe und Antriebsstufen aber alle zurückbraucht, damit die Rechnung aufgeht.

super system, kann man damit vielleicht jeden Menschen, der mehr als 1 Mio Euro hat auf den Mars schicken?

würde uns auf der Erde zumindest mal helfen :)

Ich finde die idee sehr gut, auch wenn sie wohl nicht umgesetzt werden wird

Wenn wir in absehbarer Zeit nochmal den Erdorbit verlassen wollen, werden wir uns zu One-way-trips durchringen müssen. Bemerkenswert, dass das endlich mal jemand ausgesprochen hat.

lesen sie mal das mars for less konzept durch

die treffen ein paar interessante annahmen (zb das man auf die schnelle kein landesystem entwickeln kann, das mehr als 6 tonnen auf die marsoberfläche bringen kann) und skizzieren wie man eine marsmission hin + retour relativ billig hinbekommt.

einzig der aufstieg in den marsorbit ist... sehr mutig angelegt. dabei steigen die astronauten in eine quasi offene/undichte raketenkapsel. der druckanzug ist der einzige schutz gegen die atmosphäre/vakuum.

ich könnte mir denken, das spaceX überlegt, die wiederverwendbaren raketenstufen (daran forschen die gerade) auch auf dem mars einzusetzen. ob das funktioniert... ka... muss ja mal auf der erde funktionieren...

gute idee - politiker, bänker, militärs, geheimdienste und monopolistenvorstände bitte vortreten - aber die telefonhörerdesinfizierer bleiben da, ich sags euch gleich....

ein paar reiche weniger auf erden würde sicher nicht schaden.

Siedler für den Mars gesucht

Wie aus, ungenannt bleiben wollenden, Unternehmenskreisen bekannt wurde, wurde jedoch das Angebot der österreichischen Steuerzahler den Einwegtrip für die aktuelle Bundesregierung zu bezahlen, um diese auf den Mars zu senden, abgelehnt.
Diese Art von Siedlern wolle man einer aufstrebenden Wirtschaftsregion wie dem Mars nicht antun.

Ich traue es ihnen von der technischen Seite her durchaus zu

Vielleicht ist der Zeitrahmen etwas eng, aber sonst...
Was allerdings interessant wird ist die Frage, ob die Staaten der Erde es sich gefallen lassen werden, dass ein Privater sie blosstellt, indem er das tut, was eigentlich ihr Job gewesen wäre, nämlich der Menschheit eine Zukunftsvision zu geben, anstatt das Geld der Bürger für Rüstung und Bankenrettungen zum Fenster rauszuschmeissen. Wenn sich das Projekt erfolgreich entwickelt, warte ich nur auf diverse juristische Tricks, mit dem Ziel, SpaceX dazu zu nötigen, das fertige Projekt einem Staat zu übergeben, damit ja eine hochheilige Nationalfahne in den roten Sand des Mard gersmmt wird.

ich wähle meine frau

was haben sie sie dann zur frau genommen?

So wie die Meisten: Nicht das, was dann daraus geworden ist :P

Das Problem ist das Space x zwar wohl Module zum Mars Bringen könnte , aber Man kann nicht 8 Monate in einer Dragon Kapsel sitzen , die Russen und Amerikaner haben das 3 Wochen Getan und die Leute die das Probiert haben waren Psychsich und Physisch am Ende !

Für eine Marsreise Brauch es ein Raumschiff , in anderen Worten : Bis die Nasa den Nautilus X Test auf der ISS angebracht hat ist es Wunschträumen dannach wird es Zeit ernsthaft drüber Nachzudenken !

Dasnn müssen sie eben ein Reisemodul entwickeln

Ich denke, daran sollte es nicht scheitern, zumindestens technisch nicht.

Ideen für Reisemodule gibts ja genug. Und ein Privater macht halt, bei Staaten geht das ganze erstmal durch die Bürokratie, bis zum Schluß mal wieder die Mittel fehlen.

Und wer wäre auch von Sponsorensicht nicht gern dabei, wenns um dieses geschichtliche Ereignis geht.

Also ich melde mich gerne Freiwillig !

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