Hypo-Tirol-Kommunalbriefe abgewertet

6. Dezember 2012, 12:52
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Insgesamt vier von 245 begebenen Wertpapieren auf Aa1

Innsbruck/Wien - Knapp eine Woche nach dem Downgrade des Langfrist-Ratings der landeseigenen Hypo Tirol Bank um drei Stufen von A2 auf Baa2 durch die Ratingagentur Moody's hat diese auch vier von 245 begebenen Wertpapieren bzw. vier von insgesamt elf Kommunalbriefen herabgestuft. Diese wurden nicht mehr mit Aaa, sondern mit Aa1 neu bewertet. "Auf das laufende Geschäft der Bank hat die Herabstufung der Wertpapiere keine Auswirkungen und schon gar keine Auswirkungen auf unsere Kunden", versicherte Vorstandsvorsitzender Markus Jochum in einer Presseaussendung.

Die Überprüfung der Wertpapierratings hänge mit den Bewertungsgrundsätzen der Ratingagentur Moody's zusammen. "Aufgrund der Senkung der Kreditwürdigkeit der Hypo Tirol Bank auf Baa2 müssen auch die Wertpapiere einer detaillierten Überprüfung unterzogen werden", erklärte das Institut in der Mitteilung. Von der Herabstufung seien vier Kommunalbriefe betroffen, die über keine Landeshaftung verfügten. Die anderen sieben Kommunalbriefe würden eine Landeshaftung haben und nach wie vor ein Aaa Rating.

Kein Nikolo-Geschenk

"Selbstverständlich war erwartet worden, dass die Abschreibungen in Italien zu einer Ratingveränderung führen werden", meinte Jochum. Seiner Aussage nach zeigten sich aber viele Partner der Bank unverständnisvoll über die Herabstufung um gleich drei Stufen. "Dies vor allem deshalb, weil der von uns eingeschlagene Weg von der Europäischen Union ausdrücklich begrüßt wird", erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Die Neubewertung der Bank wurde vor einem Jahr durch den 125 Mio. Euro hohen Wertberichtigungsbedarf der Hypo bei ihrer Italien-Tochter ausgelöst, der in einem 220-Millionen-Euro-Kapitalzuschuss durch das Land Tirol mündete. (APA, 6.12.2012)

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