NÖ-Wohnbaugelder verfehlten Anlageziele

Jahresperformance in zehn Jahren nur 1,8 statt fünf Prozent. Lücke von einer Milliarde Euro konnte nicht geschlossen werden

St. Pölten - Die landeseigene niederösterreichische Vermögensverwaltungsgesellschaft Fibeg bzw. das Land Niederösterreich wurden vom Rechnungshof neuerlich wegen der Veranlagungen der Wohnbaudarlehens-Verkaufserlöse unter die Lupe genommen. Fazit: Die 2008 festgestellte Lücke "von knapp einer Milliarde Euro konnte u.a. aufgrund der ungünstigen Marktentwicklung nicht aufgeholt werden".

Die über zehn Jahre erzielte, durchschnittliche jährliche Performance der Fonds NÖ I bis IV betrug nach Kosten 1,8 Prozent. Damit sei die Fibeg deutlich unter ihrem langjährigen Performanceziel von fünf Prozent gelegen, so der RH. Aber auch 0,2 Prozentpunkte unter jener der Peergroup (von der Fibeg herangezogene internationale Benchmark von 323 großen Fonds mit einer maximalen Aktienquote von 35 Prozent) und 0,5 Prozentpunkte unter der der überbetrieblichen österreichischen Pensionskassen.

Im Detail lag die Fondsperformance der Niederösterreicher nach dem Absturz um 17,6 Prozent im Jahr 2008 dann 2009 bei +6,5 Prozent, 2010 bei 3,8 Prozent und bis Ende September 2011 wieder bei -1,2 Prozent. (APA, 6.12.2012)

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