Instagram dreht Twitter die Foto-Integration ab

6. Dezember 2012, 10:32
  • Nicht mehr beste Freunde: Twitter und Instagram.
    foto: derstandard.at/wisniewska

    Nicht mehr beste Freunde: Twitter und Instagram.

Verhältnis der beiden Unternehmen seit Facebook-Übernahme verschlechtert

Aus einstigen Freunden im Kampf gegen die Vorherrschaft von Facebook sind zunehmend erbitterte Gegner geworden. Die Rede ist von Twitter und Instagram. Letzteres wurde erst vor wenigen Monaten von Facebook für eine Milliarde Dollar übernommen und hat dem Microblogging-Dienst nun die Schnittstelle für die Integration der eigenen Fotos abgedreht.

Abgeschnittene Fotos

"Nutzer haben Probleme damit, Instagram-Fotos auf Twitter anzuzeigen", schreibt Twitter in einem kurzen Update auf seiner Homepage. "Das liegt daran, dass Instagram die Integration in Twitter-Cards deaktiviert hat. Darum erscheinen die Fotos abgeschnitten, wenn man auf einen Tweet klickt."

"Dinge ändern sich, wenn sich ein Unternehmen weiterentwickelt"

Laut Instagram-CEO Kevin Systrom war dies aber nur der erste Schritt. Wie er im Rahmen der LeWeb-Konferenz laut New York Times bestätigt hat, soll das Einbetten von Instagrams auf Twitter bald vollständig verhindert werden, sodass bestenfalls ein zu Instagram führender Link aufscheint. "Wir haben entschieden, dass es gerade jetzt mehr Sinn macht, unsere Nutzer auf die Instagram-Webseite umzuleiten", so der Firmenchef. "Dinge ändern sich, wenn sich ein Unternehmen weiterentwickelt."

Wann die Fotos gar nicht mehr aufscheinen, steht derweil noch nicht fest. Interessant ist allerdings, dass die Einbindung dezidiert nur für Twitter abgedreht wird. Andere Dienste, darunter Tumblr und Foursquare, sind davon nicht betroffen.

Einführung von Fotofiltern bei Twitter erwartet

Eine Gegenmaßnahme von Twitter dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Es wird erwartet, dass die Plattform in absehbarer Zeit eine Möglichkeit einführt, Fotos über App und Homepage mit Filtern zu bearbeiten. (red, derStandard.at, 06.12.2012)

Wird Zeit dass langsam mehr Interoperabilität diktiert wird. Man kommt sich ja langsam vor wie in den frühen 90ern. Jeder und alles absichtlich inkompatibel.
;-)

also twitter-user werden sich nach alternativen umsehen

ist ja jetzt nicht so, das instragram/facebook die einzigen bilderhoster sind.

man muss sich halt die frage stellen: wenn ich meine twitter-leser erreichen will, ists dann eine gute idee, ihnen zusätzliche barrieren (auch wenns nur eine verlinkung ist) in den weg zu legen? es ist nicht weltbewegend, nervt aber ein bisserl.

kann mich gut daran erinnern, als ein audio-hoster bloß auf login + download statt flash ohne login umgestellt hat (bin in einer relativ kleinen spezialisierten community), schwupps wurde eine alternative gefunden und eingesetzt.

instagram hat den netten vorteil, das man die filter direkt dort nutzen kann. aber bild exportieren und wo anders nutzen... so schwer is das wohl net.

instagram... wers braucht...

Baba und foi ned.

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