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Zagreb - Der frühere kroatische General Ante Gotovina will sich nicht von rechten Organisationen in seinem Land vereinnahmen lassen. Bei einer Veranstaltung am Mittwochabend sagte er: "Ich bin ein freier Mensch, und so denke ich. Wer ehrlich ist, kann keinen Fehler machen. Wer nur etwas vorgibt, schon", wurde Gotovina in kroatischen Medien zitiert. In der Vergangenheit hatte es seitens rechter Organisationen Kritik wegen seiner versöhnlichen Worte zum Krieg und zu Serbien gehagelt.
Einige Veteranenorganisationen etwa hatten entrüstet darauf reagiert, dass sich Gotovina nach seiner Entlassung aus dem Tribunalsgefängnis in Den Haag, wo er Mitte November von Kriegsverbrechen freigesprochen worden war, bei den staatlichen kroatischen Institutionen für ihre Unterstützung bedankt hatte. Die Bewegung "Stopp der Verfolgung von kroatischen Veteranen" hatte in einer Aussendung kritisiert, dass "Gotovina, bis vor kurzem unser Idol, uns so eine Ohrfeige gegeben hat, dass uns davon die Wange glüht". Man könne nicht glauben, dass Gotovina lakonisch sage, der Krieg sei vorbei, und er habe allen verziehen, so die Organisation.
Die als ultra-rechts geltende Zeitung "Hrvatski list" (Kroatisches Blatt) hatte auf ihrer Titelseite gefragt: "Ist das unser Gotovina?" und in einem Artikel kritisiert, dass Gotovina nicht zu den Gedenkfeiern in Vukovar und Skabrnja gereist war, aber Zeit gehabt hatte, der serbischen Zeitung "Kurir" ein Interview zu geben. Dort hatte Gotovina die Serben aufgefordert, nach Kroatien zurückzukommen. "Das ist nicht mehr meine Heimat als ihre", hatte Gotovina gesagt.
Gotovina hatte in seinen Ansprachen gesagt, dass der Krieg vorbei ist und man sich nun der Zukunft zuwenden soll. Gotovina selbst weiß nach eigenen Angaben noch nicht, was er in Zukunft machen wird. Einen Einstieg in die Politik schloss er aber mehrmals aus.(APA, 6.12.2012)
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Vielen Kroaten galt Gotovina als eine Art Nationalheiliger. Offensichtlich will er diese Erwartungen seiner Anhänger gar nicht erfüllen
... ein sehr gutes Verhältnis in den Haag. Sie haben sich regelmäßig auf Spaziergängen miteinander unterhalten. Man hat schon beinahe von einem freundschaftlichen Verhältnis gesprochen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/t... n-1.644894
http://dastandard.at/135320774... iner-Zelle
Im Endeffekt sind sie auch nur (Ex-)Jugos .
sich nicht vor irgendwelche Karren spannen zu lassen. Sein Freispruch war ja ein Freispruch aus Mangeln an Beweisen. Sein Unschuld wurde also nicht belegt. Daher sollten Kroatische Verbände und Institutionen nicht leichtfertig mit den Urteil umgehen und es auch nicht falsch auslegen. Wenn Gotovina nun den Ausgleich, Versöhnung und anständiges Miteinander propagiert, hilft das allen Beteiligten. Ob sein Sinneswandel von Dauer sein wird und aufrichtig gemeint ist, wird die Zukunft zeigen. Wir sollten ihm eine Chance geben.
sondern ein politisches Urteil, das in der NATO Kriegsallianz ausgeschnapst wurde. Die Ankläger in Den Haag erfüllten ihre Aufgabe, die Urteile vorzubereiten, durch Liefern oder Weglassen von Beweisen. So oder so. Wie üblich wird von den Kriegspropagandanachbetern im Standard diese meine Erkenntnis als Spinnermeinung abgetan.
Das könnten Sie aber besser erklären.
Welche Beweise meinen Sie denn?
Wenn sogar etliche Kriegsgegner für Gotovina ausgesagt haben, halte ich eher das erste Urteil, bei der die Vorbereitungen von Carla del Ponte getroffen wurden für ein unvertretbares politisches Urteil.
Dabei wurden Beweise erschaffen die es nicht gab wie z.B. die 200m Regel.
Wenn jemand unschuldig ist, dann ist er eben unschuldig!!
Daher wäre es jetzt angebracht Carla del Ponte anzuklagen.
Mich würde sehr interessieren, ob und wie Frau del Ponte an der Verurteilung von einem Unschuldigen beteiligt war.
Immerhin hat es Gotovina insgesamt 11 Jahre seines Lebens gekostet bis endlich seine Unschuld festgestellt wurde.
Wohl gemerkt erst als Frau del Ponto versetzt war
...wer sich mit Gotovina beschäftigt hat, der weiß dass so wie er heute redet schon auch während des Krieges geredet hat. Und genau das macht ihn zum Helden. Er hat es fertig gebracht siegreich Krieg zu führen ohne zu hassen. Während des Krieges galt es militärische Ziele zu erreichen mit minimalen Verlusten auf beiden Seiten, worauf er so gut er nur konnte absolut oberste Priorität legte. Einen solchen Führer kann sich jedes Volk nur wünschen. Ich hoffe er schlägt eine politische Laufbahn ein.
An die Rotstrichler:
Bitte um Quellenangabe des Gesetzes, nachdem jemand seine Unschuld beweisen muss.
Auch wenn der Begriff natürlich inflationär beim Grasser verwendet wurde: "Unschuldsvermutung" ist eines der wichtigsten Dinge, die die Menschheit jemals hervorgebracht hat.
Und nur weil viele "denken" oder "meinen" oder gar "wissen", dass jemand all die Verbrechen begangen hat, für die derjenige angeklagt wurde, heißt das noch lange ned, dass das so is.
Es ist ein Freispruch, aber ein Freispruch zweiter Klasse. Rechtlich macht das keinen Unterschied, aber das heißt ja noch lang nicht, dass die Vorwürfe nicht doch gerechtfertigt waren. Es bleiben also Zweifel.
Auch ein Al Capone ging laufend als freier Mann aus dem Gerichtssaal, weil man ihm nichts nachweisen konnte - Aber jeder wusste, dass er verantwortlich war für begangene Verbrechen.
Deshalb würde ich mit diesem Freispruch nicht Hausieren gehen und denn Ball schön flach halten. Und wenn er es mit seinen heutigen Aussagen ernst mein - um so besser für Kroatien.
"Freispruch zweiter Klasse"
Der nächste Blödsinn. Es gibt Freispruch oder Verurteilung. Binär.
0 oder 1. Schwarz oder Weiß. Schwanger oder nicht Schwanger.
Sorry, auch wenn ich schon verstehe, was Sie meinen, und das soll auch nicht persönlich gemeint sein. Aber gerade im Recht DARF ES KEINE KOMPROMISSE geben.
Nur weil eine Meinung von vielen vertreten wird, wird sie nicht zur rechtsgültigen Wahrheit.
Dass es Schlupflöcher, schlechte Gesetze, etc. gibt, ist natürlich ein anderes Blatt Papier.
Wer es glaubt.. Ich glaube es nicht. Und ich hatte schon vor Wochen geschrieben, dass der nächste Schritt sein wird, Gotovina ein neues Image zu verpassen, um so dieses zweifelhafte Haager Urteil zu bekräftigen und Kroatien "europatauglicher" zu machen.
Fakt ist das Gotovina sich mit seinen vermeintlich feurigsten Anhängern in Kroatien anlegt. Seine Aussagen werden in einschlägigen Kreisen als Verrat gesehen. Und jetzt sagen Sie mir warum sich ein Mann der Kultstatus unter seinen Anhängern genießt sich mit solchen Aussagen ins Abseits schießt?
Weil er, und gerade er gesehen hat was Krieg und Hass aus Menschen machen kann?
Käme mal ein Politiker, oder machen wir es noch unwahrscheinlicher, ein General oder Ex Vojvoda (sogar für diesen zweifelhaften Titel war Vojo ungeeignet) wie Mladic oder Seselj auf die Idee solch versöhnliche Worte zu sprechen oder mit derartigen Aussagen die eigenen Leute vor den Kopf zu stoßen. Das wär mal was!
gotovina interessiert keine sau außer ein paar unbekehrbare kroatische nationalisten, so schauts aus! was das mit "europatauglicher" zu tun haben soll und auch wie sich das deiner meinung nach auswirkt, musst du noch erklären...
und solche rechten deppen gibts leider überall, mit so einem bodensatz muss man wohl leben..
Ich habe ja die Tribunalsprozesse ein wenig verfolgt. So auch den Gotovinas. Ich glaube schon (Betonung auf GLAUBE), daß Gotovina einige seiner Ansichten in der Haager Zeit relativiert hat.
Ich möchte ihn jetzt nicht selig sprechen. Und eine gewisse PR steckt sicher auch dahinter. Aber sollte er tatsächlich etwas versöhnlicher geworden sein, dann ist das wohl für Kroatiens Rechte viel viel schlimmer, als wenn man ihn auf 100 Jahre verdonnert hätte.
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