Residenzgalerie: Gabriele Groschner ist neue Direktorin

6. Dezember 2012, 14:28
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Zusammenarbeit mit dem Salzburg Museum als zentrale Aufgabe

Salzburg   - Die neue Direktorin des Salzburger Residenzgalerie heißt Gabriele Groschner. Zugleich wurde die ursprünglich nur interimistische Geschäftsführerin Josefine Hofmann in ihrer Funktion bestätigt. Dies gab der für Museen zuständige LHStv. Wilfried Haslauer am Donnerstag bei einem Pressegespräch bekannt. Die designierte Direktorin Groschner ist 51 Jahre alt und bereits seit 1992 Mitarbeiterin der als "Salzburger Landesgalerie" bezeichneten Sammlung.  In den vergangenen zehn Jahren war sie Stellvertreterin von Direktorin Roswitha Juffinger, die sich ab Ende dieses Jahres altersbedingt nur noch speziellen Projekten widmen wird. Groschner setzte sich in der Ausschreibung gegen zehn Kandidaten durch.

Als zentrale Aufgabe und politisch explizit gewünscht gilt zudem die Zusammenarbeit der Residenzgalerie mit dem Salzburg Museum sowie den insgesamt fünf Partnern des geplanten Museumsrundgangs um den Domplatz. In diesem Projekt werden Residenzgalerie, Salzburg Museum, Dommuseum, die Galerie St. Peter sowie die Universität ab Frühjahr 2014 einen geschlossenen Rundgang durch fünf Kunstsammlungen vom Dom rund um den Domplatz und zurück zum Dom anbieten.

Als ihre Zukunftspläne nannte Groschner die verstärkte Einbindung Neuer Medien sowohl in die Vermittlung der musealen Inhalte als auch als eigenständige Kunstform. Darüber hinaus will die in Wels geborene Kunsthistorikerin einen Freundesverein etablieren sowie sich verstärkt um die Kunstvermittlung an Jugendliche bemühen. Außerdem sollen die internationalen Leihgeber explizit betreut sowie "nicht-museale" Formate wie Lesungen, Tanz-, Theater- und Musik-Performances gepflegt werden. Groschner ist Landesbedienstete und als künstlerische Leiterin der Galerie auf fünf Jahre bestellt.

Die Sammlung der Residenzgalerie beinhaltet vor allem Werke vom späten 16. bis zum späten 19. Jahrhundert. Diese Zeit wird naturgemäß auch in Zukunft den Schwerpunkt der Ausstellungen bilden, denn die 1923 gegründete Residenzgalerie verfügt über kein eigenes Ankaufsbudget. Das Jahresbudget beträgt inklusive Personalkosten 1,3 Mio. Euro, als operatives Ausstellungsbudget bleiben rund 300.000 Euro.  (APA, 6.12.2012)

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