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Per umgeleiteter mTANs werden manipulierte Überweisungen bestätigt.
Unbekannte haben mithilfe verschiedener Attacken und eines Botnetzes insgesamt 36 Millionen Euro von fremden Konten abgefischt. Das berichtet Golem.
Dazu infizierten sie mit Hilfe von Phishing-Mails und die Ausnutzung von Sicherheitsschwachstellen, etwa im Flash Player, zuerst die PCs der Betroffenen mit einem Trojaner. Dieser, ein Derivat von "Zeus", manipuliert laut Check Point Security den Code aufgerufener Onlinebanking-Seiten.
Auf diesen scheint dann Fenster auf, die den Nutzer dazu aufruft, seine Handnummer einzugeben, um das mTAN-Verfahren verwenden zu können. Tut er das, erhält er einen Link, über den angeblich eine App der Bank heruntergeladen wird. Stattdessen fängt sich der Smartphonebesitzer auf diesem Wege aber Malware ein. Auch hier kommt ein Schädling der Zeus Familie - genannt "Zeus in the Mobile" (Zitmo) - zum Einsatz, dessen Existenz wenigstens für das Android-Betriebssystem und BlackBerry OS bestätigt ist.
Gibt der User künftig per E-Banking eine Transaktion in Auftrag, werden Summe und Empfängerkonto ohne sein Wissen manipuliert. Die zur Bestätigung von der Bank als SMS versandte mTAN leitet die Malware auf dem Telefon wiederum prompt an das "Eurograbber"-Botnetz weiter. Für die Bank ist der Angriff auf den Kunden nicht erkennbar, für sie wirkt in technischer Hinsicht alles wie eine normale Überweisung.
Die Gefahr ist schon länger bekannt. Vor nicht all zu langer Zeit hatte etwa die Berliner Polizei vor Attacken auf diesem Wege gewarnt. Insgesamt soll mittlerweile schon Geld von 30.000 Konten auf diesem Wege abgezweigt worden sein. Der Großteil der Betroffenen kommt aus Italien, jeder Fünfte aus Deutschland. (red, derStandard.at, 0.12.2012)
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@Bushdoctor
> Ziemlich komplexes System...
> ...das den User erstmal dazu bringen muss, ...
> ... unglaublich, dass soviele darauf reingefallen
> sind.
Nicht wirklich unglaublich, nachdem auch die uralten und eigentlich längst jedem bekannten Schmähs mit dem "Gaskassier, der die Rechnung kassieren muß" und (unbestellten und unangekündigten) "Handwerkern", welche "Leitungen, Steckdosen, Abflüsse etc. überprüfen" wollen, dem "Polizisten", welche plötzlich auf der Straße oder in der Wohnung das vorhandene "Bargeld auf Falschgeld" oder die "Sicherheit der EC-Karte mit PIN überprüfen" wollen, der Betrug mit "Autobahngold", den "Lotteriegewinnen", ohne daß man je aktiv mitgespielt hätte etc. nach wie vor bestens funktionieren.
Wenn z.B. der Anwender den Betrag an X an Y überweisen möchte und bei der Generierung der TAN X und Y einfliessen, dann kann ein Dritter ruhig die TAN abfangen, aber er kann damit keine Überweisung unterschreiben bei der X bzw. Y andere Werte haben, als die vom User gewünschten.
Ok, wenn man mehrere Überweisungen mit einer TAN unterschreiben möchte wird es etwas komplexer, aber das Grundprinzip bleibt das gleiche.
Aber ich kenne eh den Grundgedanken der Banken: Wieviel kostet eine Securitymaßnahme und wieviel Geld (grob geschätzt) könnte man max. ohne diese Maßnahme verlieren.
Blöd ist halt nur, dass man sich bei derartigen Schätzungen tendenziell massiv verschätzt.
Aber das Image einer Bank ist heutzutage offenbar eh wertlos ;-)
bei meinem "Konzept" sendet die Bank bei der Übermittlung (der SMS) an den Kunden nicht nur die TAN sondern auch die Daten (Betrag, Empfänger) der zu unterschreibenden Überweisung.
D.h. die TAN hat einerseits einen mathematischen Bezug zu Betrag und Empfänger und andererseits kann der Kunde überprüfen, ob die Angaben bei der TAN-SMS auch mit seiner tatsächlich gewünschten Überweisung übereinstimmen.
Ein bisserl muss der Kunde halt schon mitmachen, auch wenn es dann nicht die perfekte Usability hat.
Aber das System bei der die 3 Komponenten Usabiilty, Security und Kosten "perfekt" sind gibt es nicht.
Die Kombination aus unwissenden User der auch noch alles billig haben möchte, führt eben zu Abstrichen bei der Security.
logischerweise hat man keine Sicherheit in einem kompromitierten System, d.h. zumindest ein Teil des ganzen Überweisungsvorgang muss in einem "sicheren" (gemeint ist ein nicht-gehacktes) System stattfinden.
Weshalb es eben Sinn macht, z.B
Browser am PC (=System 1)
Handy (=System 2)
prinzipiell zwei "Systeme" zu verwenden.
Man könnte sich die TAN auch via Email schicken lassen, dann sollte man diese Email aber ebenfalls nicht auf demselben System empfangen/lesen, wie das System bei dem man die Überweisung aufgibt.
Die Sicherheit der digitalen Signatur beruht ja auch darauf, dass das was der User angezeigt bekommt auch tatsächlich das ist, was er unterschreibt (und die angezeigten Daten eben KEINE manipulierten Daten sind).
@digitale Signaturen:
Nicht wenn die Manipulation vor bzw. nach der Verschlüsselung passiert
Insgesamt übersehen Sie, dass viele Leute ihr Handy mit dem PC verbinden um Daten zu synchrinisieren oder sich zu Hause im selben WLAN befinden. Da ist es dann ein Leichtes von einem kompromitierten System das andere ebenfalls zu kompromitieren. Man muss dem User also nicht zwei Trojaner unterjubeln, einer reicht.
die abgeschöpften DAUs haben doch 3x gefailt:
1. Phishing Mails
2. Handy Nummer nochmals eingeben
3. App runterladen (!?)
Wer hier nicht mal stutzig wird und bei seiner Bank nachfrägt: sskm
In modifizierter Form würde das ganze ja auch mit herkömmlichen TANs funktionieren, warum soll dies also die (Un)sicherheit von mTANs hinweisen?
Nur gibt es halt viele Leute die totale Laien sind was Computer angeht und genau auf solche hat man es abgezielt.
Klar, jeder der um die 20-30 ist und mit Computer und Internet aufgewachsen ist, gebe ich ihnen Recht SSKM, aber bei älteren Generationen kann man durch die Technick schon leicht verwirrt werden.
Aber Mtan ist ja sooooo sicher. Deswegen versuchen ja auch jetzt fast alle Banken ihre Kunden zwangsweise auf Mtan umzustellen, weil es so sicher ist. (Und nicht weil sie sich den Verwaltungsaufwand mit dem Zusenden der Papiertans ersparen wollen.)
Die CA hat zum Bsp. geschrieben, dass es schon "mehrere" Fälle mit gefälschten Papiertans gab aber noch keine mit Mtans.
Ach so 30.000 aktuelle Fälle sind keine Fälle. Spätestens wenn die Mtans bei meiner Bank zwangsweise kommen, hat mich die Bank zum Kunden, wo ich noch meine guten alten Papiertans bekommen kann. Hackt mir mal einen Zettel, den ich irgendwo in der Wohnung versteckt habe.
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