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Apple-Chef Tim Cook kündigte in zwei Interviews an, dass eine Modellreihe der Macintosh-Computer ausschließlich in den USA gebaut werden solle.
Der US-Technologiekonzern Apple will im kommenden Jahr einen Teil seiner Produktion von China in die USA zurückholen. Apple-Chef Tim Cook kündigte in zwei am Donnerstag veröffentlichten Interviews an, dass eine Modellreihe der Macintosh-Computer ausschließlich in den USA gebaut werden solle. Um welchen Mac-Typ es sich dabei handelt und in welcher Stadt die Computer hergestellt werden sollen, verriet Cook nicht.
Im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin "Businessweek" erklärte Cook, dass Apple in die Produktionsstätte mehr als 100 Mio. Dollar (77,1 Mio. Euro) investieren wolle. Das Unternehmen werde dabei nicht nur die Endmontage in die USA verlagern, sondern gleich mehrere Schritte der Produktion. "Das bedeutet nicht, dass Apple das alles selbst machen wird, aber wir werden mit Leuten zusammenarbeiten und wir werden unser Geld investieren", sagte Cook.
Dem TV-Sender NBC sagte der Apple-Chef, dass sein Unternehmen sich seit Jahren bemühe, mehr in den USA zu produzieren. "Es gibt mit der verarbeitenden Industrie verbundene Fähigkeiten, die aus den USA verschwunden sind", sagte er. Apples Plan sei Teil von "konzertierten Bemühungen", die verarbeitende Industrie in den USA wieder zu stärken. Die Interviews waren die ersten ausführlichen Gespräche von Cook mit Medien, seit er nach dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs vergangenes Jahr an die Konzernspitze gerückt war.
Einen Großteil seiner Produkte wie das iPhone und den Tablet-Computer iPad lässt Apple in China fertigen. Apples Partnerunternehmen geraten dabei immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik. (APA, 06.12.2012)
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denke die rückverlagerung werden sie sich bei 1,9% an steuern im ausland noch gut überlegen:
Apple ist der Ausbeuter-Betrieb par excellence. Seinen Zulieferungsfirmen gesteht
er Margen von etwa 1 % und sich selbst von 40 % zu. In der Zulieferungsfirma
Foxconn ist es aufgrund der Arbeitsbedingungen wiederholt zu Aufständen und
Selbstmorden gekommen.
Für Gewinne, die außerhalb der USA erzielt werden, bezahlt Apple einen Steuersatz
von 1,9 % im Steuerparadies Irland. Irland andererseits muss u. a. deshalb durch
Kredite von anderen Eurozonen-Ländern unterstützt werden. Apple selbst nimmt
die Infra-Struktur anderer Länder in Anspruch und will selbst keinen Beitrag zu
den Kosten leisten.
......
Ich wage zu bezweifeln, dass sie es in den USA hinbekommen, so schnell und "geräuschlos" auf die Änderungswünsche und Anpassungen aus Cupertino so zu reagieren, wie es in China (ohne Gewerkschaften und mit rechtlosen Wanderarbeitern) derzeit möglich ist.
So flexibel sind die Amis in großen Unternehmen auch wieder nicht.
Google hat auch angekündigt, die Nexus "Kugel" in den USA zu fertigen: irgendwie hört man da nichts mehr darüber.
Es waren nicht nur die Kostengründe, die US-Unernehmen dazu brachten, im Asiatischen Raum zu Produzieren. Es war zwar sehr wichtig, aber es war eben nicht alles.
Mir hat ein Bekannter erzählt, wie er daran verzweifelt ist, in den USA eine Produktionszweigstelle im Metallbau aufzubauen. Er ist daran gescheitert, gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren. Es ist ja in Österreich mittlerweile schon schwierig Fachkräfte zu finden, aber in den USA war es weit schlimmer, durch das jahrelange Auslagern nach Fernost scheint der Nachschub von Fachkräften ausgetrocknet worden zu sein.
Ist die Tatsache das immer mehr in den USA produziert wird. Man braucht sich nur die vielen Projekte auf Kickstarter anschauen, die zwar überlegt haben in China zu produzieren aber es gelassen: die niedrigeren Kosten stehen nicht in Relation zu den Qualitätsproblemen, die in China noch immer ein großes Problem sind. Billiger, einfacher und besser in den USA zu produzieren. Den Trend gibt es auch in Europa. Das wird noch mehr werden. Gut so. Und wenn Apple mal ein paar Macs in den USA macht ist das zumindest ein Anfang, die Produktion von iPhones ist wohl auf Grund des schieren Volumens nicht einfach zu realisieren. Dazu gab es auf der NYT mal eine sehr spannende und kluge Analyse warum das nicht mal wirklich machbar ist.
ganze 100 Milliönchen Dollar will Apple investieren.
Was hat nochmal der pöhse, pöhse Konkurrent aus Südkorea vor ...
http://www.telekom-presse.at/Samsung_i... .21792.htm
Richtig! Samsung möchte über 4 Milliarden in US-Produktionsstätten investieren.
Schöner Marketing-Gag wieder einmal ... und die Schäfchen fressen es, wie man ja hier sehen kann.
die Löhne sind in den USA inzwischen auf einem so niedrigen Niveau, und die Automatisierung so weit fortgeschritten, dass kostentechnisch der Unterschied nur relativ gering sein wird.
Aber Apple wäre kein kapitalistisches Unternehmen, wenn sie diese Entscheidung, die sie garantiert bis ins kleinste Detail durchgerechnet haben, nicht als eine patriotische Maßnahme, die den Wünschen der Kunden folgt, darstellen würden.
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