Das Alter eines Gesichtes erkennt man mit dem hinteren Teil des Gehirns

9. Dezember 2012, 19:10
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Regionen im Schläfen- und Scheitellappen waren bisher nicht als gesichtsverarbeitend bekannt

Würzburg - Um in einem Gesicht zu lesen und daraus auf Informationen über einen Menschen zu schließen, werden mehr Regionen des Gehirns aktiviert als bislang bekannt. Forscher der Universitäten Würzburg, Heidelberg, Oxford und Nijmegen (Niederlande) haben herausgefunden, dass die untere Furche des Schläfenlappens und der untere Scheitellappen die Informationen über das Alter verarbeiten.

"Das ist interessant, weil jetzt diese Aspekte in Regionen des Gehirns verortet werden konnten, die bisher nicht als gesichtsverarbeitend bekannt waren", sagte Biologe György Homola von der Uni Würzburg. Die Forscher untersuchten, welche Teile des Gehirns arbeiten, wenn das Alter eines Menschen geschätzt werden soll. Für die Untersuchungen schauten Versuchspersonen einen Film, in dem Gesichter kontinuierlich älter werden. Dabei wurde ihr Gehirn mit Hilfe der Kernspintomografie beim Denken beobachtet und untersucht. (APA/red, derStandard.at, 08.12.2012)

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