Milchprodukte werden weltweit leicht teurer

6. Dezember 2012, 13:05
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Preisrückgänge bei Zucker, Öl und Getreide

Rom/Wien - Die Lebensmittelpreise sind im November weltweit auf hohem Niveau leicht gesunken. Der Nahrungsmittelindex der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent auf 211 Punkte und lag damit auf dem tiefstem Stand seit Juni. Der stärkste Rückgang wurde bei Zucker verzeichnet, gefolgt von Öl und Getreide. Damit notiert der Index um 3 Prozent tiefer als im Vorjahresmonat.

Weizen günstiger, Mais teurer

Der FAO-Getreideindex sank im Vergleich zu Oktober um 1,5 Prozent auf 256 Punkte, lag damit aber noch 12 Prozent höher als im November 2011. Ein Rückgang der Reis- und Weizenpreise konnte einen Anstieg der Maispreise überkompensieren. Die Weizenpreise fielen in der ersten Hälfte des Novembers vor allem aufgrund abnehmender Befürchtungen vor Exportbeschränkungen in der Ukraine, erklärte die FAO. Maispreise notierten fester aufgrund von Versorgungsbedenken und Wetterbedingungen in Südamerika.

Die Fleischpreise gingen im November weltweit leicht zurück. Der FAO-Fleischpreisindex sank um 0,7 Prozent auf 175 Punkte. Ausschlaggebend war ein Rückgang der Schweinefleischpreise um 2,2 Prozent. Alle andere Fleischsorten notierten nahezu unverändert. Im Vergleich zu November 2011 war Fleisch damit weltweit um 3,5 Prozent billiger. Die Abschwächung finde trotz eines starken Anstiegs der Futterkosten statt. Das zeige das Ausmaß in dem die Profitmargen des Sektors gedrückt werden, so die UNO-Experten.

Unsichere Versorgung treibt Milchpreis

Der stärkste Preisverfall wurde bei Zucker verzeichnet. Der Zuckerindex verlor im November 4,8 Prozent auf 274 Punkte und notierte damit 19,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonat. Große Exportkapazitäten in Brasilien für die Saison 2012/13 drückten die Preise.

Den einzigen Preisanstieg gab es bei Milch- und Molkereiprodukten. Der FAO-Milchprodukteindex stieg um 0,5 Prozent auf 195 Punkte. Der Preisanstieg ist laut FAO auf eine unsichere Versorgungslage und eine stabile weltweite Nachfrage zurückzuführen. (APA, 6.12.2012)

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