Fall Kührer: Chronologie der Ereignisse

    6. Dezember 2012, 12:53
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    16-Jährige verschwand im Juni 2006 - Skelettteile im Juni 2011 gefunden - Tatverdächtiger im Dezember 2012 neuerlich festgenommen

    Wien/Pulkau - Neuerliche Wende im Fall Julia Kührer: Mittwochabend ist in Wien ein bereits 2011 verdächtigter 51-Jähriger neuerlich festgenommen worden. Im Folgenden eine Chronologie der Ereignisse seit dem Verschwinden des Mädchens:

    27. Juni 2006: Die 16-jährige Julia Kührer aus Pulkau in Niederösterreich kommt von der Schule nicht mehr nach Hause.

    November 2006: Trotz intensiver Suche bleibt die Jugendliche verschwunden. Ein Ermittlungsteam des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LKA NÖ) bearbeitet den Fall.

    Jänner/Februar 2010: Das Bundeskriminalamt (BK) rollt den Fall neu auf.

    März 2010: Neuerlich wendet sich die Polizei an die Öffentlichkeit. Mehr als 150 Hinweise gehen ein. Ein Jugendlicher liefert Hinweise zu drei Personen, mit Julia Kührer zuletzt gesehen worden sein soll.

    10. Mai 2010: Die drei Jugendlichen werden festgenommen. Sie sollen, so die Polizei, bewusst Informationen zurückgehalten haben.

    12. Mai 2010: Alle drei Festgenommenen werden enthaftet. Die Indizien reichen laut dem Haftrichter in Korneuburg nicht für einen hinreichend dringenden Tatverdacht aus.

    4. August 2010: Eine neue Abbildung der Abgängigen, bei dem das Institut für Anthropologie der Universität Freiburg berechnet hat, wie Kührer vier Jahre nach ihrem Verschwinden aussehen könnte, bringt neue Hinweise - aber keinen Durchbruch.

    11. April 2011: Das Bundeskriminalamt setzt 25.000 Euro Belohnung aus.

    30. Juni 2011: In Dietmannsdorf (Bezirk Hollabrunn) in der Nähe des Wohnortes von Julia werden in einem Erdkeller Knochenteile gefunden. In den folgenden Tagen wird das vollständige Skelett entdeckt.

    1. Juli 2011: Der 50-jährige Besitzer des Kellers und Verfügungsberechtigter über das Grundstück, der in Wien wohnt und die 16-Jährige kannte, wird festgenommen. Er leugnet jeden Tatzusammenhang. Unbekannte sollen die Tote auf seinem Grundstück abgelegt haben.

    3. Juli 2011: Michael K. wird enthaftet. Der zuständige Richter sieht keinen Tatverdacht. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg bringt - ohne Erfolg - gegen die Enthaftung Beschwerde beim Oberlandesgericht ein.

    5. Juli 2011: Im Zuge weiterer Ermittlungen am Fundort wird ein Teil einer verbrannten blauen Decke gefunden. Sie soll auf DNA-Spuren untersucht werden, die zum Täter führen können.

    Jänner 2012: Die sterblichen Überreste Julia Kührers werden von der Staatsanwaltschaft Korneuburg freigegeben. Ernüchterndes Ergebnis der Gerichtsmedizin: Die Todesursache kann nicht festgestellt werden.

    4. Februar 2012: Mehr als fünf Jahre nach ihrem Verschwinden und sieben Monate nach dem Auffinden ihrer skelettierten Leiche wird die Tote beigesetzt.

    August 2012: Ermittler des BK suchen erfolglos Käufer einer Decke der Marke "Borbo Orion", die neben der Leiche gefunden wurde.

    5. Dezember 2012: Der bereits 2011 verdächtigte Michael K. wird erneut in Wien festgenommen. Auf dem verkohlten Deckenrest, das sich bei der Leiche Julias befand, wurden DNA-Spuren des mittlerweile 51-Jährigen sichergestellt. (APA, 6.12.2012)

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