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vergrößern 600x400Im Zeitalter der Globalisierung wirken Interieurs oft uniform geklont. Zudem besteht nur ein schmaler Grat zwischen Kitsch und Kunst, zwischen Styling, Moderne und Tradition. Stellt sich die Frage, ob individuelle Kompositionen Rückschlüsse auf das Seelenleben ihrer Bewohner zulassen.
Sein quadratischer Ledersessel von 1928 und seine 1929 entworfene Chaiselongue gehören zu den Klassikern der Moderne. Als Gestalter exzentrischer Interieurs ist er legendär. Dass das OEuvre des als Charles-Édouard Jeanneret geborenen Le Corbusier (1887-1965) bei weitem über allzu Bekanntes hinausgeht, zeigt der von Arthur Rüegg über Jahrzehnte akribisch erarbeitete Catalogue raisonné. Die über 340 auffindbaren Möbelentwürfe sind mobile, auf Serienproduktion hin konzipierte Objekte prototypischen Charakters, sind aber auch fest mit der architektonischen Hülle verbunden. Ein Kompendium jenseits aller Klischees. Famos!
Arthur Rüegg: Le Corbusier - Möbel & Interieurs. € 160,- /416 S., Scheidegger & Spiess, Zürich 2012
Fast scheint es, als würden Objekte wie Eames' Lounge-Chair, Fortunys Fotolampe, Marc Newsons Dreigestirn einer Lichtinstallation oder Eileen Grays Beistelltisch global zur Grundausstattung stylisher Interieurs gehören. Überprüfen kann man diese These anhand der aktuellen Interior Design Review von Andrew Martin. Das von der Sunday Times als Oscar der Interior-Design-Welt apostrophierte Werk adelt jährlich die weltbesten Designer und deren Entwürfe. Extravagant, reduziert, cool, klassisch und glamourös.
Andrew Martin: Interior Design Review Vol. 16. € 49,90 / 512 Seiten. teNeues-Verlag, Kempen 2012
Von Jägern und Sammlern hat sich der Homo sapiens weitgehend entfernt. Zentral im Mittelpunkt stehen aber weiterhin Einkaufen und Nahrungsaufnahme. Philip Jodidio zeigt stilvolle Restaurants, Bars, Shops, Raumkonzepte und Inszenierungen von David Chipperfield, Peter Marino, Jean Nouvel, Bjarke Ingels et alii. Man trifft auf Talente wie Gary Card, auf Regisseur David Lynch als Gestalter des Pariser Nachtclubs Silencio sowie Goldeffekte in Tom Dixons Hongkong Tazmania Ballroom. Visionen mit Wow-Effekt.
Philip Jodidio: Eat Shop Drink - Architecture Now! € 29,90 / 416 Seiten. Taschen-Verlag, Köln 2012
Die einsame Hütte in den Bergen gehört wie das Haus am Meer zu unseren Sehnsuchtsorten. Wir verbinden damit ein Leben im Einklang mit der Natur, abseits der Hektik des Alltags. Dramatisch anmutende Refugien präsentiert die seit Jahren in St. Moritz beheimatete Kommunikationswissenschafterin Gisela Rich in der opulenten Monografie Living in Style - Mountain Chalets. Gemein ist allen luxuriösen Landsitzen - situiert in Kitzbühel, Chamonix, Gstaad oder Aspen - die Verbindung modernen Komforts mit natürlichem Material. Holz, Fell, Leder - regionaler Herkunft, ohne Odeur der Provinz.
Gisela Rich (Hg.): Living in Style - Mountain Chalets. € 49,90 / 220 Seiten. teNeues-Verlag, Kempen 2012
"Konstruieren statt konsumieren" lautet das programmatisch-lautstark postulierte Manifest. Im Netz hatte alles begonnen: "Du hast kein Geld für Möbel? Dann bau dir selber welche!" Mit der Do-it-yourself-Initiative hat der Berliner Rapper und Architekt Van Bo Le-Mentzel den Nerv getroffen: Nach seinen Anleitungen kann der Berliner Hocker, ein Kuba-Sofa und der 24-Euro-Chair von Laien, zu Kosten, die selbst Hartz-IV-Bezieher zahlen können, gebaut werden. Seinem Aufruf im Netz, ihm ähnlich gute Ideen zu schicken, folgten zahlreiche User. Ergebnis dieses "Crowdsourcing" ist ein Taschenbuch mit intelligenten Selbstbaumöbeln. Für jeden machbar - und leistbar!
Van Bo Le-Mentzel (Hg.): Hartz IV Moebel.com. € 12,99 / 144 Seiten. Verlag Hatje Cantz, 2012
Geboren in Schweden als Spross einer Industriellendynastie, zog es Lars Bolander früh nach London und New York, wo der Innenarchitekt bald Gunter Sachs und Salvador Dalí zu Freunden und Kunden zählte. Der für seine eklektischen, extrem persönlichen extravaganten Interieurs, in denen Stil und Komfort auf Abenteuer und Kunst treffen, Gerühmte präsentiert eine Retrospektive bisherigen Schaffens. Pop-Art meets Klassizismus, Moderne fusioniert mit Tradition. Handwerkskunst, Design und Kultur im Dialog mit Natur.
Lars Bolander: Interieur Design & Inspiration. € 79,90 / 192 Seiten. Verlag teNeues, Kempen 2012
Ob die zunehmende Konzentration auf die "eigenen vier Wände" als Neo-Biedermeier zu deuten ist, gilt es zu bezweifeln. Unbestreitbar aber ist - als Kontrapunkt zur Hektik des Alltags - die Bedeutung privater, persönlicher Refugien. Stafford Cliff und Gilles de Chabaneix hinterfragen, "wie wir wohnen" und inwieweit die Topografie der Umgebung Leben und Lebensstil der Bewohner beeinflusst. Detailverliebt, exemplarisch, eklektisch.
Stafford/Chabaneix: Wie wir auf dem Land wohnen / Wie wir in der City leben € 29,90 / 256 S., CBV 2012
Barbara & René Stoeltie publizieren seit 1984 in Vogue, The World of Interiors, AD, Elle, House and Garden, Country Living und House Beautiful über Interior-Design. Seit Jahren auch die sorgsam edierte Reihe Livin in ... Neue Bände über Toskana und Provence mit Häusern, die den für diese Regionen so typischen Charme atmen.
Barbara & René Stoeltie: Living in Tuscany / Living in Provence. Je € 9,99 / 172 S. Taschen-Verlag, 2012
Als "Haus ohne Augenbrauen" wurde das heute als zentrales Meisterwerk der Wiener Moderne geltende Haus am Michaelerplatz apostrophiert. Das 1909 derart geschmähte Bauwerk gilt als Ausdruck einer kulturhistorischen Metamorphose, die dessen Schöpfer Adolf Loos (1870-1933) im Jahr zuvor mit der Streitschrift Ornament und Verbrechen höchst polemisch proklamierte. Eine Auswahl der pointierten, visionären, kompromisslosen Texte über Gott und die Welt hat Loos-Experte Peter Stuiber neu ausgewählt und kommentiert. Grandios zeigt der Band die mit missionarischer Empathie gebotene Eloquenz und Intelligenz auf. Zeitlos.

Adolf Loos: Ornament und Verbrechen. Hg.: Peter Stuiber. € 16,90 / 192 S. Metroverlag, Wien 2012 (Gregor Auenhammer, Rondo, DER STANDARD, 7.12.2012)
Wie man mit etwas Kreativität und auf unkonventionelle Weise auch Heiligen Abend noch zu Geschenken kommen kann
Weil doch Weihnachten ist, wollen wir die Zustände einer gewissen Bananenrepublik so weit als möglich vergessen und uns ganz weit weg beamen - dorthin nämlich, wo Fisch in Bananenblättern gegrillt wird und ein Festmahl erst dann zu einem solchen wird, wenn die Küchenarbeiter sich im entscheidenden Moment entspannen dürfen. Severin Corti macht sich auf nach Indonesien
Der Punsch-Klassiker lässt sich am Heiligen Abend als Aperitif reichen...
Kein Fest eignet sich besser als Weihnachten, um mal wieder etwas selbst zu basteln, auf zahlreichen Blogs finden sich viele Tipps
Neben Kugeln, Strohsternen oder Messingschnitten darf eines in Österreich nie auf dem Christbaum fehlen: der süße Baumbehang
"Damit sich nicht wieder irgendein Armleuchter in den Luster hängt" oder "Fröhlichkeit ganz ohne Alkohol ist immer etwas gezwungen"
Alle Jahre wieder gehen die Mülltonnen über. Tipps für nachhaltigere Weihnachten
Eine Alternative zu den klassischen Weihnachtsgerichten aus Truthahn, Fasan, Gans oder Huhn
Teil II unserer Tour durch Wiens Grätzel auf der Suche nach Geschenken ein wenig abseits der Massen führt uns in die Josefstädter Straße
Jahrelang wächst er heran, dann wird er nach wenigen Tagen entsorgt: Das harte Schicksal der Christbäume und Pflegetipps, wie der Baum zu Hause länger hält
Die Welt feiert Weihnachten, und auch im Internet wird gekocht, gebastelt und gebloggt, was das Zeug hält
Im vierten und letzten Teil unserer vorweihnachtlichen Grätzeltour spazieren wir in die Burggasse, wo besonders im unteren Teil in den letzten Jahren einige spannende Geschäfte eröffnet haben
Her mit der heißen Ware, oder sind erotische Geschenke einfach nur peinlich?
Teil III unserer Tour durch Wiens Grätzel auf der Suche nach Geschenken ist ein längerer Spaziergang, er führt durch drei Bezirke
Der Präsident der Europäischen Christbaumproduzenten, Franz Raith, über schöne Christbäume und was der Kommunismus damit zu tun hat
Eine Offenbarung für den Gaumen oder doch nur eine vorweihnachtliche Schnorrtour?
Es muss nicht die Mariahilfer Straße sein, um schöne Geschenke in möglichst kurzer Zeit zu finden, wir haben uns mit der Kamera auf Geschenkejagd gemacht
Bier, Schokolade, Spielzeug, Krimis: Adventkalender gibt es für jeden Geschmack
An manchen Dingen gibt es nichts zu kritisieren oder zu verbessern - Wer Unnützes scheut, will sie - und nur sie - besitzen - Oder geschenkt bekommen
Unabhängig von Alter, Kontostand und Schulbildung gibt es Zeitgenossen, die sich mit dem Erwachsenwerden schwerer tun als andere - Aber auch sie wollen beschenkt sein
Es gibt Sachen, auf die man verzichten könnte. Tut man aber dann doch nicht. Der schöne und teure Schnickschnack füllt die Wunschlisten wie eh und je
Kokosmilch und Limettensaft mildern das Erdige der Roten Rüben ab und machen die Suppe zu einer feinen, winterlichen Vorspeise
Ein etwas anderes Keksrezept, das durch das Olivenöl eine besondere Note bekommt
Das HartzIV-"Möbel"-Buch halte ich für Geldverschwendung. Auf Amazon zB. ist eine Rezension, die es ganz gut trifft; und zudem kommt, dass alles beim ersten Mal klappen muss, wenn es finanziell schlecht ausschaut.
Der Autor hatte hier ja schon einen Auftritt:
http://derstandard.at/157783709... forumstart
Einen Buchtipp hätte ich aber auch:
http://www.amazon.de/Massivhol... 409&sr=1-1
also unsere tochter liebt die Berliner Hocker, haben ihr eine ganze sitzgruppe gemacht. vollholz, kippen nicht weil niedriger Schwerpunkt, günstig, vielseitig. Und wenn ich sie nicht mehr brauche haben sie zumindest ein mindestmass an brennwert.
Ich stimme aber zu dass man sich an die anderen Möbel nur mit einem gewissen handwerklichen geschick und auch viel zeit heranwagen sollte.
MMn widerspricht sich das H4-Buch völlig, da die vermeintlich anvisierte Zielgruppe nicht die Möglichkeiten haben kann, sich an Billig-Möbeln zu probieren. Der "24€-Chair" zB. kostet in Wahrheit komplett, also mit entsprechendem Werkzeug wie Zwingen, Bohrmaschine+Bohrlehre, Handsäge, Leim usw das 3-4fache. Da ist noch nicht mal eine Kanten- und Oberflächen-Behandlung dabei.
Wer nur Lust und Interesse am Basteln und das nötige Werkzeug hat, für den können die Vorschläge ev interessant sein. (bezweifle ich aber)
Dann stimmt aber der Buchtitel nicht.
Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass der Autor eine so kleine Nische bedienen wollte.
H4-Satz, 2012, Regelbedarfsstufe 1: 374€
weil über geschmack lässt sich nicht streiten...den hat man oder nicht...da gehts nur noch um den stil...die mischung von holz, beton, glas, die sparsame möblierung, ein mix von moderne mit antik. also klassisch mit klassisch und alles der funktion unterworfen...die wärme kommt vom richtig platziertem licht...ende der geschichte
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