Fortschritte zwischen Belgrad und Prishtina

Andrej Ivanji aus Belgrad
5. Dezember 2012, 18:55

Einigung über gemeinsam kontrollierte Grenzposten und Eröffnung von Kontaktbüros

Durchbruch im Dialog zwischen Belgrad und Prishtina: Die Regierungschefs Serbiens und des Kosovo, Ivica Dacic und Hashim Thaçi, haben sich in der Nacht auf Mittwoch in Brüssel auf die Einrichtung gemeinsamer Grenzposten geeinigt.

Anfänglichem Abtasten zwischen Dacic, früher Pressesprecher von Slobodan Milosevic, und Thaçi, ehemals Kommandant der Kosovo-Befreiungsarmee, folgten in der nun dritten Gesprächsrunde konkrete Schritte: Die Grenzübergänge in Jarinje und Merdare sollen schon ab kommendem Montag von der serbischen und kosovarischen Polizei gemeinsam kontrolliert werden, Konculj und Brnjak dann ab Jahresende.

Thaçi und Dacic vereinbarten auch die Einrichtung von Kontaktbüros in Belgrad und Prishtina. Diese werden allerdings keinen diplomatischen Status haben und bei den EU-Delegationen angesiedelt sein. Zudem wurde eine multiethnische Polizeieinheit für den Kosovo beschlossen, die serbisch-orthodoxe Kulturdenkmäler und Kirchen beschützen soll.

Kompromisslösung

Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an. Statt von einer Grenze spricht man von einer "administrativen Trennlinie" und " statusneutralen Übergängen". In der nun ausgehandelten Kompromisslösung verzichtet Prishtina auf Staatssymbole an den Grenzposten. Vereinbart wurde auch, dass Serben aus dem Nordkosovo bestimmte Waren zollfrei aus Serbien einführen können und keine Autokennzeichen aus dem Kosovo brauchen, die man dort ohne Staatsangehörigkeit nicht bekommen kann. Serbien verpflichtete sich, komplette Einsicht in die Finanzierung der serbischen Parallelstrukturen im Kosovo zu geben.

Am Grenzübergang Jarinje demonstrierte am Mittwoch eine Gruppe von Serben gegen die "Einführung der Grenze zum Mutterland", in Serbien sprachen nationalistische Parteien von "Verrat". Auch Thaçi ist indes im Kosovo Angriffen extremistischer Parteien ausgesetzt. Für sie ist ein Dialog inakzeptabel, solange sich Belgrad nicht für "serbische Gräueltaten" entschuldigt und den Kosovo anerkennt.

Die Polizei soll an der Grenze von der EU-Rechtsstaatsmission Eulex unterstützt werden, zu deren neuem Leiter ab Februar 2013 am Dienstag der deutsche Diplomat Bernd Borchardt berufen wurde. (Andrej Ivanji, DER STANDARD, 6.12.2012)

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Onkel Thaci lässt sich an Strippen ziehen ;-)

Er handelt nicht mehr im Interesse des Kosovo, sondern im Interesse der Europäische Union. Die EU strebt kurzfristige Lösungen an, allerdings wird man die Situation mit Kurzsichtigkeit nicht langfristig befriedigen können. Und nicht zufällig verweisen wir auf eine interne Alternative Namens Albin Kurti.

serbien & amselfeld kann man gut mit D und NL vergleichen. eine hassliebe!

Nö,

das Amselfeld ist serbisch.

dann ist holland deutsch

Das ist halt eine schleichende Anerkennung dieses Neujungirgendwasstaates.

Man verlangt zwar keine Anerkennung von Serbien, aber dafür alles andere was den Unterschied zwischen zwei selbständigen Staaten darstellt. Die Adiministration generell, Zoll, Polizei, Grenzziehung, Diplomatie und und und.

Wann kann man eigentlich endlich diesen ganzen Nationalitätenmist abschaffen?

das hat die nato so eingeführt und gewollt

so wie südafrikas völker einst versklavt wurden mit drei brittischen schiffen...... geschänke (der unruhezünder) diplomaten (die unruhestifter) und militär (die beschützer der unruhen).... man sieht die nato die weltweit irgendwelche grüppchen zu unruhen motiviert wissend wenns funkt werden die grüppchen die nato brauchen... und es den menschenen im nachhinein nie wieder so gut geht wie vor dem auftauchen der nato.... mit südafrika und engländern hat es einst angefangen ...und da es klappte geht mit der nato das plündern weiter. chakka zulu hat nie eine wirkliche chance gehabt die bürger vor der versklavung zu retten. und heute und hier zulande werden viele hintergrundinfos über die nato bewusst ausgeblendet.

so wie südafrikas völker einst versklavt wurden

Das Volk von Kosovaren waren jahre lang versklavt von Serbischen kolonialisten,Got sei dank wurde von der Nato ein ende gesetzt.

Ja, richtig - die Nato wars. Ich entsinne mich an den Himmel auf Erden und das perfekte paradiesische Ebenbild im Kosovo vor der Nato-Intervention,

als "jubelnde" Albaner nach noch mehr willkürlicher "staatlicher Fairness" fröhnten :-)

Ach Chilly, wann legen Sie mal ne neue Platte auf?

Weil man es immer nur von den Verlierern verlangt. Bei den Siegern ist es Bürgersinn und demokratisches Bewusstsein.

das hängt nicht vom Balkan ab

der ganze Balkan ist mittlerweile in einem Zustand, der dem ehemaliger europ. Kolonien ähnelt.
Grenzziehungen und Mentalitäten werden ausgenutzt um immer wieder Feuer zu entfachen.

Kann mich erinnern, früher den Ausdruck "Hinterhof Balkan" gelesen zu haben. Damit war ein ähnlicher Zustand wie zwischen den USA und Südamerika gemeint. Der Balkan hätte die Rolle Südamerikas...instabile Staaten..billige Arbeitskräfte...wenig Selbstbewußtsein.

An Selbstbußtsein mangelt es keiner Ethnie...

wenn die Albaner die Kosovo-Serben "abschaffen" wollen

dann ist Ihr Vorschlag nur schwer realisierbar. Bedenken Sie dass hier 100.000+ Menschen ein Schicksal erwartet das im Endergebnis und in der Durchführung z.B. die armenische Tragödie leicht in den Schatten stellen wird.
Die hard liner der albanischen Kosovaren werden hier zuerst betonen dass das eh alles nicht stimmt, dann darauf verweisen, dass alles nicht so schlimm sein wird und im übrigen wäre es in Syrien oder im Kongo vergleichsweise doch echt dramatisch und letztlich hätten die Albaner ein quasi natürliches Recht die Dinge auf ihre eigene Weise zu "regeln".
Da haben wir noch nicht bedacht welches Problem schon eine teilw. Loslösung Kosovos von Serbien für die Gesamtbevölkerung emotional darstellt.

also ich kenne keinen albaner, der wegen kriegsverbrechen an zivilisten verklagt wurde.

serben hingegen werden wöchentlich deswegen verklagt. gestern schon wieder einer wegen srebrenica. soviel zum vergleich mit armenien.

geschichtsfälschung hat mal irgendwann in den 70ern funktioniert. mittlerweile weis der westen wie der hase läuft. tut mir leid um ihre märchengeschichte. überlegen sie sich eine neue!

Wenn die Amerikaner weg sind!

die amerikaner waren weg, und was die serben da gemacht haben weis ja die ganze welt mittlerweile. den nationalismus kann man aus denn serbischen köpfen nicht wegbekommen. man kann die serben nur so lange schwächen, bis sie sehen, dass sie vom nationalismus nichts haben. und genau das tut amerika. nur schade das george bush weg ist. er hat den serben direkt gesagt was sie zu tun haben um nicht noch tiefer zu sinken!

und ....

dann....? !

Dann wird der Nationalitätenmist aufhören...

Alles wird gut.

Für uns Serben.

Bernd Borchardt war der Vize von Racak-Walker. Haradinaj soll Premier werden, Thaci Präsident. Scheint als ob der zunehmend delegitimierte Westblock die alten Kriegsverbrecher gegen Serbien in Stellung bringt. Nächstes Jahr dürfte es soweit sein - und dann macht's: Rrrums!

Den Haag übt sich derweil in Angriffstaktiken gegen Serbien und Jeremic. Büttel Meron wird bald vor dem Sicherheitsrat aussagen, die einst vielbeschworenen Probleme mit dem Zeugenschutz im Kosovo wurden fallen gelassen. Es geht nurmehr um die weitere Kooperation Serbiens mit dem Nato-Tribunal.

thaqi ist leider ein sklawe der eu. wenn die europäer sagen er soll niederknien, dann macht er dies ohne zu zögern. das albanische volk ist leider noch am schlafen.

die albaner haben den krieg gewonnen und sind trotzdem verlierer weil sie völlig grundlos nachgeben und gegen das am boden liegende serbien nachgeben. für mich einfach nur unverständlich, aber die erklärung dafür kann uns nunmal nur thaqi, der welpe der eu, geben.

Entschuldigung,

aber kein Albaner hat irgendein Krieg gewonnen......

Wie die Serben.

...aber verloren habe die Serben auch nicht...

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