Täter floh nach Mordversuch in Wien schwer verletzt zur Polizei

6. Dezember 2012, 14:58
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Wollte Spediteur auf Parkplatz erschießen - Brutale Gegenattacke mit zwei "Helfern"

Wien - Nach einem gescheiterten Mordversuch in Wien-Favoriten ist der mutmaßliche Täter von seinem Opfer und seinen zwei Helfern derartig brutal verletzt worden, dass er in eine Polizeiinspektion floh. Wenig später tauchten dort auch die drei Kontrahenten des 44-Jährigen auf. Das Trio wurde wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. Laut Landespolizeidirektion (LPD) waren 10.000 Euro Schulden der Anlass der Auseinandersetzung, die am Mittwoch gegen 22.30 auf einem Parkplatz in der Laxenburger Straße ausgetragen wurde.

Ein 38-jähriger Spediteur wurde von seinem Schuldner zur nächtlichen Stunde zur Geldübergabe auf den Parkplatz gebeten. Dort erschienen stattdessen zwei dem Geschäftsmann unbekannte Männer. Der Spediteur, der sicherheitshalber ebenfalls mit zwei Begleitern erschienen war, fragte nach dem Verbleib des Schuldners. Statt eine Antwort zu geben zog einer der Unbekannten eine Faustfeuerwaffe, richtete diese gegen den Mann und drückte zweimal in Brusthöhe ab. Es löste sich aber kein Schuss.

Der 38-Jährige und seine beiden Begleiter, 29 und 30 Jahre, attackierten daraufhin den Bewaffneten. Der zweite Unbekannte lief davon, dem 44 Jährigen Schützen gelang dies erst ein wenig später. Schwer verletzt floh der Mann zu seinem Schutz in die Polizeiinspektion, in der sich wenig später auch der Spediteur mit seinen Kumpanen einfand. Sie schilderten dort den Beamten die Ereignisse auf dem Parkplatz. Der 44-Jährige wurde festgenommen und die scharfe Schusswaffe samt Munition sichergestellt. Die Waffe wurde noch kriminaltechnisch untersucht. Nach dem namentlich bekannten Schuldner wurde eine Fahndung eingeleitet. (APA, 6.12.2012)

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