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Damaskus/Berlin/Ankara - Auf internationalem Parkett geht die Debatte um eine Reaktion im Syrien-Konflikt weiter: Die USA drohen mit einer Militärintervention, sollte Syriens Regime die "rote Linie" überschreiten und Massenvernichtungswaffen gegen seine eigene Bevölkerung einsetzen. Auch EU-Vertreter, Israel und die UNO zeigen sich besorgt. Russland distanzierte sich weiter vom Regime von Bashar al-Assad. Syrien bezeichnete die Warnungen als "Vorwand für einen Einmarsch".
Das deutsche Kabinett stimmte am Donnerstag der Stationierung von NATO-Abwehrraketen des Typs Patriot und von AWACS-Aufklärungsflugzeuge in der Türkei an der Grenze zu Syrien zu. Zudem soll Deutschland 400 Soldaten zu ihrer Bedienung stationieren, die USA und die Niederlande stellen jeweils ebenso viele Einsatzkräfte. Sie sollen das türkische Gebiet vor Raketen aus dem Bürgerkriegsland schützen.
Zuvor berichtete der US-Sender NBC, dass Syrien den Einsatz von Fliegerbomben mit dem Nervengift Sarin vorbereite. Laut deutschen Medienberichten hieß es, europäische Staaten und NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hätten darum auf rasches Handeln gedrängt. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte zuletzt von einer Intervention bei Einsatz chemischer Waffen gesprochen. Bereits vor einigen Monaten hatte US-Präsident Barack Obama in einer Rede Syrien davor gewarnt, damit würde Syrien eine "rote Linie" der USA überschreiten.
Auch von anderer Seite gab es Warnungen an die Regierung in Damaskus: UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon drohte Präsident Assad für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit der Einschaltung eines internationalen Straftribunales. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu betonte, es gelte dafür zu sorgen, dass Syrien Chemiewaffen nicht benutze und diese auch nicht in die Hände von Terroristen fielen.
Einige Staaten, darunter Deutschland, sind allerdings skeptisch gegenüber einem militärischen Vorgehen in Syrien. Die deutsche Regierung betonte am Donnerstag, an keinerlei Plänen zu einer militärische Intervention beteiligt zu sein.
Syrien erklärte auf die neuerlichen Mahnungen des Westens - nach eigenen Angaben "zum zehnten, zum hundertsten Mal" -, dass es eine solche Waffe nicht gegen sein eigenes Volk einsetzen werde, wie Vize-Außenminister Faisal Maqdad an Donnerstag betonte. "Wir werden keinen Selbstmord begehen".
Sorgen bereiten könnte Assad auch die zunehmend zurückhaltende Position Russlands: Ein führender russischer Regierungspolitiker, Vladimir Vasiljew, erklärte Assad für nicht in der Lage, sein Regierungsmandat zu erfüllen. "Die Zeit hat gezeigt, dass diese Aufgabe seine Kraft übersteigt", so Vasiljew laut der Nachrichtenagentur Interfax.
Am Rande einer Menschenrechtskonferenz in Dublin kamen Hillary Clinton und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow am Donnerstag mit dem Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi zusammen.
Dabei sei über Möglichkeiten gesprochen worden, Syrien vor dem Abgrund zu retten, sagte Brahimi nach dem rund 40-minütigen Treffen. "Wir haben keine sensationellen Entscheidungen getroffen. Aber ich denke, wir sind übereingekommen, dass die Situation schlimm ist", sagte Brahimi weiter.
Einig sei man sich auch, dass man weiter zusammenarbeiten müsse, um die Lage unter Kontrolle zu bringen und die Krise letztlich zu lösen. Zuvor hatte Clinton erklärt, dass Moskau und Washington ein gemeinsames Ziel verfolgten. "Wir haben uns bemüht, mit Russland zusammenzuarbeiten, um das Blutvergießen in Syrien zu beenden und einen politischen Übergang für ein Syrien nach Assad zu beginnen." (APA, 06.12.2012)
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Ich finde, diese erfundenen Geschichten bei Saddam Hussein und nun bei Assad schon ziemlich langweilig und unglaubwürdig: offensichtlich hat ja kaum wer Chemiewaffen, außer denen, die, die anderen immer beschuldigen. Das ist doch nur Kriegspropaganda, aber wegen den Uranbomben, die, die Nato im Irak, in Libyen oder auch in Serbien verschossen hat, da schweigt man dazu: warum wohl? Weil man dann die Rolle des Bösewichts selbst einnehmen müsste?
Lasst euch doch mal was neues einfallen: gegen den Schmäh mit den Chemiewaffen, war der Schmäh, Gadaffi würde an seine Soldaten Viagra verteilen lassen schon recht originell, selbst die Brutkastengeschichte mit den Irakern war dagegen ja noch glaubwürdig...
Die beführchtung, dass der Irak wieder Waffen herstellt und einsetzt war also sehr hoch. Auch wenn es nur als Kriegsrechtfertigungsargument diente, war die Beführchtung berechtigt.
Bei Syrien sieht die Lage ganz anders aus. Syrien bestreitet garnicht keine chemischen Waffen zu haben im gegenteil, sie benutzen ihr Arsenal zur abschreckung. Auch die Chemiewaffenkonvention hat Syrien nicht unterschrieben (einer der wenigen Staaten neben Ägypten und Somalia). Die Türkei weis angeblich, wo Syrien ihre C-Waffen lagern. Beführchtet wird, dass wenn mal Assad fällt, die Waffen an Rebellen fallen, und diese für terroristische Aktivitäten nutzen, nicht dass Assad diese einsetzt. Dass muss verhindert werden!
Das bestreitet ja auch keiner zumal die Lieferanten dieser Waffen ja diejenigen sind die ihn nachher stürzen halfen.
Nur ging es um Kernwaffen die der Irak angeblich bauen wollte und die bis jetzt noch keiner gefunden hat.
Das ist dasselbe Vorgehen wie gegen den Iran.
Assad ist sicher nicht jemand den ich waehlen wuerde. Aber man sollte nicht vergessen, dass abgesehen von Israel dies eines der letzten saekulaeren Regimes im Nahen Osten ist. Weshalb will man also seine Haende festbinden?
mit video:
http://www.youtube.com/watch?fea... -6O-gApVrU
und sind stolz drauf!
reaktionen : keine
schweigen....
wen interessierts? die "rebellen" sind die guten, egal wieviele kri. egsverbr. echen sie begehen...solange bist assad weg ist, sind sie die guten...
ach, wir könnten auch einmal in so eine lage kommen? egal. hauptsache die medien berichten. (die welt ist nicht genug)
Beständig schreibt man das Russland sich von der syrischen Regierung distanziert.
Das ist und bleibt falsch.
Aber wenn die USA sich so sicher sind, können sie ja eine neue UN Resolution einbringen. Dann wird man sehen ob es ein Veto geben wird.
Dazu wird es aber nicht kommen, die NATO hat bereits beschlossen den Angriffskrieg auch ohne UN zu starten.
Denke aber auch, dass die NATO in so einem Fall sofort agieren/interventieren wird und keine leeren Drohungen ohne Konsequenzen ausspricht.
Die NATO hat sich auf diesen Fall vorbereitet.
der fundus an "quellen", die in irgend einer weise mit dem syrischen regime oder deren sympathisanten in verbindung zu bringen sind, ist enorm.
für unseren freund sind das die einzigen quellen, denen unüberprüft und uneingeschränkt zu glauben ist.
obiger poster ist ein klon(e) vom none
ist noch lange nicht falsch.
was sie nicht alles wissen: nato hat einen krieg ohne un-mandat beschlossen. aha. seit eineinhalb jahren hört man das von euch internationalistischen krawallmachern.
schließlich sollten sie lernen, ihre kenntnise richtig einzuschätzen
" Trotz des Drucks auf sein Regime gehe Assad "verantwortlich mit Chemiewaffen um", sagte ein Informant aus Regierungskreisen der israelischen Zeitung "Haaretz".
http://derstandard.at/134294747... t-Aussagen
die depots fuer die chemiewaffen sind unter genauer beobachtung.
diesbezueglich haben sich auch lawrow/russland und salehi/iran eindeutig artikuliert und auch ihre roten linien gezogen, welche deckungsgleich mit der roten linie der usa ist.
http://tinyurl.com/8dxh8sb
vor einem monat waermte lawrow auf:
http://de.ria.ru/politics/... 79668.html
vor ein paar tagen,laut NCC:
Syrische Opposition: Lawrow fordert von Damaskus Einstellung von Gewalt
http://tinyurl.com/c4elrhu
Die Idee, Massenvernichtungswaffen gegen das eigene Volk einzusetzen, kommt Vielen absurd vor. Weshalb aber warnten der US-Präsident, der UNO-Generalsekretär und andere Politiker Assad vor diesem Schritt? Doch da muss man fragen: Wo gibt es sonst auf der Welt ein Regime, das die Städte des eigenen Landes bombardiert? Wo gibt es, ausser im Assad-Syrien, eine Regierung, die die Krankenhäuser und Brotfabriken des eigenen Lande beschiesst, Tag und Nacht Raketen auf Wohnviertel abfeuern lässt? Um dies zu verstehen muss man sich die Hauptlosung des Regimes vergegenwärtigen:"Alassad oder wir verbrennen das Land". Assad ist es klar geworden, dass er das Land nicht länger regieren kann, und so begann er es zu verbrennen, notfalls mit C-Waffen.
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