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Vier Wochen nach der Wiederwahl Barack Obamas nehmen sich die US-Demokraten eines notorischen Problems aus der ersten Amtszeit des Präsidenten an. Harry Reid, Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, hat dem so genannten Filibustern den Kampf angesagt. Bisher konnten Beschlussfassungen im Washingtoner Oberhaus dadurch mithilfe zeitlich unlimitierter Reden verschleppt werden. "Wir werden die Regeln ändern. Wir können so nicht mehr weitermachen. Ich hoffe dass die Republikaner dabei mit uns zusammenarbeiten", sagte Reid.
Ursprünglich gedacht als Garant für Minderheitsrechte, wandelte sich das Filibustern in den vergangenen Jahren zur Blockadewaffe. Durch die extreme Polarisierung zwischen den beiden großen politischen Parteien blieb das US-Oberhaus gelähmt zurück. Um eine Debatte per Dreifünftel-Mehrheit zu beenden, sind nämlich die Stimmen von 60 Senatoren notwendig. Angesichts der engen Mehrheitsverhältnisse im Senat nutzen die Republikanern gerne ihr Recht zur Obstruktion. Allein in den ersten beiden Jahren der Obama-Regierung setzten die Republikaner sie öfter ein als in den 1950er, 1960er und 1970er-Jahren zusammen.
Kein modernes Phänomen
Filibuster, das sich der Legende nach vom niederländischen Begriff Vrijbuiter, also Pirat, ableitet, ist aber keineswegs eine Erfindung der US-Republikaner. Schon als Böhmen noch bei Österreich war, galt im kaiserlich-königlichen Reichstag zu Wien die Obstruktion als Mittel der Wahl, um der deutschsprachigen Mehrheit das Leben schwer zu machen. Endlose Debatten, stundenlange Reden und rhetorische Ablenkungsmanöver standen an der Tagesordnung und blockierten das ohnehin schwachbrüstige Parlament. Auch aus dem alten Rom sind Endlosdebatten Catos bekannt. Die längste jemals im US-Senat gehaltene Rede hielt 1957 mit 24 Stunden und 18 Minuten Strom Thurmond, der gegen das Wahlrecht für Afroamerikaner wetterte. Der 2003 verstorbene Abgeordnete war Demokrat.
"Nukleare Option"
Von einer Abschaffung des Filibusterns ist im modernen Washington aber nicht die Rede. Einer von mehreren demokratischen Reformvorschlägen sieht etwa vor, dass Senatoren, die zu diesem Mittel greifen, tatsächlich anwesend sein müssen - und nicht wie bisher die Debatte von ihrem Büro aus beobachten. "Die Regeln des Senats wurden missbraucht und wir werden alles tun, um sie zu ändern", sagte Reid. Zu diesem Zweck erwägt Reid, die so genannte "nukleare Option" zur Anwendung zu bringen. Die Demokraten berufen sich auf die US-Verfassung, die jedem neu gewählten Senat erlaubt, seine Geschäftsordnung zu verändern - per einfacher Mehrheit von 51 Stimmen. Der martialische Name dieser bisher äußerst selten genutzten Variante lässt erahnen, dass sich die Demokraten auf massive Gegenwehr der Republikaner einstellen müssten.
Nach der zweiten verlorenen Wahl in Folge scheint sich bei den Republikanern nun aber ein Sinneswandel abzuzeichnen. John McCain, der frühere Präsidentschaftskandidat und Senator aus Arizona, äußerte sich wohlwollend zu Reids Vorstoß. Politische Kommentatoren vermuten, manch ein Republikaner spekuliere schon jetzt auf eine Senatsmehrheit nach der nächsten Wahl 2016, mit der die Partei dann in den Genuss der jetzt zu ändernden Geschäftsordnung käme. (flon/derStandard.at, 6.12.2012)
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…Vorigen Mittwoch ließ die Admin um den seltsamsten Friedensnobelpreisträger von allen eine subkritische Plutoniumbombe auf dem Testgelände in Nevada hochgehen, was den -relativ UNTERBERICHTETEN- Protest der Regime Japans und des Irans nach sich zog.
Der Versuch mit dem bezeichnenden Namen "Pollux" diente angeblich zur Diagnose der Alterung und Lagerung von Atombomben und war der 27. subkritische Test, seit dem Verbot von A-Waffentests im Jahr 1992.
…Was in diesem Filmchen so unverdächtig "Plopp" macht, ist der Test eines Primärzünders.
Fragen sie sich eigentlich manchmal, wieso man denn solche "Zündhölzer" testen muß, wenn man auch nicht vorhat, ein Feuer zu machen?
Derartige subkritische Tests, samt den damit zusammenhängenden Computersimulationen dienen dazu, neue A-Waffensystem zu erproben und zu entwickeln. -Waffensystem, welche die Menschheit eigentlich überhaupt nicht bräuchte.
Dies alles von der selben staatlichen Agentur (DoE), die wieder einmal zu ihrem Tatort zurückkehrt, wo sie ihre vergangenen Verbrechen verübt hatte, wo es ihnen völlig egal war, wer sich damals aller im Fallout befunden hatte.
Es ging dem FS3 nicht um die Technik - es geht ums Prinzip dahinter.
"Kurz nach seinem Tod wurde bekannt, dass er 1925 (kurz vor der Ehe mit seiner ersten Frau Jean Crouch) mit einer damals 16-jährigen schwarzen Hausangestellten der Familie ein uneheliches Kind gezeugt hatte." - wikip
"Bisher konnten Beschlussfassungen im Washingtoner Oberhaus dadurch mithilfe zeitlich unlimitierter Reden verschleppt werden."
Das ist falsch. Ewig reden muß schon lange keiner mehr. Es genügt zurzeit schon die Ankündigung eines Filibusters, damit man die 60 Stimmen braucht um das zu brechen.
die nukleare Option wäre den Filibuster abzuschaffen. Davon spricht niemand. Es geht darum diese Reden künftig wirklich halten zu müssen und sie nicht nur anzukündigen. Weiters wird darüber diskutiert, ob man zu stehen hat, während man diese Rede hält.
Ich habe den Artikel gelesen, weil mich interessiert hätte warum und seit wann die Ankünigung eines Filibusters reicht. Schade - wieder nix...
richtig.
soviel ich weiss, geht es eher darum im kern:
man braucht 60 stimmen, um eine gesetzesvorlage (oder eine personalbestätigung für minister u dergleichen) in einer art vorabstimmung zur abstimmung zu bringen. bei der abstimmung reichendann 51 stimmen. da aber solche strittigen punkte häufig nicht zur abstimmung kommen, weil eben davor die 40+ Minderheit dies verhindern kann, dreht man sich im kreis...
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